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13.Dresden - Marathon am 23.10.2011

13. Dresden – Marathon am 23. Oktober 2011

    Der TDB war am Rande des Parcours dabei

 Es war einer dieser sonnigen Herbsttage, welchen die Natur mit ihren schönsten warmen Farbtönen angemalt hat. Ideales Wetter um wieder einmal der Grünen Lunge unserer Heimatstadt, dem Großen Garten, einen Besuch abzustatten. Das Parkpalais, - der älteste Barockbau Sachsens, versprach unter dieser herbstlichen Beleuchtung ein ideales Fotomotiv für Barockliebhaber zu sein. In der Tat, das Palais und Details umliegenden Parkareals zeigten sich von ihrer farbigsten Seite. Der Herbst machte halt seinem Namen, ein exzellenter Malermeister zu sein, alle Ehre. Doch zur herbstlichen Motivfülle kamen weitere Momente hinzu, wo der Finger am Auslöser nicht ruhig bleiben konnte.

Vom Begleitfahrzeug lautstark angekündigt, tauchten plötzlich zwischen dem Grün der Rasenflächen und dem bunt getönten Laub der vielfältigen Arten von Laubbäumen, ein ebenso buntes Feld von Läufern auf, die zu den fast 8000 Akteuren des 13. Dresden – Marathons gehörten. Das waren nun wirklich sehr lohnende Fotomotive, die sich da zusätzlich auftaten. Interessant die Zusammensetzung des Läuferfeldes. Zwischen vielen jungen und jüngeren Athleten, - überraschend der zahlreiche feminine Anteil, tauchte auch des Öfteren das Grau von fitten Senioren auf. Und interessant waren die unterschiedlichsten Laufstile. Da ging es ziemlich locker zu, aber auch teilweise schon etwas müde und verkrampft, aber man glaubte auch zu spüren, dass es trotz aller Schinderei Spaß machte, dabei zu sein, auch wenn dies im Schlussdrittel des Feldes geschah. Kraftvoll hatte sich die Spitzengruppe genähert, - das Tempo war scharf und die Hautfarbe der Akteure wies darauf hin, dass hier afrikanische Läuferasse aus Kenia und Äthiopien dem Ziele nach den klassischen 42,195 km des Marathon zustrebten. Auch Bleichgesichter passierten uns, und dies in nicht minder kraftvollem Tritt. Bei einem von ihnen erscholl aus den Reihen der begeisterten Zuschauer: „Tempo Paule, Tempo Paul… „ Wir stimmten mit ein, ohne zu wissen, dass wir einem Lokalmatadoren und dem späteren Zweitplazierten des 13. „MoPo“- Marathons Paul SCHMIDT zugejubelt haben. Und unser Beifall war auch ungebremst, als ein kleines, überaus athletisch wirkendes Persönchen, - vom Radbegleiter als 1. Frau des Pelledons angekündigt, die Äthiopierin Ayisha BONSA, an uns vorbei zog, so als wenn sie eine Lockerungsübung machte . Später stand sie ganz oben auf dem Siegertreppchen (2:43:32). Wir meinen, eine tolle Frau, wie alle Läuferinnen, die an diesem Lauf teilgenommen haben. Dem Sieger bei den Herren, dem Kenianer Isaac CHERUIYOT (2:21:51), dem Zweitplazierten Paul SCHMIDT (2:22:06) und dem Dritten Charles TOROTICH aus Kenia, gilt unsere ungeteilte Sympathie und Bewunderung ebenso, wie allen Läufern des riesigen Teilnehmerfeldes und seien es die letzten gewesen, die sich ins Ziel quälten. Dabei gewesen zu sein, sollte sie alle mit Stolz erfüllen. So unverhofft als Zuschauer dabei gewesen zu sein, erfüllte uns mit Freude und beim 14. Dresden – Marathon sind wir gewiss wieder dabei, - dann sicher ganz gezielt und wieder mit viel Luft und kräftiger Stimme zum anfeuern.   Text und Fotos: Bernd Schwabe

 



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