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Rückblick auf das Jahr 2009 am 16.01.2010

Jetziges Wirken zur Traditionspflege vergangener Zeiten im heutigen „Zeitgeist"
Jahresrückblick 2009 des TDB am Samstag, den 16.01.2010
Ein ereignisreiches Jahr mit vielen Höhepunkten (und einigen wenigen Enttäuschungen) für unseren TDB war 2009, und darob hatten wir Grund genug, unser Vereinsleben einem breiteren Publikum vorzustellen. So ergingen Einladungen auf unserer Homepage und per Mail bzw. Telefonanruf an potentielle Interessenten aus der Barockszene. Auch zahlreiche interessierte Besucher, die, durch eine Einladung in den >>Dresdner Neuesten Nachrichten<< und persönliche Anschreiben des TDB- Vorstandes aufmerksam gemacht, zu uns kamen, konnten wir im Saal des >>Hauses der Begegnungen<< in Dresden - Trachenberge begrüßen. Gut 60 Teilnehmer füllten den Saal, und wir waren selbst auf das Angenehmste überrascht. Ein so starkes Interesse hatten wir nicht erwartet, und uns bestätigt dies, dass wir uns auf dem richtigen Weg befinden. So hörten wir vornehmlich nur anerkennende Worte, und die zwei, drei Leutchen, die kamen, um unser Desaster zu erleben und sich gelegentliches Sticheln nicht verkneifen konnten, bekamen bei jedem Bild von Silvias Beamer- Präsentation längere Gesichter und wurden durch das umgebende positiv reagierende Umfeld schnell sehr, sehr schweigsam.
Bevor wir aber die ersten Gäste begrüßen konnten, führten wir unsere Jahresmitgliederversammlung durch. Hier beleuchteten wir das Jahr 2009 mit den vielen positiven Momenten, aber auch mit schmerzlich vermerkten Austritten von Freundinnen, deren Interesse sich vom Biwak mehr zur Tanzbühne verlagert hat. Keiner von uns hegt darüber Groll, und wir wünschen den „Abtrünnigen" Erfolg und Freude, was der Barockszene insgesamt zu Nutz und Frommen gereichen sollte. Freudig nahmen wir den Tagesordnungspunkt >>Aufnahme neuer Mitglieder<< auf. Drei Neuaufnahmen konnten in der Mitgliederliste unseres kleinen Vereins nachgetragen werden. Zwei davon sind uns schon länger als engagierte Historienfreunde bekannt und mit uns auch schon gemeinsam auf Tour gewesen und aufs freundschaftlichste verbunden. Renata LINNÈ brilliert als Darstellerin der Reichsfürstin Ursula Katharina von Teschen und ist in Dresden eine begehrte Gästeführerin (auch für viele ihrer polnischen Landsleute). Als Heinrich Graf von Bünau lernten wir Siegfried SCHURA kennen, und es freut uns, dass er nun auf Umwegen auch den Weg zum TDB gefunden hat, wo er, nach eigenen Worten, seine Bestrebungen und Interessen in bester Weise unterstützt sieht. Und da in unserem Hobby der junge Mitgliedernachwuchs leider noch immer rar ist, freute uns besonders, dass uns aus dem fernen NRW ein Wahlleipziger „zugelaufen" (und mittlerweile auch wieder weggelaufen) ist .  Alle Neulinge äußerten befriedigt, im TDB eine organisatorische Heimat gefunden zu haben ((zwei von ihnen haben es auch ernst gemeint), und weil wir alle davon überzeugt sind, dass sie keine Enttäuschung erleben werden, konnten wir frohen Mutes auf eine lange gedeihliche Zusammenarbeit anstoßen, was ja bei Renata und Siegfried Wirkung zeigte. Schon während unserer Versammlung zeigte sich diese gute Zusammenarbeit, denn das Jahresprogramm 2010, welches wir gemeinsam „bastelten", ist wieder sehr umfangreich und mit vielen Höhepunkten, die Anlass geben, dass wir neue Freundschaften finden und alte erneuern können, gespickt. Wir wollen dort dann Totengräber sein und jeglichen Hader tief, ganz tief und für immer vergraben... Jedenfalls füllte sich Siegfrieds Kalendarium merklich, und wir alle freuen uns auf die Events des vor uns liegenden Jahres, so wie wir uns an diesem Januarsonnabend im Nachhinein noch einmal über unsere schönen Veranstaltungen im Jahr 2009 per Beamervortrag freuen konnten. Mit uns taten das unsere Freunde vom >>Barocktheater Dresden<<, Werner POHLE, Veneta LORENZ, Günther TOMAS und deren Tanzmeister Dieter SCHLEGEL, sowie von der >>Dresdner Barockbühne<< Ines und Reinhard LAUTERBACH und Martina HERGERT - bekannte Gesichter, die dem positiven Aspekt der Dresdner Barockszene ebenfalls sehr dienlich sind und daher besonders gern von uns begrüßt wurden. Die >>IG Barock 1690<< war mit den „Klatschbasen" des Dresdner Hofes Kerstin DANIEL, Petra TREPTE und Sonja BADERSCHNEIDER erschienen und unsere Freunde und „Freiberufler" Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT konnten ebenso freudig begrüßt werden, wie Vertreter des >>Vereins Barock in Dresden<< mit der Vorsitzenden Frau Regina SCHWITTAY und Beata FISCHER und den Vertretern von Barocktanzenthusiasten aus dem Dresdner Umfeld, Ilona und Bernd ANGERMANN. Aus diesem Umfeld, nämlich aus Neustadt/ Sachsen konnten wir auch unseren lieben Freund Bernd SCHALLER (Premierleutnant des Ingenieurkorps und Garnisonshandwerker) in Herzlichkeit begrüßen. Ja und selbst unser Kronprinz Adrian JÄKEL ließ sich mal wieder sehen, wenn auch inkognito. Und wie gesagt, zahlreiche zivile Barockinteressierte waren gekommen und verfolgten unseren Rückblick, wie z. B. auch unsere „Eis-Häschen" (Sponsoren des Lustlagers) und der Boss vom Moritzburger Triathlon Herr NOWAK.
Nach gut Eineinhalbstunden Vortrag in bewegenden Bildern war genug Stoff zu Diskussionen, Nachfragen und Zustimmung vorgelegt worden. Neben unseren Eventbesuchen und dem selbst organisierten Lustlager in Moritzburg konnte auch über unsere Teilnahme an Vorträgen, Museumsbesuchen und vielseitigen weiteren Aktivitäten des TDB berichtet werden. Ein Gast und Freund sprach es aus. Werner POHLE betonte, dass er hier genau das hörte und sah, was dem Zusammenhang aller Barockfreunde, egal welchen Ausgangspunkt und welche persönlichen Zielpunkte sie haben, dienlich ist, und er appellierte zu Geschlossenheit der Szene, damit die Traditionspflege des Barock, gerade hier in Dresden, nicht in kleinlicher Ränkelei, Zwist und Futterneid erstickt. Sein Dank an uns vom TDB, den er namens aller Anwesenden aussprach, soll uns Ansporn sein, unseren Weg weiterhin in unserer Art zu beschreiten, damit wir im Januar 2011 erneut über viele schöne Events und Begegnungen berichten können. Der Rahmen unserer Veranstaltung war Werner POHLE wert, im Namen des Barocktheaters und dessen Tanzgruppe ihrem Freund Dieter SCHLEGEL herzlich für seine Arbeit als Tanzmeister zu danken, die sie letztendlich zu ihrem großen Auftritt nach Bayreuth und zu einer triumphal aufgenommenen Tanzdarstellung führte. Über diesen Erfolg freuten wir uns mit, zumal wir uns bereits ein Video hierzu anschauen konnten. Im Vortrag und den Begegnungen danach wurde wiederum klar, dass es viele Gemeinsamkeiten gibt, und daher werden sich alle Barockfreunde, die gewillt sind am gemeinsamen Strang zu ziehen, in Bälde in einer IG zur Barockpflege wiederfinden. Zunächst aber fanden sich alle an gedeckter Tafel wieder und der Schankwirt kredenzte Speisen, wie sie schon um 1700 auf hochherrschaftlicher Tafel aufgetragen wurden: Kräuterbouillon gefolgt von Wachtel in Brotteig auf gedünsteten Kohlrabischeiben und einer delikaten Sahne-Kräuter-Tunke, abgeschlossen durch ein Dessert in Form eines barocken Gebäcks, ähnlich heutigem Apfelstrudel, als überraschender Nachtisch. „Deliziös", so meinten wohl die Gourmets in Robe und Zivil, und der Köchin „sey gar fiehler Dank zu zollen". Langsam leerte sich dann der Saal und nur einige unentwegte Robenträger hielten noch bis in späte Nacht aus und klönten über dies und das, ließen manches Erlebnis während den Biwaks aufleben, sprachen über Zukunftspläne und über das oft so schwierige Thema >>Zwischenmenschlichkeit<<. Der Nachmittag und Abend des 16. Januar anno des Jahres des Herrn 2010 zeigte, wie einfach und freundschaftlich man dennoch miteinander umgehen kann und wie man bei solchen Gelegenheiten das Gehör gegen jegliche Missklänge verliert - unter unseren DREISPITZEN stecken diesbezüglich klare Köpfe. An dieser Stelle danke ich allen unseren Freunden und Gästen, die uns die Ehre gaben und mit Interesse am Vereinsleben des TDB teilnahmen, auch dem Wirt Olli und seinem Team, dem Haus der Begegnungen für das gewährte Gastrecht in ihrem Saal, den DNN für die Ankündigung unserer Veranstaltung (wir wissen jetzt, welche unsere Heimatzeitung ist!), den Freundinnen und Freunden des Vereins für viele unvergesslich schöne Gemeinsamkeiten und nicht zu vergessen der Dank an Silvia WEISE, die mit viel Mühe und Liebe und den Fotos des ollen Cämmerers SCHWABE, eine wunderbare Beamer-Präsentation zusammenstellte und mit gekonnten und wohlgesetzten Worten kommentierte. Auf ein Neues im Januar 2010 ist mir nicht bange. Das vor uns liegende Jahr wird vieles zu bieten haben und Sie/ Ihr als Besucher dieser Seite sollt auch weiterhin daran teilhaben können. Das meint der Verfasser dieser Zeilen - Bernd Schwabe / Schriftführer des TDB  (Fotos: Bernd Schwabe/ Adrian Jäkel)



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