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Der TDB beim 7. Teschen- Markt in Hoyerswerda, 14.-16-12.18

Der Adventsmarkt der Reichsfürstin – 14. – 16. 12. 2018

 

Als Hofstaat beim Teschen- Markt in Hoyerswerda

Schon seit 7 Jahren gibt es in Hoyerswerda den Weihnachtsmarkt, der nach der einstigen Lehnsherrin der heuer 750 Jahre alten Stadt, den Namen >>Teschen- Markt<< erhielt. Beim 1. Markt diesen Namens begleitete die Reichsfürstin von Teschen (Renata LINNÉ) lediglich der Cämmerer (Bernd SCHWABE) und gemeinsam fuhren sie damals vor und eröffneten den Adventsmarkt. Mit den Jahren wuchs der Hofstaat, der der Fürstin die Ehre gibt und so hatte Urszula Katarzyna Prinzessin Lubomirska Reichsfürstin von Teschen (Cornelia SCHNIPPA) heuer 13 Hofschranzen im Gefolge.

Erstmals beehrte auch Charlotte Christiane Zarewna von Russland (Arina) mit ihrer Oberhofmeisterin Gräfin von Roo (Natascha), von Warschau kommend, die Reichsfürstin in Hoyerswerda. Auch die ehrenwerte Marie Sophie Helene Gräfin zu Köstritz (Martina HELBIG) gehörte diesmal zum Gefolge.

Aber ehe der Hofstaat mit der gastgebenden Fürstin ins Marktgeschehen eintreten konnte, hieß es erst einmal ankommen.

In voll beladener Chaise trafen Freitag gegen 13:00 Uhr Nadin, Natascha, Arina, Bernd und die kutschierende Regina an der neuen Unterkunft ein. Hier nun ging es auf „Hühnerleitern“ in die angemietete Ferienwohnung hinauf. Etwas später folgten auch Annerose uns Siegmar und unser Rudi, der in Leipzig in die Bahn gestiegen war und bis zur Endstation Hoyerswerda durchfahren konnte. Nach getaner Arbeit gesellten sich dann am frühen Abend auch noch Frank und Silvia dazu.

Zwar war das Quartier nur wie über einen Klettersteig in Besitz zu nehmen, aber dafür war es aufs modernste eingerichtet und wie eine Maisonette- Wohnung aufgeteilt. Modernstes Bad und in jeder Etage ein WC gehörten ebenso zur exquisiten Einrichtung, wie auch ein Billardtisch, den wir im Laufe unseres Hiersein auch ausgiebig benutzten.

Während wir uns in Robe schwangen um zum Marktplatz zu pilgern, wo uns die Reichsgräfin huldvoll begrüßen wollte, holte Regina unseren Rudi vom Bahnhof und dekorierte das Weihnachtsbäumchen unseres TDB- Standes, der in unmittelbarer nähe der 12m hohen Weihnachtsfichte für uns reserviert war.

Gegen 17:00 Uhr trafen wir uns mit dem OB Stefan SKORA, und dem Hauptorganisator seitens der Lausitzhalle Herrn Dirk ROLKA. Beide Herren begrüßten den Dresdner Hofstaat und geleiteten ihn zur Bühne, wo schon der überdimensionale Weihnachtsstollen von Bäckermeister PIEPRZ auf seinen Anschnitt wartete. Auch der liebe Weihnachtsmann (Reinhold FLADE) hatte sich uns angeschlossen und war beim Zerlegen des weihnachtlichen Backwerkes genau so emsig bei der Sache wie die Fürstin und die beiden Herren.

Auf und vor der Bühne nahmen nun der OB, der Vertreter der Lausitzhalle, der olle Weißbart, die beiden sorbischen Helferchen und das Bescherkind Aufstellung und Herr SKORA eröffnete den Teschen- Markt 2018.

Für uns war der Tag nach nochmaligem Rundgang über den, heuer bis auf die Kirchstrasse reichenden Adventsmarkt fast gegessen, doch im wörtlichen Sinne trieb es uns noch in das Asia- Bistro, was sich schon während unseres sommerlichen Mitwirkens bei 750 Jahre Hoyerswerda positiv empfohlen hatte. Inzwischen waren Weises eingetroffen und dinierten mit uns bei Pekingente, Frühlingsrolle, Heißer Platte und diversen anderen fernöstlichen Köstlichkeiten.

Den Tagesabschluss gab es im Quartier bei allerlei Knapperzeugs, schöngeistigen Getränken, barockem Kartenspiel und einigen eingelochten Billardbällen. Einige der Senioren zogen sich „früh“-zeitig zurück, wobei unser Rudi schwer zur Ruhe kam. Seine Schlafstatt gab zweimal ihren Geist auf und musste wieder hergerichtet werden.

Der Samstagmorgen begann mit einem opulenten Frühstück, - unsere Vorsitzende hatte reichlich Proviant besorgt und alle langten kräftig zu. Danach holte Regina unsere Elke METZNER (Erdmuthe Dorothea Gräfin von Zinzendorff) von der Poststation ab. Die Postkutsche (DB) war pünktlich und Elke konnte sich noch bei einem zweiten Frühstück tunlichst stärken.

Die Jugend umkreiste derweil den Billardtisch, der, Regina zur Beruhigung, unseren Volkssport alle drei Tage ohne Blessuren überstand.

Doch dann hieß es in die Roben zu steigen. Zunächst beschnorchelten wir unseren Info- Stand, querten den noch ruhenden Markt, besuchten das Kino >>CineMotion<< und standen pünktlich 13:00 Uhr auf der Bühne, wo wir eine Tanzprobe absolvierten. Mittlerweile war eine weitere Chaise aus der Residenz angekommen. Ihr entstiegen Carl Friedrich Freiherr von Erdmannsdorff mit seiner Gemahlin Erdmuthe Sophie (TENNERTs) und die Gräfin zu Köstritz (Martina HEBING). So konnten wir die Gastgeberin Reichsfürstin von Teschen vollzählig begrüßen.

15:00 Uhr nahmen wir von der Bühne Besitz und nach der Begrüßung der Fürstin und der Vorstellung ihrer adeligen Gäste gaben Hofsängerin und Gräfin Königsmarck (Zweitstimme) ein Weihnachtslied zum Besten. Danach formierte sich die Tanzgesellschaft zum lange geprobten ersten und schnellen Gassentanz, dem nach einen weiteren Lied ein zweiter, etwas ruhigerer Gassentanz folgte. Die Akteure waren beglückt, dass alles so perfekt saß. Also haben sich unsere fleißigen Proben sehr gelohnt. Besonders unserer 13jährigen Zarewna Arina und ihrer Mutti Natascha, muss besonders gedankt werden, denn so lange machen sie noch nicht mit. Das zur dieser Stunde noch etwas spärliche Publikum bestätigte uns mit Händegeklapper und anerkennenden Wort, dass wir richtig liegen. Was kann mehr aufbauen?

Da diesmal die Verpflegungsbons frühzeitig ausgegeben wurden, konnten wir nun im erwachten Teschen- Markt manche Leckerei, - gebraten oder würzig erhitzt, probieren. Glühwein und Punsch schärften unsere Blicke und wir hielten schon mal Ausschau nach den drei am schönsten weihnachtlich dekorierten Ständen. Einfach war das nicht, aber die dann am Sonntag auf der Bühne prämiert wurden, hatten es alle Drei verdient. Hätten wir die nicht oder nur äußert spärlich dekorierten Stände finden müssen, wäre es bedeutend einfacher gewesen. Zwar war der Markt heuer weitläufiger aber nicht unbedingt anheimelnder. Aber ansonsten kann überwiegend nur Gutes gesagt werden.

Mit der Dämmerung kam die großzügige und dekorativ eingesetzte Beleuchtung sehr gut zur Wirkung und damit wurden offensichtlich die Besucher angelockt. Uns schien es ein besserer Besuch als im Vorjahr gewesen zu sein.

Unser zweiter Besuch im >> CineMotion<< konnte unsere freundschaftliche Verbundenheit mit den Kino- Urgestein Herrn SPRECHER unterstreichen, denn nun war er da und begrüßte uns freudig und in Herzlichkeit und natürlich auch mit einem perlenden Getränkt. Leider war unsere Zeit bemessen, denn wir hatten noch der Fürstin über ihren Markt zu folgen. Regina schaffte zwischendurch unsere Elke zur Bahn.

Gegen 19:00 Uhr wartete im Ratskeller unser vorbestellter Tisch und wir genossen was die italienische Küche zu bieten hatte. Trotz großem Andrang wurden wir gut, - so wie das der Adel erwarten kann (lol), bedient und gesättigt.

Nach dem wir auch Günther, Heidrun und Martina verabschiedet hatten, ging es schnurstracks (es war inzwischen unangenehm frisch) zum Quartier, wo Spiele und Billard auf uns warteten. Und irgendwann in der Nacht hatte das Warten auch für unsere Schlafkojen ein Ende.

Der Sonntag begann wieder mit einem üppigen gemeinsamen Frühstück und danach mit einer lustigen Kartenklitschrunde, Lockerungsübungen alter Genicke durch die kräftigen Hände einer gewissen Domina und dem Studium von regionalen Veranstaltungsprogrammen.

Danach ging es schnell in die Roben und im Gefolge der Reichsfürstin über ihren Adventsmarkt. Eine Stunde eher als am Vortag konnten wir unsere Tanzkünste, oder was davon zu halten ist, auf der Bühne zeigen. Es zeigte sich, dass es für unser Programm zu zeitig am Tage war. Wenn ringsum die Lichter brennen, wirken unsere Weihnachtslieder und unsere Tänze besser, was wir im Vorjahr gesehen haben. Trotzdem kamen wir auch heute gut an.

Nach unseren Darbietungen baten wir die Preisträger des Wettbewerbs >>Schönster Stand<< auf die Bühne.  Den dritten Platz heimste der „Bierbaron“ mit seiner netten Holzburg ein. Ihm folgte die Jugendfarm in der Kirchstrasse mit ihrer wirkungsvollen Dekoration und den (einigermaßen) artgerecht untergebrachten lebenden Exponaten. Sehr schön. Den Sieg aber konnten die beiden Kettensäge- Künstler mit ihrem Angebotsstand und ihren tätigen Demonstrationen davontragen. Die beiden sympathischen jungen Männer hatten den ersten Preis redlich verdient.

Als der Markt dann im hellsten Lichterglanz erstrahlte, war von uns getan, was getan werden musste. Wir machten noch eine Runde und ließen uns von der Teschen verabschieden. Im Quartier gab es noch eine gemütliche Abendbrotrunde und noch etwas Sport mit der Stange und auch noch ein paar Runden Kartenspiel. Auch der erste Teil unserer Bagage wurde verstaut und dann wurde das Ohropax gespitzt und… das war der 7. Teschen- Markt und für uns ein Erfolg und eine Freude.

Der Montagmorgen brach für einige von uns früh an, da unsere drei Berufstätigen sich noch an ihrem Arbeitsplatz zu zeigen hatten. Das Verbringen unseres umfangreichen Gepäcks war über die „Hühnerleitern“ und Wendeltreppen eher eine artistische Hochleistung als ein gemütliches Verbringen.

Dann hatten wir es geschafft, Rudi erreichte seinen Zug rechtzeitig, Siegmar steuerte die erstbeste Tankstelle an, erwarb die >>Hoyerswerdaer Rundschau<< und erfreute sich an dem großzügig bebilderten und sehr gut geschriebenen Artikel über unser Mitwirken beim diesjährigen Teschen- Markt freuen.

Und Regina chauffierte den Rest der Truppe gut wieder in die Residenz und sich zu ihrer Berufstätigkeit.

Wir alle sind wohl ungeteilt der Meinung, wieder ein schönes Wochenende in Hoyerswerda erlebt zu haben und der nächste Markt der Teschen sieht uns wieder, wenn man uns wieder haben will. Text: Bernd Schwabe, Fotos: Bernd Schwabe/Frank Weise und Regina Schwabe (eingestellt am 21. 12. 2018)       

 

 

 

 

 

 



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