Print This Page

Reportage des MDR Hier ab Vier am 16.07.2012

Hier ab Vier mit dem mdr in Sachen Dresdner Barock unterwegs    

Mit der mdr- Reporterin Dörte Hanisch auf barocker Spurensuche (16.07.2012)

Dem Fernsehen des Mitteldeutsche Rundfunks in Leipzig lag daran, aus berufenem Munde etwas über die Zeit des Barock,- speziell des Dresdner Barock, zu erfahren und so wurde der Sender beim TDB vorstellig. Die zuständige Reporterin hatte sich in der Galerie auf der TDB- Homepage über die Vielgestaltigkeit und Ernsthaftigkeit unserer Traditionspflege informiert und uns für ihre Sendung auserkoren.  Unsere Vorsitzende Silvia WEISE ließ sich darauf ein und war der überaus netten und interessierten Reporterin Frau Dörte HANISCH eine kompetente Gesprächspartnerin. Der Plausch über barocke Momente sollte beim Flanieren in Robe geschehen. Undenkbar der Auftritt zweier hochedler Damen ohne männliche Begleitung. Daher rief die edle Gräfin von Königsmarck (Silvia WEISE) im Einverständnis mit der Gräfin von Thielau (Dörte HANISCH), den Kämmerer Grafen von Schwabe zu Nau (Bernd SCHWABE) auf den Plan. Der war überpünktlich zur Stelle und wartete schon am Kronentor mit spannungsgeladener Ungeduld auf das Eintreffen der mdr- Chaise.

Wie das aber bei unseren holden Frauen so ist,- Garderoben halten zäh fest, denn die Reporterin musste erst noch im >Kostüm- und Robenverleih Scotty- Ghost< von Kopf bis Fuß barock eingekleidet werden. Was dann der Motorkutsche gemeinsam mit der Königsmarck entstieg, konnte sich sehen lassen, so wie das die Zuschauer von mdr- Sachsen in der Reihe >>Hier vor Vier<< am Freitag, den 20.07.12 (gegen 17:15) sehen können/konnten. Zunächst aber begrüßten wir die Reporterin und ihr Aufnahmeteam mit Kameramann und Tontechniker,- alle Drei sehr nett und entspannt, was unsererseits schnell jede Spannung schwinden ließ.

Dann ging es los,- durch das Kronentor gelangten wir in den Zwinger, zu dem Silvia viel zur Entstehungsgeschichte, der Nutzung damals und heute und dem Stellenwert dieses barocken Gebäudeensemble für Dresden und seine Gäste, erzählen konnte. Dabei wurden wir emsig vom Kameramann und Tontechniker umschwirrt,- so wie das in etwas distanzierter Entfernung auch viele kleine mandeläugige Menschen mit ihren Digitalkameras taten. Darüber amüsierte sich Frau HANISCH besonders, dabei waren an diesem Montag vergleichsweise wenig Touristen unterwegs.

Wir berichteten von unseren Flaniergängen mit TDB und AKB und den dabei erlebten netten, aber mitunter  auch kuriosen Begebenheiten… Als wir den Zwingergarten gequert hatten und der Treppe an der Langgalerie zusteuerten, entdeckten wir inmitten einer größeren Schülergruppe die ehrenwerte Reichsfürstin von Teschen (Renata LINNÈ) bei einer Gästeführung. Fast erschrocken nahm sie zunächst den Kämmerer und seine Referenz wahr und dann auch die beiden Gräfinnen. Lobte sie die Königsmarck als lebenslange Freundin (was die beiden hohen Frauen in damaliger Zeit auch waren), so nahm sie die Gräfin von Thielau, wegen deren laxen Hofknickses (so schnell lernt das auch eine mdr- Reporterin nicht) doch recht hart ins Gericht.

Amüsiert bat die Fernseh- Gräfin auf den Weg zur Brühlschen Terrasse. Hier ließ sie sich von der Gräfin Königsmarck erklären, wie man als Adelsdame der Barockzeit,, ohne, durch zu freizügiges Zeigen der Knöchel, Aufsehen zu erregen, die Treppe emporsteigt. Unterdessen hatte der Kämmerer damit zu tun, seinen Dreispitz festzuhalten, denn auf der Terrasse wehte es sehr heftig. Hier wurden die letzten Aufnahmen gemacht,- wobei der Kameramann etwas mehr ins Detail ging. Auch die Fernsehleute wollten nun, nach gut gemachtem Job, ihr privates Erinnerungsfoto mit uns haben. Dafür finden sich immer nette Mitmenschen. Vielleicht haben die es sogar besser hinbekommen, wie der lichtmalernde Kämmerer mit geborgter Kamera und dem dort offenbar falsch eingestellten ISO- Wert! Im lockeren Gespräch, auch mit den Aufnahmeleuten, ging es zurück zum Zwinger und dann zum Aufnahmewagen des mdr am Zwingergraben gegenüber dem Großen Haus (Dresdner Schauspielhaus am Potsplatz), wo wir uns von den Fernsehleuten herzlich verabschiedeten.

Nun freuen wir uns auf den >Sachsenspiegel< am 20.07., wenn Hier ab Vier (wenigstens) einige Sequenzen der gefilmten Momente zu sehen sein werden. Das wäre doch ein schönes Geburtstagsgeschenk für den ollen Kämmerer Bernd Schwabe, der diesen Text hier verbrochen und sich auch verknipst hat. (eingestellt am 17.07.2012) Nachtrag: Der Beitrag im >Sachsenspiegel< war doch nicht so sekundenkurz, wie man es manchmal erlebt, und sehr amüsant.

Zur Person der Reporterin und Autorin Dörte Hanisch

Die gebürtige Leipzigerin, Jahrgang 1975, arbeitet seit 2007 als Redakteurin bei "Barbarossa", jetzt "GMD - Das Magazin". An der Universität Leipzig hat sie Mittlere und Neuere Geschichte sowie Politik- und Osteuropawissenschaften studiert und anschließend ein Volontariat beim MDR absolviert. In der mdr- Reihe >>Hier ab Vier<< geht sie, im Wechsel mit spurensuchenden Reporterkollegen aus Sachsen- Anhalt und Thüringen, auf Spurensuche in sächsischen Landen. (nach einer mdr- Info)



Zurück