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Pfingsttage 2011 (12.-13.06.)

Pfingsten in Gemeinschaft: Flanieren und Grillen am Sonntag, Konzert am Montag

                                                     ( 12. bis 13. 06. 2011 )

In den letzten Jahren wurde das >>Barock- Grillfest<< zur Tradition im TDB und entsprach dem auch im Namen, denn vor den leckeren Grillwürstchen und Steaks kam stets das Flanieren durch unser historisches Dresden. Auch heuer war das ursprünglich so geplant, dann fallen gelassen um durch die Initiative einzelner Traditionsfreunde doch noch zu Ehren zu kommen. Ein kleiner Kreis nur, aber mit viel Spaß an der Freude, traf sich am Pfingstsonntag an gewohntem Treff vor dem „Schießhaus“ und so machten sich Birgit und Ina HIRCHE, Christine BARTEL, Ute und Olaf HORN, Wolfgang PETZOLDT, Günter THOMAS, Rudolf FRITZSCHE und Bernd SCHWABE edel gewandet in Richtung Zwinger auf den Weg. Wie wir es an solchen Tagen gewöhnt sind, waren wieder Unmassen von Menschen auf den Beinen, was uns das Vorankommen im Zwinger und überall dort, wo sich Dresden noch historisch darstellt, nicht gerade erleichterte. Schon am „Schießhaus“ mussten wir einen ganzen Bus japanischer Touristen bedienen, was sich zog, da jede der Damen und Herren einzeln mit den sächsischen Adelsleuten abgelichtet werden wollte… Auf der Brühlschen Terrasse, es muss am Fluidum des >>Balkon Europas<< liegen, wurden wir wieder durch zahlreiche interessierte Fragesteller aufgehalten. Gern geben wir Auskunft und machen die Besucher unserer Stadt auf weitere Sehenswürdigkeiten Dresden und die sächsische Geschichte aufmerksam. Dabei stellen wir auch immer wieder gern als Fotomotiv in Positur. Dabei entwickelte unser lieber Akzisedirectheur Graf von Hoym (Olaf HORN) besondere Aktivität, - galt es doch, seine neue Edelrobe zur Schau zu stellen. Nun, nicht nur seine Gewandung zog die Blicke der Touristen auf sich und es galt zum Entstehen unserer Roben Auskunft zu geben. Dabei konnte der Zeigefinger oft in Richtung zur „Bosin“ (Christine BARTEL) zeigen. Es war ein heißer Tag und da ein Teil unserer Gesellschaft noch einen weiteren Tageshöhepunkt vor sich hatte, zog es uns magisch zur Tränke im „Schießhaus“. Von dort stoben die Kaleschen in verschiedene Richtungen. Unsere machte sich nach Bühlau auf den Weg. 

Hier wurden wir schon erwartet. Regina und Frank hatten die letzten Handgriffe erledigt und die ersten Gäste, unsere Freundinnen Kerstin DANIEL, Petra TREPPTE und Sonja BADENSCHNEIDER, sowie unser TDB- Mitglied Siegfried SCHURA waren schon eingetroffen. Schnell aus den Roben und in Zivilsachen geschlüpft,  konnte unsere Grillfete beginnen. Mitbringsel wie der Horn’sche Nudelsalat, „Kämmerers Kirschtröpfchen“ Aprikosenkuchen von Siggi, Knabbereien und Rauchbier aus dem Keller der „Bosens“, sowie die Spätfolgen deutsch- sowjetischer Freundschaft in Form von Senf, Meerrettich, Konfekt und sauer Eingelegtem (offenbar wurde die Russen- Kaufhalle geplündert), Grillsaucen u.s.w. gesellten sich zum Grillgut der Schwabens. Hier wie immer sehr zu empfehlen, die Steaks a.-la Asia, als Kreation des ollen Kämmerers. Schöngeistige Gertränke aller Art und das mehrmalige Anstoßen mit Sekt auf Olaf HORNS 50. Geburtstag, brachte schnell die beste Stimmung in die Runde und bald auch unsere Späteintrefferin Silvia WEISE, die zunächst ein belebendes Fußbad nahm. Es wurde aus dem Nähkästchen (sprichwörtlich) geplaudert, - besonders vom „Dreimädelhaus“ war viel von deren Aktivitäten zu erfahren (auch durch Fotos, die die Runde gingen) was uns noch weiter zusammengebracht hat. Als dann Frank und Silvia in ihren Iglu geschlüpft waren und Rudi sich in einem der Gartenlauben ein Schlafplätzchen gesucht hatte, und wir die letzten Kerzen ausgelöscht haben, konnten wir wieder einmal feststellen, wie schön es doch in der Gemeinschaft Gleichgesinnter sein kann. Wer da fehlte ist selber dran schuld. Nach kurzer Nacht wollten einige der nächtlichen Zecher nicht fehlen, wenn Regina und Silvia mit ihrem >>Kurfürstlich- sächsischen Barockensemble<< im Schloss Schleinitz (Lommatzscher Pflege) ihr Konzert von Volksweisen darzubieten gedachten. Also ging es nach ausgiebigem Frühstück zu einem der meissnischen Landschlösser nach Schleinitz. Die Fahrt zog sich und etwas Zeit wurde durch die Abkürzung quer durch diverse Baustellen gut gemacht. So kamen wir zu günstigster Mittagsstunde in Schleinitz an, dort wo einstens u. a. die Bosens, Zehmens und Friesens residierten. Auf der Schlossbrücke eingedeckt, empfingen uns unser Mittagstisch und schmackhafte Kreationen des Schlosskochs. Besonders das „Geschnetzelte in Biersoße“ und die Eisplatte „Frühlingstraum“ blieben in bester Erinnerung. Gut gestärkt erweckte unser Wissensdurst und während sich Regina und Silvia auf ihr Konzert vorbereiteten, besuchten wir das anliegende Schlossmuseum mit liebevoll gestalteten Sammlungen von u. a.  Nähmaschinen, Fernsehern und Radios, Kinderspielzeug mit einer Teddy- Parade u. v. m. Beim vielen Schauen hätten wir beinahe den Beginn des Konzerts verpasst. Ausgerechnet jetzt musste ein Regenguss niedergehen. So hasteten wir über den Schlosshof und nahmen gerade noch rechtzeitig unsere Plätze in der Kapelle ein. Was nun folgte, überraschte nicht nur die Besucher. Eine Stunde Volksmusik mit Instrumentalmusik, Gesang, Rezitation und Wissensvermittlung (Was ist ein Volkslied? Wie entstehen Volkslieder?) wurden, durch das Können der Akteure und die hervorragende Akustik zum ungetrübten Hochgenuss. Noch lange nach der Darbietung richteten Konzertbesucher das Wort an Regina und Silvia. Ich denke, dass die vielen Lobe unseren Nachtigallen und deren Musikern gut getan hat. Schön wäre es, wenn die Schlosskapelle bei ihrem nächsten Auftritt bis auf den letzten Platz gefüllt wäre. Wir waren erfüllt von der Freude, ein paar Pfingsttage erlebt zu haben, die Elexsier für die Sinne waren. Seien zum Schluss noch die Worte unseres Leipziger Freundes Rudi zitiert, der auf dem Weg zum Bahnhof meinte: „So lobe ich mir die Pfingsttage, - erlebnisreich, voller Freude im Kreise guter Freunde“. Was soll der Verfasser dieser Zeilen dem noch hinzufügen?  Text und Fotos: Bernd Schwabe



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