Print This Page

Silvesterkegeln 2015

Wir kullern uns aus dem alten Jahr

Unser Silvesterkegeln im Historischen Gasthaus „Hubertusgarten“

Auch wenn wir in den Vorjahren mit größerer Truppe anrückten und unser Häufchen heuer recht überblickbar war, der Spaß, den wir mit den Kugeln und miteinander hatten, war ungebremst groß und stand dem der bisherigen Kegelabende in nichts nach.

Zwar gab es Irritationen mit dem Beginn, aber gegen 18:30 Uhr waren wir dann vollzählig versammelt und bereit, eine „ruhige Kugel“ zu schieben.

Wir, das waren Bosens (Wolfgang PETZOLDT, Christine BARTEL) mit Bruder Christian, Gudrun „Gudi“ SCHREIBER und unser Tanzmeister Dieter SCHLEGEL, sowie wir zwei SCHWABEn Regina und Bernd.

Ich muss sagen, dass wir leider in kleiner Gruppe blieben. Die Resonanz nach dem letzten Kegeln zu Silvester war so positiv, dass zu erwarten war, dass die (von mir) gemeldeten 15 Personen auch tatsächlich anwesend wären. Da es im TDB, außer uns, offenbar kein Kegelinteresse gibt, werden wir künftig auf privater Basis unsere „ruhige“ Jahresausklangskugel schieben, was dann auch etwas kostengünstiger sein wird.

Nun aber legten wir richtig los. Spaß pur war mit auf der Bahn, - wer unseren (sonst) so ruhigen Tanzmeister Dieter SCHLEGEL kennt, der wird kaum glauben, was der für eine Fetzrübe sein kann. Auch „Gudi“, uns sonst eher verschlossen vorkommend, ging voll aus sich heraus und schob die Kugel freudvoll mit unerreichbarer Grazie. Der olle SCHWABE verteidigte seinen Titel des „Rattenkönigs“ erfolgreich, ohne den Schlusslichtplatz einnehmen zu müssen, - zumindest nicht alleine, denn es gab drei punktgleiche Fünfer… Na und die SCHWÄBIN hatte dreifache lilafarbene Schwungmasse, was ihr erneut Platz 3 einbrachte.

Kegeln macht Appetit und so taten wir uns an dem gütlich, was Küche und Keller des „Hubertusgartens“ zu bieten haben. Beim Rezensenten brachte es wieder ein Baby- Karpfen auf den Teller und ringsum roch es nach leckerem Wildbraten.

So gestärkt ging es in die zweite Runde. Dabei erfanden wir eine neue, vielleicht künftig olympische, Variante des Asphaltkegelns. Hierbei wurde der Allerwerteste zu den Kegeln gedreht und diese durch die Beine rücklings anvisiert. Namensvorschlag war „Rektalkegeln“. Wir wissen nicht, ob sich dieser Name und dieser neue Sport durchsetzen werden.

Unser sportliche Begehren wurde vom Wirt auf 23:00 Uhr begrenzt, sodass wir bald zu den letzten Stößen kamen. Der Maitre de dance spendierte eine Flasche Sekt, mit dem wir auf das alte Jahr angestoßen haben, - in der Hoffnung, dass jeder den 2015 eingeschlagenen Weg auch im neuen Jahr entsprechend seinen Erwartungen weitergehen kann. Wir, die wir hier bei St. Hubertus versammelt waren, werden es bestimmt können, - vielleicht sogar mit etwas mehr Ruhe und Gelassenheit.

Regina verteilte noch ein paar Glücksbringer, - die ja zur Realisierung eben gesagtem, nicht ganz unwichtig sind. Auch der überaus freundliche Ober, der uns seit Jahren gut gastronomisch versorgt, wurde damit bedacht.

Dann erfuhren wir noch eine ganz besondere Freude, als unser König und Kurfürst (Werner POHLE) erschien, um uns im alten Jahr noch mal zu umhalsen und um für das künftige Jahr beste Wünsche darzubringen. Gern hätte Werner mit uns eine „ruhige“ Kugel geschoben, aber diesmal war er durch seine Rolle in einem Theaterstück gebunden und schaffte nur das Überbringen seiner Glückwünsche.

Als wir uns dann verabschiedeten, waren wir in sehr gehobener Stimmung, - auch der Cola- Säufer, sodass wir nicht wie geplant den Nachhauseweg nahmen, sondern Zwischenstation in Christines Puppenstube machten. Wir, sowie Christian, und Dieter stießen mit Christine und Wolfgang pünktlich 12:00 Uhr auf das nunmehr beginnende neue Jahr an und zementierten dabei unsere guten Vorsätze (vom „Hubertusgarten“), fügten neue hinzu und überhaupt waren wir im höchsten Maße positiv geladen.

Von Christines Balkon aus konnten wir die Knallerkanonaden, mit denen das neue Jahr begrüßt wurde, beobachten und versenkt riechende Luft atmen. Nach einer kurzweiligen Plauderei und noch ein paar Schnittchen, brachen wir dann zum Heimweg auf. Vorher lieferten wir noch Dieter und Christian Dorheeme ab… Als wir nach 2:00 Uhr in unserer Hütte am Fuße der „Gorbitzer Kalkalpen“ anlangten, schwirrten lange noch immer einige Raketen und Knaller durch die Luft. Der Dreck, den die Knallhörner danach stets hinterlassen, der braucht noch viel länger, ehe er verschwunden ist.

Gegen 3:00 Uhr hat uns dann die Bettdecke begraben und uns erschien im Traum … Das aber werden wir erst zum nächsten Jahresende realisieren. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 04.01.2016)

 

 

 



Zurück