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AKB- Stammtisch am 12.11.2017

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Letztes Treffen des Arbeitskreises Barock in Sachsen am 12.11.2017 im Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“

Es hatten sich in diesem Jahr 2017 die Termine für AKB- Stammtischtreffen schon merklich verringert, was wohl kaum mangelndem Gesprächstoff, aber schwindender Teilnahmefreudigkeit geschuldet war. Nun im November war wieder zu einem Treffen eingeladen worden, - Gesprächsrunde am Stammtisch und anschließendes Flanieren.

Wir trafen uns traditionsgemäß im Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“, wo gegen 11:15 Uhr unsere Runde vom Präsidenten Wolfgang PETZOLDT eröffnet wurde. Die Teilnehmerzahl war mit 7 Personen sehr überschaubar und begründete damit teilweise den von Wolfgang gestellten Antrag zur Auflösung unserer lockeren Personenvereinigung.

Der Antrag, den auch der Rezensent als Leitungsmitglied (Secretarius / Schriftführer) mit trägt, kam nicht unbedingt überraschend. Die einstige Gründung am 24.02.2010 bezweckte das Zusammenrücken der Barockdarsteller Dresdens und darüber hinaus auch der Darsteller in sächsischen Landen. Waren zur Gründung und in der Anfangszeit des AKB auch Vereine, Interessengemeinschaften und Einzeldarsteller von außerhalb der Landeshauptstadt dabei, beschränkte sich unser Wirkungskreis bald (fast) ausschließlich nur auf Dresden und Umgebung. Damit war klar, dass wir in Breitenwirkung kaum alle Gleichgesinden unseres Freistaates erreicht haben. Dennoch erreichten wir eine engere Zusammenarbeit, - wobei diese Unternehmungen vornehmlich vom TDB angeregt, gesteuert und dazu eingeladen wurde. Einige Einladungen kamen auch von der IG „Barock 1690“. Einbeziehungen in Veranstaltungen anderer Darstellerkreise waren Stückwerk, von manchem Event erfuhr die Mehrheit des AKB erst im Nachhinein. Dabei konnte man sich oft des Eindruckes nicht erwehren, dass hierbei Geheimnistuerei betrieben wurde. Andererseits wurden die ansonsten angebotenen Veranstaltungen gern zur eigenen Darstellung genutzt. Unsere Barockmessen, - vom TDB angeregt und veranstaltet, waren nicht nur Besuchermagneten, sondern auch Treffpunkte der Barock- Hobbyisten. Stets liefen diese Veranstaltungen in Harmonie und Freundschaft ab. Auch das gemeinsame Flanieren hatte seine Anhänger, wobei die fast 40 Flanierteilnehmer der Anfangszeit kaum wieder erreicht wurden. Neben dem TDB gibt es in Dresden einen weiteren leistungsfähigen Barockverein, der bis zum Tage der AKB- Auflösung nicht zum Beitritt zu bewegen war, - wobei wohl Konkurrenzdenken ausschlaggebend war. Was uns zusammenhielt und in der Gemeinschaft viel Spaß und Freude bereitet hat, ist hier in den einzelnen Jahrgängen der Galerie, in Wort und Bild für Nostalgiker nachzuvollziehen.

Wie gesagt, wir bündelten Aktivitäten, schworen uns zur Gemeinschaft Gleichgesinnter ein und sprachen miteinander. Wenn nun die Auflösung beschlossen wurde, - der Vorschlag des Dreierteams des AKB- Vorstandes wurde einstimmig von den Anwesenden unterstützt, so geschah das gerade in dem Moment, wo die Gefahr eines unkittbaren Auseinanderkonvergierens der AKBer zu befürchten war.

Jeder kann nun ganz bestimmt in seiner Eigenständigkeit agieren, ohne den Grundgedanken der Gemeinschaftlichkeit aus den Augen verlieren zu müssen.

Wenn die Notwendigkeit der Beratung gemeinsamer Themen besteht, dann werden sich die Hobbyfreunde auch künftig treffen. Auch ohne AKB wird es viel Gemeinsames geben, was Freundesbande erhält oder schafft und uns allen dienlich ist.

Am 18. Februar 2018 wird es zum Jahresauftakt eine Tischrunde geben, wo Gemeinsamkeiten ausgelotet werden können, oder etwaige Unstimmigkeiten ausgeräumt werden sollen.

Bevor hier der Wortlaut der Auflösungsbegründung durch unseren bisherigen Präsidenten Wolfgang PETZOLDT zitiert wird, möchte ich ihm dafür danken, dass er als kleiner Kapitän auf großer Fahrt unser Schiff AKB um manche Klippe gesteuert und an mancher Sandbank vorbei manövriert hat, manch hohe Welle gebrochen und ruhiges Fahrwasser suchte und (oft auch) fand.

Ebenfalls möchte ich unserer Freundin Sonja BADERSCHNEIDER für ihr Tun an der AKB- Spitze danken.

Natürlich ist auch den Freundinnen und Freunden zu danken, die unentwegt, ohne auf Widrigkeiten zu achten, den Weg des AKB begleiteten und sein Wirken lebendig machten.

Begründung der Abstimmung zur sofortigen Auflösung des AKB von Wolfgang PETZOLDT (gekürzt):

„In Absprache mit den andren beiden Vorstandsmitgliedern des AKB, bekunden wir unseren Willen, den AKB in seiner bisherigen Form aufzulösen. Der Vorstand (Präsidium) tritt damit gleichzeitig von seinen Funktionen zurück.

Das bedeutet nicht, dass wir uns vor der Verantwortung drücken, keine Lust mehr haben oder eine Zusammenarbeit der Barockszene generell ablehnen.

Wenn wir die Lage nüchtern und vorurteilsfrei einschätzen, werden wir zu dem pragmatischen Ergebnis kommen, dass dieser Schritt jetzt notwendig, wenn nicht gar überreif ist. Die Bedingungen heute sind nicht mehr die, wie sie zur Gründungszeit des AKB erforderlich waren, - die damals anstehenden Aufgaben sind im Wesentlichen erfüllt.

Es gibt keine unüberwindlichen Hindernisse mehr zur militärischen und zivilen Darstellerszene… Im Gegenteil, Darsteller der Barockszene zeichnen sich durch das Zusammenwirken mit Militärdarstellern aus.

Wir haben aber unmissverständlich und allseits deutlich gemacht, dass wir nicht wenige sind und daher auch nicht übergangen werden können… Das Gemeinsame muss lockerer gestaltet werden. Vereinsinterna muss in den Vereinen oder IG’s bleiben, damit gute Beziehungen nicht in die Brüche gehen und uns dadurch das Personal für unsere gemeinsamen Aufgaben ausgehen….

Abschließend und zusammenfassend sei gesagt, dass die jetzige Organisationsform des AKB nicht mehr zeitgemäß ist und beendet werden muss. Hingegen darf die Zusammenarbeit bisheriger Partner nicht beendet werden, was aber nicht in irgendeiner Organisationsform erfolgen muss. Ich schlage vor… Vorschläge einer praktischen und ideellen Zusammenarbeit auszuarbeiten und ggf. in Vereinsgliederungen vorzuberaten. Termin zur näheren Beratung könnte der 18. 02. 2018 sein.“

Nach einer kurzen Diskussion, die deutlich machte, dass diese Lösung im Interesse aller (Anwesenden) ist, und der Erörterung einiger terminlicher Fragen, konnte der offizielle Teil der Beratung beendet werden.

Das Wetter war schlecht und gleich mehrere Stammtischteilnehmer hatten gesundheitliche Probleme, sodass nur vier Barockfreunde zur Flanierrunde aufbrachen. Die Runde war allerdings, wahrhaftig wetterbedingt, nur kurz und führte sogleich zur Eierschecke und einem Tässchen Heeßen. Text, der nicht unbedingt identisch mit der Meinung des bisherigen AKB- Vorstandes sein wird: Bernd Schwabe, der auch die Fotos gemacht hat. (eingestellt am 15.11.2017)

  

 

 



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