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12. Schlosstriathlon in Moritzburg am 09. 06. 2013

Triathleten kämpften um den Titel >>Barockman bzw Barockwomen<< , und die Sachsenmeisterschaft - und der Dresdner Hofadel war dabei:

12. Schlosstriathlon um das Schloss Moritzburg

( So.,09.06.2013)

Eigentlich sollte nur eine kleine Abordnung des TDB als Hofstaat den Kurfürsten Friedrich August (Werner POHLE) nach Moritzburg begleiten, der größere „Rest“ hatte sich auf die Zeitreise nach Dedeleben zum Wasserschloss der Familie LERCHE eingestellt. Delegieren konnten wir nach dort aber nur Friedrich II. (Gerd JACOB) mit Schwester Wilhelmine (Veronika JACOB) Es sollte nämlich ganz anders kommen als geplant. Einigen Vereinsfreunden wurden durch die neuerliche Hochwasserkatastrophe eigene „Wasserschlösser“ beschert, - Keller waren voll gelaufen und unsere Elke lebte plötzlich auf einer Insel ohne Fährverbindung. Da galt es Hand anlegen und auch um die abgesoffenen (noch vom Lustlager her) Leinwandvillen, die dank tagtäglicher Gewittergüsse nicht trocknen wollten, musste sich gekümmert werden. Da haben wir traurigen Sinnes auf  unsere Teilnahme auf Westerburg verzichten müssen. Einen Abstecher zum nahe gelegenen Schloss Moritzburg konnten wir da schon eher mit einplanen, wollten wir uns doch überzeugen, ob dort inzwischen wieder alles trocken ist. Nee, auch während unseres dort sein, bei der Triathlonveranstaltung, öffnete der Himmel seine Schleusen mehrmals und das heftig.

Gegen 13:00 Uhr waren wir vom Veranstalter avisiert, trafen aber alle schon gut eine Stunde eher am vereinbarten Treff im Parkhof von „Adams Gasthof“ ein. Da konnten wir uns, Silvia WEISE, Regina SCHWABE, Elke METZNER, Renata LINNÉ und Bernd SCHWABE vom TDB, gemeinsam mit unseren Freunden vom AKB Werner POHLE (als August der Starke), Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT auf den Weg zum Schlossparkplatz begeben. Hier war das Herz des 12. Schlosstriathlon und wir erwischten durch unser überzeitiges Kommen noch die Siegerehrung, - ich vermute von der vormittäglichen Olympischen Distanz (?) , - so richtig haben wir das im Trubel nicht mitbekommen. Nur so viel, - tolle Typen standen da auf dem Siegerpotest, - kernige Mannen, die begehrliche Blicke der Hofdamen hervorriefen, Mädels, - flink wie die Wiesel und athletisch bis in die Haarspitzen, waren Blickfänger für den (Lenden-) Starken August und seine schon etwas angegrauten Adelsmänner, aber alle zusammen konnten auch dann ihren Respekt nicht verbergen, als zwei Herren, jugendlich flott auf das Potest hüpften und wir wollten nicht glauben, dass der eine Akteur 70 und der andere gar schon 75 Lenze zählte. Wenn man bedenkt, wie fertig wir zumeist schon sind, wenn wir so zwei, drei Stunden durch Dresden flanieren, - da können wir nur höchste Anerkennung zollen, auch für die Sportler, die wir als letzte auf die Zielgerade gehen sahen und die auf den letzten Metern der „Hilfestellung“ durch unsere Schleußertruppe Gräfin Königsmarck und Hofsängerin anheischig wurden…

Aber nicht nur die Leistungen der 1569 Starter nötigen uns Hochachtung ab, auch die 10monatliche ehrenamtliche Vorbereitung durch das Organisationsteam des Moritzburger Triathlonvereins und der, für reibungslosen Ablauf des Sportfestes sorgende, Einsatz von 571 fleißigen Helfern an den drei Tagen der Veranstaltung. Hut, - oder besser Dreispitz ab – kann man da nur sagen.

Der TDB war schon das fünfte Mal dabei, - der Rezensent als Neuling war begeistert und wird wohl gerne wieder (in Gedanken) mit den Triathleten in kaltes Wasser springen, den Rennradsattel (und Po) strapazieren und dann noch flinken Fußes durch den Friedewald eilen… Dank der Zusage unseres Freundes Werner POHLE, konnten wir der Veranstaltung auch heuer den Starken August präsentieren, der, so meine ich, seine Sache souverän  gemeistert hat. Beim Publikum, den Moderatoren und auch bei den Athleten kam er jedenfalls gut an, auch wenn er sich mehr um den guten Zieleinlauf der weiblichen Teilnehmer bemühte. Aber dafür ist es halt August der Starke…

Nach der von uns mitgestalteten Siegerehrung, - es galt Hände zu schütteln und Respekt zu den sportlichen Leistungen auszudrücken, gab es eine  längere Pause, die wir zur Einnahme eines (mehr oder weniger) opulenten Mittagmahles nutzten, um anschließend im Schlosspark zu lustwandeln und uns dabei dem Startplatz zum letzten Wettkampf, dem >>Jedermann/Sprint zu nähern.

Dort, wo olle SCHWABE jahrelang das Futter für seine Zierfische erbeutete, - in der Nähe des Abflusses des westlichen Schlossteiches, machten sich die Triathleten bei unserem Eintreffen schon klar zum Sprung in das (angeblich) 19°C – „warme“ Wasser. Wir erfuhren, dass die unterschiedlichen Farben der Badekappen etwas über die Qualifizierung der Starter aussagen. Zuerst starteten die grünen (offenbar die Vollprofis), danach die blauen und gelben Kappen. Begleitet wurden die Starts durch den Moderator, unsere Majestät und das mdr – Fernsehen, was mit der Sendung „Mach Dich ran“ vor Ort beim Triathlonwettstreit dabei war. Während das Wasser des Schlossteiches, dank der kräftigen Kraulbewegungen der Athleten zu kochen schien, begab sich Friedrich August samt Hofstaat zum Zielplatz des Wettbewerbes. Als wir am Ausstieg des Karpfen- Pools angekommen waren, quälte sich soeben der letzte Starter ans Ufer und die anderen Triathleten saßen bereits im Sattel um die zweite Teildisziplin ihres Sportes zu absolvieren. Kaum waren wir hinter der Zielankunft angekommen, - wir sahen in der so genannten Wechselzone noch den Sprung vom Rad in die Laufschuhe, da kündigte der Moderator auch schon die Ankunft des Siegers an. Mit einer Zeit von 1:00:01,95 Std. war das der Profi vom Tri Team Mitteldeutschland (Bike 24) Christoph Paul CLAUSS, gefolgt vom Teamkollegen Peter LEHMANN (1:01:10,60) und Robin DUTHA von der SG Adelsberg (1:01:12,51) als Dritter. Begeisterter Beifall der Zuschauer und der Hochedlen begleitete die Sieger und alle weiteren Ankömmlinge ins Ziel. Mit der Ankündigung der ersten Dame, heizte der Ansager das Publikum regelrecht ein und unser Kurfürst hatte ein sehr wohlwollendes Auge für das kleine drahtige Kraftpaket, was da als Starterin des TV Dresden mit 1:07:30,33 Std. das Ziel erreichte. Eine tolle große kleine Person diese Anna LAMM. Nicht minder gut die Leistung der Zweiten Jana RICHTER vom Triathlon- Team Leipzig (1:09:29,98) und die der Schwester der Siegerin Eva LAMM (1:11:03,40) vom TV Dresden… Stellvertretend für alle weiteren Athleten seien diese sechs Sportler hier namentlich erwähnt.  Wir sahen noch einige tolle Kämpfer, die ihr letztes gaben, um durchs Ziel dieses Wettkampfes zu gehen. Sieger waren sie durch ihre Teilnahme alle, auch die Letzten, die vom Publikum angefeuert und von den Hofdamen untergehakt, die Ziellinie überschritten. Den Siegern gratulierte Majestät persönlich, den Abgeschlagenen gab er mit seinem Handabschlag seine Anerkennung kund. Da gab es, mit letzter Kraftaufwendung Sprints auf der Zielgeraden, ja selbst Purzelbäume über die Ziellinie oder man rollte in Ziel hinein, - alles Bezeugungen, mit was für Hingabe die Triathleten ihren Sport betreiben. Ihre Begeisterung steckte an und Werner POHLE konnte auch bei der nun folgenden Siegerehrung nur gute starke Worte als August der Starke finden, - auch für die Organisatoren, die ehrenamtlichen Helfer, die sachkundigen Moderatoren (besonders Andi CLAUß wusste die Athleten anzuspornen, die, so hatte man den Eindruck, er allesamt persönlich kennt!) und für den Mann, der den Hut für alles auf hatte Reiner MEHLHORN. Den anerkennenden Worte des Moritzburger Bürgermeisters Jörg HANISCH können wir uns nur anschließen und neidvoll blicken. Seine Aufmerksamkeit wünschten wir uns auch einmal für eines unserer Lustlager. In 2015?

Im nächsten Jahr, wenn der 13. Schlosstriathlon in Moritzburg startet, sind wir gern wieder mit von der Partie. Die Einladung hierzu haben wir wohl vernommen. Text: Bernd Schwabe, Fotos: Renata Linné (R.L) und Bernd Schwabe (eingestellt am 13.06.2013)

 



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