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341.Geburtstag August des Starken am 12.05.2011

Wir ehrten unseren Kurfürsten August I. und gedachten seiner an seinem 341. Geburtstag

Besuch in der Gruft der Kathedrale – Führung und Niederlegen eines Blumengebindes

                                                             (12.05.2011)

Und wieder jährte sich der Tag, an dem der bekannteste wettinischen Fürst das Licht der Welt erblickte. Die, welche in ihrer Freizeit den Geist des Barock lebendig auferstehen lassen und die Zeit August des Starken mit besonderem Interesse verfolgen, haben es sich auch heuer nicht nehmen lassen und ihm in der Gruft des Domes, - der ehemaligen Katholischen Hofkirche, einen Gruß zur 341 Wiederkehr seines Geburtstages abzustatten.

Wir, das waren Ina HIRSCHE, Elke METZNER, Christine BARTEL, Wolfgang PEZOLDT, Siegfried SCHURA, Günter THOMAS, Bernd SCHWABE, der extra aus Leipzig angereiste Rudolf FRITZSCHE und Tilo MEIßNER, trafen uns vor dem „Schießhaus“ und pilgerten Richtung Kathedrale. Wir freuten uns, dass unser Freund Tilo, der Darsteller August des Starken, trotz der noch nicht ganz überwundenen Krankheit, wieder einmal mit von der Partie sein konnte. Genauso erfreut waren wir, dass sich uns an der Hofkirche eine weitere Dresdner Barockfreundin, Frau Bea FISCHER angeschlossen hat. Wir entflohen der Gewitterschwüle dieses heißen Frühsommertages und warteten in der Kühle des Gotteshauses auf unsere Abholung zu den Gruftgewölben. Es ging unter die Erde und unserem Starken August in die Nähe. In polnischer Ferne, in der Königsgruft des Wawel in Krakau, ruht sein Leib, aber sein Herz ruht dort, wo es dieser große Wettiner immer hatte, in seinem Dresden. An der Kapsel, die das Herz des Sachsenherrschers birgt, legte Tilo MEIßNER als Darsteller August I. ein Blumengebinde nieder (Danke an Christine, die dafür gesorgt hatte). Auch wenn es heißt, dass das Herz beim Vorbeigehen junger hübscher Mädchen wieder wie toll anfängt zu schlagen, so möchte ich meinen, dass unser August auch dann eine erhöhte Herzfrequenz hat, wenn er sieht, wie in seiner Residenz Traditionspflege betrieben wird. Ich will das erhöhte Pochen jedenfalls gehört haben, oder hat Augusten, der olle Schwerenöter, seinen Blick zu lange auf unserer Ina weilen lassen?

Nach einigen interessanten Ausführungen des Gästeführers über August I. und das kurfürstliche Stifterpaar, gedachte unser Freund Siegfried SCHURA, als Heinrich Graf von Bünau, der hohen Verstorbenen mit einigen gereimten Worten des Gedenkens. 

Wir besuchten anschließend auch die anderen Grüfte (Stiftergruft,Königsgruft,Große Gruft), mit vielen gekrönten Häuptern, wobei wir besonders lange am Sarkofark König Johanns verweilten. Das mag eine Ehrbezeugung für diesen klugen und weitsichtigen Sachsenherrscher gewesen sein.

Auch hörten wir von dem Chaos, was das 2002’er Hochwasser auch hier in den Wettiner- Grüften hinterlassen hat. Als wir die Kühle der Unterwelt des Domes entstiegen, traf uns die schwüle Hitze wie ein Brett vorm Kopf und unsere Schritte führten uns zum Italienischen Dörfchen, wo es etwas Kühles zum Gurgel befeuchten gab. Doch der Himmel verfinsterte sich merklich und am ganzen Leibe wollten wir nun nicht gerade auch noch befeuchtet werden, so dass wir dann doch recht schnell zum Aufbruch bliesen. Über dem Zwinger war der Himmel inzwischen beängstigend dunkel und wir hätten uns eilen sollen, - doch da gab es so viele kleine, mandeläugige und freundlich lächelnde Menschen, die uns den Weg verstellten und partout nicht auf ihre Erinnerungsfotos mit dem sächsischen Adel verzichten wollten… Dem Zwinger mussten wir aus gleichem Grunde schnell entfliehen und als wir an unseren Autos am „Schießhaus“ angekommen waren, der „Freunde“ über die netten Knöllchen genügend Ausdruck verliehen hatten (dankbar auch waren, das skm alles alleinig auf sich genommen hat), klatschen die ersten Tropfen herab. Doch wir saßen nun im Trockenen und schnell führten uns unsere Chaisen heimwärts. Ich möchte abschließend noch sagen, dass das jährliche Gedenken am 12. Mai eine gute Tradition ist und von uns weiter gepflegt werden sollte. Der 341jährige Jubilar hat es verdient, denn wenn er  an diesem Tag das Licht der Welt nicht erblickt hätte, so wäre wohl unsere Heimatstadt nur halb so schön, -  mit Sicherheit. Auch nach 341 Jahren: >>Es lebe unser Kurfürst<< Text u. Fotos:Schwabe



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