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10.08.- 12.08.2007 - Landesgardefest in Regau (Österreich)


Barockmusik, Bürgergarde und Blasmusik - 180 Jahre Bürgerkorps in Regau

 

Regau in Oberösterreich mit der nahen Kulisse des Dachsteingebirges und den Naturschönheiten des Salzkammergutes sollte immer eine Reise wert sein.
Das dachte sich auch Jürgen CZESZAK, seines Zeichens Hauptmann der Zietenhusaren und Verantwortlicher des Internationalen Verbandes der Historischen Darstellergruppen für Osteuropa, als er für eine Teilnahme an den Feierlichkeiten zum 180jährigen Bestehen des Uniformierten Bürgerkorps in Regau warb.
Dabei stieß er in Dresden nicht auf taube Ohren und so begab sich eine Abordnung des TDB, verstärkt durch die Musiker des „Kurfürstlich-Sächsischen Barockensembles, am 10. August 2007 nach Österreich.
Silvia hatte in Eck, einem Ortsteil von Regau, rechtzeitig Quartier gemacht und so konnten wir die Gastlichkeit und Gemütlichkeit eines Kurzurlaubes auf dem Bauernhof genießen.
Leider hatte Petrus anfangs nur wenig Einsehen und ließ es in Strippen regnen und das ziemlich anhaltend.
Für den Auftritt der Musiker war dies weniger von Belang, denn ein riesiges Festzelt schützte vor den Wetterunbilden, nicht aber vor Schwierigkeiten technischer Art.
Zudem war das Liedgut Johann Sebastian Bachs zwischen zünftiger Blasmusik und Schuhplattler schlecht platziert.
Dennoch verfolgte das Publikum die Aufführung mit Aufmerksamkeit und quittierte sie mit dankbarem Applaus.
Wir Sachsen hingegen waren vom Aufzug der Bürgergarden aus allen österreichischen Bundesländern ebenso beeindruckt, wie über die Vielseitigkeit der Uniformierung der zahlreichen Teilnehmergruppen.
Auch einige preußische und sächsische Uniformen konnten ausgemacht werden.
Wir erlebten hier ein österreichisches National- und Geschichtsbewusstsein, welches in der Form hier in Deutschland längst einen Aufschrei hervorgerufen hätte und die Uniformträger wären in der rechte Ecke eingeordnet worden.
Hier in Oberösterreich pflegt man Traditionen, und die Menschen sind stolz auf Jene, die darin aufgehen. Aber auch staatlicherseits wird dieser Traditionspflege größtes Augenmerk gegeben.
Der Große Österreichische Zapfenstreich am Abend des 11. August sah dann auch, trotz starkem Regen, nicht nur die neugierigen Sachsen dort dabei, sondern auch Honoratioren von Stadt, Region und Land, sowie der Kirchen, des Heeres und von Verbänden.
Die intonierten Klänge zweier Bürgerkorpskapellen, die Farbenvielfalt der Fahnen und Standarten und vor allem die nuancenreiche Uniformierung der vielen teilnehmenden Vereine - im Licht der Fackeln besonders feierlich wirkend - haben uns bei diesem Zapfenstreich sehr beeindruckt.
Gern hätten wir am Sonntagvormittag die Parade der Bürgerwehren verfolgt und selbst (als Zivildarsteller) daran teilgenommen, aber Strippenregen in größter Ergiebigkeit machte uns die Entscheidung leicht, unsere Kostüme zu schonen und lieber der oberösterreichischen Landeshauptstadt Salzburg einen Besuch abzustatten. Die Gastfreundschaft der Regauer macht uns den Entschluss leicht, wieder einmal dort unsere Zelte aufzuschlagen. B.S.

 



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