Print This Page

Beim 2. Hoyerswerdaer Teschenmarkt vom 13. - 15. 12. 2013

 

      Hoyerswerda etabliert seinen Weihnachtsmarkt der eigenen Art (13. - 15.12.2013)

Reichsfürstin im Doppelpack – Namensgeber für den Teschen- Markt

Im vergangenen Jahr waren wir, - Renata LINNÈ  und der Rezensent, als gewissermaßen Vorhut für 2013, schon beim gerade frisch etablierten Hoyerswerdaer Weihnachtsmarkt, dem so genannten >>TESCHEN-MARKT<<  dabei. Renata wurde vom Veranstalter des Marktes, der Lausitzhalle GmbH, als Urszula Katarzyna Lubomirska Reichsfürstin von Teschen engagiert und ihr zur Seite der Kämmerer S.K.M. August II. Wir meinten damals, dass es doch gut wäre, wenn sich im Gefolge der Teschen mehr als nur ein Hofadeliger befände. Also wurde dem Veranstalter ein diesbezüglicher Vorschlag unterbreitet, der in Hoyerswerda ein positives Echo fand, - auch bei unseren Vereinsfreunden. So waren wir also beim 2. Teschen- Markt als TDB dabei, und zumindest ich von den „Vorreitern“, bewerte unser Mitwirken als äußerst positiv. Wir hatten überwiegend viel Spaß dabei und wollen alles andere schnell vergessen.

Aber berichten wir der Reihe nach.

Im Vorfeld der Veranstaltung bemühten wir uns um Quartier, da, im Gegensatz zu 2012, unser Mitwirken nicht nur eintägig, sondern über alle drei Markttage erfolgen sollte, -  also von Freitag, den 13. bis Sonntag, den 15. 12. 2013. Da der Markt am Sonntag erst 19:00 Uhr seine Pforten schließen würde, beschloss ein Teil von uns, erst am Montag die Heimreise anzutreten, da wir auch am Sonntag bis zum Marktende ausharren wollten. Der Veranstalter unterstützte uns bei der Suche einer geeigneten Unterkunft (unsere Ansprüche sind nicht überspitzt – siehe „Gemischte Sauna“) und so hatten wir in der Pension „Pinguin“ ein gutes Nachtlager in petto.

Bei kaum winterlich zu nennenden Wetter trafen wir, Regina SCHWABE (Hofsängerin de Moretti) am Steuer und den Mitfahrern Rudolf FRITZSCHE (Philipp I.), Siegfried SCHURA (Graf v. Bünau) und Bernd SCHWABE (Kämmerer) zur Mittagsstunde mit dem Auto an unserer Pension ein. Wenig später konnten wir auch die JACOBS, Veronika und Gerd (Freiherrenpaar von Spörcken) begrüßen. Da das Café „Pinguin“ auch eine sehr empfehlenswerte Küche hat, wurde zunächst ausgiebig geschlemmert, bis wir von der nunmehr, sich in Begleitung der Baronin von Zetau (Renate AL ATRASH) befindlichen, Reichsfürstin (Renata LINNÉ) auf- und in die Kledage gescheucht wurden. So konnten wir den kurzen Weg von kaum 5 Minuten bis zum Ort des Geschehens, dem Teschen- Markt, bereits gegen 15:00 Uhr, in aller Ruhe nehmen.

Nach dem wir uns im Organisationsbüro beim Projektleiter des Weihnachtsmarktes Marcel LINACK vorgestellt hatten und eine kurze Einweisung erhielten, begaben wir uns zum ersten Rundgang über das Festgelände. Dabei kam unsere wohllöbliche Hofsängerin (Regina SCHWABE) nicht am Glücksladen vorbei, denn der Hofadel hatte beschlossen, gemeinschaftlich Lottozahlen anzukreuzen. Auch wenn es seinerzeit schon unter August dem Starken die erste Lotterie im Kurstaat gab, - woraufhin man schließen mochte, nun endlich mal die 6 richtigen Treffer zu landen, - sei vorweggenommen, dass uns das Glück nicht hold war, - zumindest bezüglich des Glückspiels nicht. Nach und nach füllte sich der Weihnachtsmarkt mit Publikum und die meisten Stände hatten ihre Laden geöffnet. Aber erst mit einsetzender Dämmerung, die die Lichter glänzen ließ, kam die rechte Weihnachtsmarktstimmung auf. Eine Stunde nach Öffnung des Teschen- Marktes, gegen 17:00 Uhr, gab es dann, nach Einfahrt der reichsfürstlichen Kutsche, auf der neben der Fürstin auch ihr hoher königlicher Gast , der Prinzregent von Frankreich Philipp von Orleans und Anjou (Rudolf FRITZSCHE) und der Fürstin Kämmerer Bernhardt Heribert Graf von Schwabe zu Nau (Bernd SCHWABE) einfuhren,  die offizielle Eröffnung mit Anschnitt des überdimensionalen Stollens durch den Weihnachtsmann (Reinhard FLATHE),- assistiert durch den Hoyerswerdaer OB, Herrn Stefan SKORA (CDU) und der Namensgeberin des Marktes, der hochgeborenen Urszula Katarzyna Prinzessin Lubomirska Reichsfürstin von Teschen (Renata LINNÉ). Der Andrang war groß und es blieb kein Krümel des traditionellen Weihnachtsbackwerks übrig. Inzwischen war es Nacht und der Lichterglanz des Teschen- Marktes,  der Geruch von Glühwein und Gebrutzeltem ließen weihnachtliche Vorstimmung aufkommen. Der Hofstaat begleitete die Lehnsherrin über den Markt und war bei der Bewertung der Marktstände behilflich. Dabei lernten wir eine sorbische Kunsthandwerkerin in Tracht und mit ihren bestrickenden Erzeugnissen aus Schafwolle kennen und wechselten manches nette Wort. Bei der Begegnung mit dem sorbischen Christkind (Bescherkind) >Jansojski bog< ging es ruhiger zu, denn dieses darf nicht reden und man darf es auch vom Angesicht nicht erkennen, wenn der Streich mit der Birken- oder Haselrute Glück bringen soll. Schön, dass wir diesen traditionellen Brauch der Sorben und Wenden kennen lernen konnten. Von der Begleiterin des Bescherkindes  erfuhren wir, dass man als Mädchen zu solchem nur dann kommt, wenn man im Jahr nach heurigem Weihnachten Heiratspläne hat… Während unseres Marktrundganges, der uns an einem guten Mix von Handwerker,- Händler- und Imbissständen vorbeiführte, und auch während der Audienz der Reichsfürstin, erklang von der Rathaustreppe weihnachtliche- und bergmännische Blasmusik von den Bläsern des „Orchesters Lausitzer Braunkohle e. V.“  Es blieb uns und dem Publikum nicht verborgen, dass sich zwischen mehreren Stücken auch die Stimme unserer Hofsängerin hören ließ. Trotz dieser ungeplanten Improvisation hat das sehr gut geklappt, was lobendes Erstaunen der Blasmusiker erzeugte.

Gern folgten wir der Aufforderung der Organisatoren, uns am >Lebenden Adventskalender < zu beteiligen. Die Reichsfürstin entführte uns in die Gassen der Altstadt, wo wir uns hinter einer großen hölzernen Toreinfahrt versammelten. Jeden Tag, vom 1. bis zum 24. Dezember, verteilt über die ganze Altstadt, wird aus den verschiedensten Türen, Toren und Fenstern eine Adventsüberraschung entlassen. An diesem Freitag, den 13. 12. 13, war das die Standesherrin Hoyerswerdas Reichsfürstin von Teschen und der sie begleitende Dresdner Hofstaat. Staunen auf beiden Seiten, als sich das Tor öffnete. Wir staunten über das Gewimmel der vielen freudigen Kinder und selbige staunten über die Damen und Herren in ihren ungewohnten Gewandungen. Auch ihnen sang die Hofsängerin ein passendes Lied und freute sich über das Mitsingen der Kleinen und ihrer Eltern. Dann belegte die Fürstin die ganze Rasselbande mit Beleg und aufmerksam- staunend hingen diese an den fürstlichen Lippen und die Augen leuchteten noch mehr, als die Teschen ihre selbst gebastelten Geschenke verteilte. Es ist immer wieder berührend, wie einfühlsam es Urszula Katarzyna – Renata LINNÉ gelingt, die Herzen der Kinder zu erobern. Mit den ollen Leuten des Hofstaates hatte es sie da etwas schwerer, diesen zusammen zu halten…

Zu viele neckische Dinge erregten die Aufmerksamkeit der Hofleute, die gern mal dem strengen Regeln des Hofprotokolls entfliehen und sich an Gesprächen mit den Einheimischen, an den Auslagen der Marktbuden, am Glühwein oder Punsch, an Bratwurst oder „Klitschern“ ergötzen wollten, so dass die gestrenge Fürstin manchmal ihre liebe Not hatte…

Der Weihnachtsmann mit seinen Helferinnen, der hatte es einfacher. Ihm wurde nicht entflohen, - im Gegenteil, ihm flogen (nicht nur) die Kinderherzen zu und reduzierten den süßen Inhalt seines Jutesackes. Hier sei angemerkt, dass es sich beim Hoyerswerdaer Weihnachtsmann um einen ganz und gar liebenswerten Vertreter seiner Gattung handelt, - was er auch hinter den Kulissen des Markttreibens als Reinhard FLATHE so blieb.

Der Herzog von Orleans und der Graf von Bünau, beide kurz vor den 80ern, hatten wacker mitgehalten, aber irgendwann wollten die alten Füße nicht mehr und so strebten sie dem Quartier zu. Der restliche Hofstaat blieb der Reichsfürstin bis zum Marktende 21:00 Uhr treu und drehte noch manche Runde und erfreute damit die Hoyerswerdaer und ihre Gäste. Auch die fürstlichen Rösser hatten Sehnsucht nach dem heimatlichen Stall und so bestiegen die Teschen und ihre Hofdame Baronin von Zetau die Chaise und die Hofleute gaben ihnen ein Lebewohl mit auf den Weg…

Die Hofgesellschaft begab sich alsdann zum „Palais de la Pinguine“, wo sie die beiden Altvorderen Rudi und Siggi im Ermattungstiefschlaf  vorfanden. Zu so „früher“ Stunde musste sie sich selbst aber erst mit einem gewissen Quantum schöngeistiger Getränke die nötige Bettschwere antrinken… „Schnarch, schnarch“…

Im Kastenbett gut über die Nacht gekommen, erwartete uns ein reichhaltiges Frühstück und ein weiterer sonniger Dezembertag ohne jeglichen winterlichen Anflug.

Es blieb nicht verborgen, dass die Hoyerswerdaer Aquarianer, an diesem Samstagvormittag, eine ihrer beliebten Zierfischbörsen in der Lausitzhalle durchführen wollen. Da wir uns erst gegen 12:00 Uhr zum Teschen- Markt bewegen wollten, war genügend Zeit, dort alte Freunde und Bekannte zu treffen und zu konstatieren, dass die dort angebotenen Zierfische in bester Qualität und Verfassung sind. Da unser französischer Gast Philipp I. (Rudi) schon während der Herfahrt seinen Appetit auf Anguilla anguilla kundgab, brachte ihm der Kämmerer eine geräucherte Kostprobe des edelfischigteuren Wasserbewohners mit Doppel- A im Namen mit, - allerdings nicht aus, sondern vom Wochenmarkt vor der Lausitzhalle. „Schmatz, schmatz“.

Dann lenkte die Hofsängerin ihre Kutsche zum Bahnhof, um dort die ehrenwerte Gräfin von Bünau (Elke METZNER) von der Dampfrosskutsche abzuholen, da diese am Vortage noch bei Hofe Verpflichtungen hatte und noch nicht mit nach Hoyerswerda eilen konnte. Auch der General- Akzise- Directheur Adolf Magnus Reichsgraf von Hoym (Olaf HORN) traf im Laufe des Vormittags ein, um den Hofstaat zu verstärken. Hingegen blieb Urszula Katarzyna von Teschen in der Residenz, wohl um sich dort beim Landesherrn in Erinnerung zu halten.

So defilierte denn der Hofstaat als Leib ohne Kopf gen Teschen- Markt und… kam gut an. Das im doppelten Sinne. Wir hatten nur wenige Schritte von der Haustür bis zum Markt und ungezwungen agierend nahmen uns die Marktbesucher gut an. Wir nahmen uns Zeit um deren Fragen zu unserem Woher, Wozu und Warum zu beantworten und wir nahmen uns auch die Zeit, um uns im Org.- Büro aufzuwärmen und um mit den Verantwortlichen dort etwas zu schwätzen. Die Sympathien waren auf beiden Seiten und wir empfanden es als unbedingten Gewinn, als Verein der Einladung zum 2. Teschen- Markt nach Hoyerswerda gefolgt zu sein. 

Manches Ständchen wurde vom Publikum gefordert und so schmetterte die Hofsängerin, sehr zur Freude der Besucher und Organisatoren, - ganz ungeplant, - manches schöne Winter- und Weihnachtslied über den Marktplatz. Auf der Bühne agierten die jungen Darsteller der „Kinder- und Jugendfarm“ mit einer modernen Version der Weihnachtsgeschichte. Dieses Krippenspiel war auch uns eine große Freude.

Auf Empfehlung des Generals Moritz August Freiherr von Spörcken (Gerd JACOB),- der am Vortage mit seiner Freifrau (Veronika JACOB) schon dort war, besuchten wir, in einer vorübergehenden Besucherflaute, die ev. Johanneskirche, die neben dem Schloss, zu den ältesten Bauwerken der Stadt zählt und, wie wir durch den Gesang der Hofsängerin erfahren konnten, eine ausgezeichnete Akustik besitzt. Das Gotteshaus befindet sich augenscheinlich in einem ansehnlich guten Bauzustand, woran wohl auch der Kirchenbauverein sein Scherflein beigetragen haben wird. Die schlichte Schönheit dieser Lutherkirche ging uns zu Herzen.

Mit dieser Freude kehrten wir auf den Teschen- Markt zurück und begrüßten nach dem Weihnachtsmann, auch die (etwas verjüngte) Herrin der Standesherrschaft Hoyerswerda Ursula Katharina Reichsfürstin von Teschen, in der Person der einheimischen Stadtführerin Cornelia SCHNIPPA. Schnell kamen wir miteinander klar und im Laufe unseres Beisammenseins, verlor sie das anfangs deutlich anzumerkende  Lampenfieber. Gegen 17:00 Uhr begleiteten wir die Fürstin auf die Bühne und wohnten ihrer Audienz bei. Der Platz vor der Bühne war dicht von Besuchern belagert, was das Interesse der Hoyerswerdaer bekundete. Der Kämmerer Bernhardt Heribert Graf zu Nau betätigte sich als Hofmeister und nahm die zahlreichen Fragen des Publikums entgegen und spielte der Reichsfürstin manchen Ball zu, so dass dieses Frage- und Antwortspiel auf beiden Seiten sehr gut ankam. Auch nach Verlassen der Bühne wurde die hohe Frau noch mit vielen Fragen bestürmt. Jeden ließ sie ausreden und jedem gab sie umfassende Auskunft. Auch uns dem Hofstaat, als wir uns auf dem Weg zum Schloss befanden, erschlossen sich interessante Dinge zu Stadt und Schloss Hoyerswerda. Man merkte wohl, dass Frau SCHNIPPA zertifizierte Stadtführerin ist, - und das mit Leib und Seele. Der Weg zum Schloss führte uns zu einem Weihnachtslieder- Chorsingen, welches von der „Kulturfabrik Hoyerswerda e. V.“ organisiert wurde. Nach den Erklärungen unserer Fürstin reihten wir uns vor dem Schloss mit ein und sangen (so gut es halt ging) bei den schönsten deutschen Winter- und Weihnachtsliedern mit.Die Hofsängerin hat uns dabei wohl rausgerissen!

Wie schnell doch die Zeit vergeht. Fast war der zweite Markttag zu Ende, als wir uns, nach einem abschließenden Marktrundgang, von der Reichsfürstin von Teschen verabschiedeten und ihr mit auf den Weg geben konnten, dass sie ihr Debüt als Teschen mit Bravour bestanden hat. Wir wollen keinen Vergleich zwischen der Ursula Katharina und der Urszula Katarzyna anstellen, - das wäre unfair. Wir hatten einen schönen Tag mit Frau SCHNIPPA.

Der Zeiger der Rathausuhr ging auf 21:00 Uhr zu und wir hatten das Bedürfnis auf innere Erwärmung und Ruhe für die Füße. Da es an diesem Tag recht locker zugegangen ist, - inklusive diverser Ruhepausen, hielt auch unsere Altherrenriege bis zum Schluss aus und so war an den Weg zur Pension zu denken. Vorher nahmen wir die Einladung ins Org.- Büro zu einem erwärmenden Abschiedstrank an. Im „Pinguin“ ließen wir den Tag Revue passieren und nach leckerem Abendmahl und noch einem ganzen Weilchen des Beisammenseins, zogen uns unsere Kojen magisch an. „Stille Nacht, (h)eilige Nacht“.

Der Sonntagmorgen nach klarer frostiger Nacht ließ einen schönen, wenn auch windigen Tag erwarten. Bis zum Eintreffen der Reichsfürstin (Renata LINNÉ) war noch viel Zeit und so wurde ein Besuch des Tierparks, der seit unserem letzten Besuch den Status eines Zoos erhalten hatte, in Erwägung gezogen. Also Autoscheiben entfrostet und ab gen Zoo, der, wie sich gleich herausstellen sollte, nur wenige Schritte von unserer Unterkunft sein Domizil hat. Trotz des Dezemberwetters sahen wir recht viele Tiere in ihren Außengehegen. Unsere alten Bekannten, die Zwergflusspferde besuchten wir im Tropenhaus und den Nachwuchs der dort turtelnden Krokos besuchten wir auf der Kinderstation im Schloss (Zoo - Schloss- Kombi- Karte). Die kleenen Krokos der Art Kuba- Krokodil, begrüßten uns freundlich und der kleine Fidel, der als Fidel CASTRO getauft wurde und nun nur noch Fidel heißen darf ,- dank des tollen Görlitzer Landrates Bernd STANGE, begrüßte uns am freundlichsten (Cuba si) und erzählte uns etwas über menschliche Dämlichkeit!

Dann ging es zum Umkleiden und pünktlich 13:00 Uhr waren wir auf dem Weihnachtsmarkt präsent. Allerdings musste uns Frh. von Spörcken nach dem Frühstück verlassen, da ihn in der kurfürstlichen Kanzlei die Übergabe der Bestallungsurkunde zum Gouverneur der Veste Königstein erwartete und der Akziseminister Hoym hatte noch diverse Steuern einzutreiben und verließ uns ebenfalls schon.

Nach dem sich der Kämmerer und die Hofsängerin eingeschossen hatten, suchten sie die Nähe der Reichsfürstin und fanden sie in Gesellschaft der Brühlschen Schwiegermutter Maria Anna Theresa Gräfin von Kolowrat – Krakowsky (Silke AYDIN). Mit dem Weihnachtskonzert der „Braunkohlen- Bläser“ begann für uns ein dritter erlebnisreicher Tag auf Hoyerswerdas vorweihnachtlichen Teschen- Markt.

Bei den nun folgenden Marktrundgängen wurde die Meinung zur Rangfolge der Gewinner „Bester Stand des Teschen- Marktes“ gefestigt und nach Einfahrt der Fürstin in ihrer Kutsche und der Begleitung S.K.H. Herzog Philipp I und des Kämmerers am Hofe August II. begab sich das fürstliche Gefolge zur Bühnenaudienz. Dass dazu nur relativ wenige Interessenten erschienen sind, mag dem frühen Tageszeitpunkt geschuldet gewesen sein. Der Reichsfürstin (Renata LINNÉ) gelang es aber, die Anwesenden in ihren Bann zu ziehen. Ihrem Redeschwall entging keiner und keinem konnte entgehen, dass er hier die Reichsfürstin von Teschen vor sich hatte!

Nach der Audienz suchte der Adel wieder vehement Bürgernähe und ins Geschäft der Fa. >Kräuter – Mayer< lockte uns einladender Punschgeruch. Diese Pause zum äußeren und innerlichen Aufwärmen kam uns gelegen und der Geschäftsinhaberin ist für die neuerliche Einladung (Fürstin und Kämmerer genossen bereits im Vorjahr deren Gastfreundlichkeit) sehr zu danken.

Danach hatte uns das Marktgeschehen wieder und wir folgten der Bitte des Veranstalters gern und besuchten das in der nächsten Nähe liegende moderne Kino >CinoMotion<, wo wir vom Direktor Herrn SPRECHER herzlich empfangen und geführt wurden. Dieser Mann lebt und liebt sein Kino, - ja, er ist es!!! Zum Kaffee eingeladen wusste der Kino- Chef in angenehmer Weise über sein Kino zu berichten. Aus einem mittleren Provinzkino wurde ein Kinopalast modernster Ausstattung. Stellvertretend für das ganze Team, gab die Hofsängerin (Regina SCHWABE) dem Kino- Direktor ein Ständchen im publikumsgefüllten Zuschauerraum…

Der Hofstaat begab sich nun zur Bühne und erwartete die Kutsche der Fürstin, der jene selbst und ihre beiden männlichen Begleiter Herzog und Graf entstiegen, um der Benennung der Preisträger durch den Weihnachtsmann beizuwohnen. Zwischen den Klängen adventlicher Blasmusik („Kümmel- Brass“) wurden die Preisträger bekannt gegeben, zu denen der Chef in Rot und die Fürstin dann die Preise brachten. Letztere ergänzte mit kleiner Aufmerksamkeit aus eigener Schatulle.

Das war dann schon der letzte Akt an diesem Adventswochenende in Hoyerswerda. Im Kreise des Hofstaates zog der Projektleiter „Teschen- Markt“ Herr Marcel LINACK, der Weihnachtsmann (Reinhard FLATHE) und die Reichsfürstin(nen) (Renata LINNÉ - und Cornelia SCHIPPA, - letztere hatte sich schon am Vortage positiv geäußert) Resümee, welches da überwiegend  positiv ausgefallen ist. Nach dem Resümee ist zu hoffen, dass nächstes Jahr alle TDBer auch wieder mit von der Partie sind.

Nach dem uns die Reichsfürstin und die Gräfin Kolowrat – Krakowsky gen Dresden verlassen hatten, begab sich das Fähnlein der Aufrechten zurück in ihr Pinguinbassin, wo es noch etwas feuchtfröhlich weiterging. Der Abgesang fand dann auf dem Zimmer statt und dabei merkten wir einmal mehr, dass freundschaftliches Miteinander viel Freude bringt und Unmut erzeugende Umstände uns gern fern vom Leibe bleiben sollten.

Montagvormittag ging es zu fünft in der Hofsängerin Chaise, - irgendwie bekamen wir uns und unser Gepäck rein und zuhause auch wieder raus, - auf die Heimreise von einem schönen, wenn auch nicht ganz ohne (selbst gemachten) Stress verlaufenen, Event. „Es weihnachtet sehr – für die einen leicht und die anderen schwer!“ Text und Fotos: Bernd Schwabe / Gerd Jacob (G.J.)

Der Autor des Berichtes entschuldigt sich für das Monumentalwerk zum Teschen- Markt 2013, - aber bei einem dreitägigen Event fällt ihm das Kurzfassen noch schwerer als sonst!

   

 

 

 

 

 



Zurück