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Anflanieren 2011 am 07.05.11

Anflanieren 2011 des Arbeitskreises Barock in Sachsen

und Stammtischtreffen im GH „Zum Schießhaus“ am Samstag, den 07. Mai 2011

 

Es war so einer dieser schönen Maientage, dieser Samstag, der 7. Mai, wo es einen kaum in der Enge der Wohnung hält. So nahmen einige der AKB- Streiter Termine in Sachen Barock wahr, die anderen eilten zum diesjährig zweiten Stammtischtreffen unseres Arbeitskreises in das historische Gasthaus „Zum Schießhaus“ – für uns als AKB schon so etwas wie ein Stammlokal. 15 AKB’er  nahmen an unserem Treffen teil. Vergleichsweise, zum Eintrag in der „Mitgliederliste“, war es eher eine geringe Beteiligung.  Es ist ja keine Pflicht, und es geht auch nicht um die Freunde, die ihr Fernbleiben entschuldigten, aber man kann ja mal nachfragen, ob der eine oder andere (vorgebliche) Mitstreiter, den neue AKB'er noch nie gesehen haben, überhaupt noch dabei ist? Wer aber heuer dabei war, der hat ein Interesse am Wohl und Wehe des AKB und seiner Ziele und so folgten wir alle den Ausführungen des Präsidenten Wolfgang PETZOLDT und von Silvia WEISE mit Aufmerksamkeit. Viel konnten Wolfgang und Silvia zu den in allernächster Zeit anliegenden Unternehmungen des AKB bekannt geben. Die TDB- Vorsitzende informierte ausführlich über die Vorbereitungen und Abläufe des 3. Lustlagers am letzten Maiwochenende im „Bad Sonnenland“ in Moritzburg. Die Anwesenden bekannten sich dazu, diese TDB- Veranstaltung auch zur ureigensten Sache des AKB zu machen und es wurde vielfältigste Hilfe bei der Ausfüllung des Veranstaltungsprogramms und bei der Vorbereitung und dem Abbau dieses großen Events angeboten. Die >>Barockbühne Dresden<<, das >>Barock- und Tanztheater Dresden<<, sowie das >>Kurfürstlich- Sächsische Barockensemble Dresden<< und Renaissancetänzer um Johanna und Fran ROLLE, als Mitstreiter im AKB, werden zu einem sehens- und hörenswerten Programm während der Besuchertage des Lustlagers beitragen. Wir freuen uns auch über die uneigennützige Bereicherung unserer Veranstaltung durch unsere Freunde um Mike SPRENGER von der Tanzgruppe >>le danseurs de Sans, Souci<< und die anreisenden militärischen Darstellergruppen. Es wird eine Vielzahl mehr Darsteller geben, als im „Dreispitz“ angemeldet, so dass uns manche unverständliche Absage wenig berührt. Mit der Gewissheit, dass auch unser 3. Lustlager ein Erfolg wird und nach der Begrüßung unserer Flanierneulinge Elke METZNER und Diana FÖRSTER, konnten wir uns auf den Weg zu den Sehenswürdigkeiten unserer Heimatstadt begeben. Nicht alle, die mit ihrer Teilnahme am Stammtischtreffen ihre Verbundenheit zum AKB bezeugt haben, konnten aus beruflichen und persönlichen Gründen auch am Flanieren teilnehmen und so begab sich ein Fähnlein von 11 Aufrechten in das zu erwartende Gewimmel.  Schon am Zwingergraben deutete sich an, was uns im Zwingergeviert erwarten sollte. Dieser 7. Mai hatte das richtige Touristenwetter und wir dadurch nicht das richtig zügige Vorankommen im Zwinger, - was wir ja eigentlich auch nicht wollen. Nicht nur die vielen Hobbyfotografen und Knipser kreuzten unseren Weg, sondern auch mehrere Hochzeitsfotografen, die uns als willkommene Staffage zu ihren Brautleuten baten. Gern haben wir uns für die Hochzeitsalben ablichten lassen und unsere guten Wünsche für immerwährende Liebe und Zweisamkeit blieben bei den frischen Ehepaaren zurück. Nach dem obligaten Gruppenfoto auf der zwingerseitigen Treppe an der Sempergalerie, ging es (diesmal) gemächlichen Schrittes, - unser schnellläufiger Kurfürst und König (Werner POHLE) war uns schon am „Schießhaus“ davongelaufen, zum Theaterplatz. Hier trafen wir den ehrenwerten Reichsgrafen Christoph August von Wackerbarth (Günter THOMAS) wieder. Er hatte uns wegen des Dienstes als Gouverneur der Bauten schon am „Schießhaus“ verlassen und bekam nun wohl kaum das hochwohlgeborene Maul wieder zu, als ihm skm Kämmerer und Directheur der Hofcantzeley Bernhardt Heribert Graf von Schwabe zu Nau, seines Zeichens Gesandter in Russisch- Finnland, sein Mitbringsel aus dem fernen Karelien, die hochwohledle Zarenbase und Großfürstin Dascha Petrowna  „zuführte“. Nun, wer diesen Schwerenöter Grafen Wackerbarth kennt, der weiß sehr wohl, dass dieser, so er so ein wohlfeines Ding einmal in den Krallen hat, so schnell nicht wieder entwischen lässt. So also reichte er der hochgeborenen Russin seine Hand und begleitete sie nunmehr durch die Schönheiten der sächsischen Residenz. Im herbstlichen Jetzt- Dresden gab es eine Vorgeschichte. Eine nette junge Studentin, der unser Auftritt in Robe wohl sehr gut gefiel und deren Traum es schon länger war, selbst einmal in edler Gewandung durch unsere schöne Barockstadt Dresden zu flanieren, sprach mutvoll den ollen Kämmerer an und der gab ihr als TDB- Schriftführer dass, was sie brauchte um künftig unsere Reihen verstärken zu können. Nach dem Tipp unserer TDB- Vorsitzenden, gelangte Diana FÖRSTER, so heißt unsere „Großfürstin“, die auch im wahren Leben das Russische aus dem ff beherrscht (daher ihre Rolle als russische Zarencousine und Großfürstin) zum Kostümverleih unserer Freundin Daniel KERSTIN (>>Scotty Ghost<<, Maistrasse 8), wodurch sie flanierfein eingekleidet nicht nur beim Grafen Wackerbarth große Augen hervorgerufen hat. Mit vielen Zwischenstopps, - dieser 7. Mai war ein heiratsfreudiger Tag, ging es vom Theaterplatz in den Schatten auf der Brühlschen Terrasse. So ein Menschengewimmel hier und überall wohin uns unser Flaniergang führte, haben wir bisher selten erlebt. So viele Touristen, - auch ohne Welterbetitel, man kann da als Dresdner nur hoffen, dass es sich so fortsetzt. Es ist ja auch für so einen alten ergrauten Kämmerer sehr schön, stetig rechts und links, fotowilliges weibliches Jungblut in Armen zu haben! Ein schöner Maientag, dieser 7.05.11,- wie wahr, wie wahr. Trotz dieser beflügelnden Episoden, macht so ein hochadeliges Flanieren etwas müde und fußlahm, - vom Durst ganz abgesehen und so führte uns unser Weg nun in ein lauschiges Weinlokal in einer Nebengasse im Frauenkirchengeviert. Unsere neue Vereinsfreundin Elke METZNER, die, wie wir TDB’er alle meinen wollen, sehr gut zu uns passt, zumal man ihr die Freude am Edeldamendasein regelrecht an den Augen ablesen kann, gab mit einem guten Tropfen von edler Rebe ihren Einstand. „Zum Wohl, liebe Elke, - auf ewig haltende Freundschaft!“  Der Keltermeister gab einige erklärende Erläuterungen, so dass unser Aufenthalt am Weinkelch nicht nur für den Gaumen ein Genuss war. An unserer „Steinernen Glocke“ vorbei ging es zum „Fürstenzug“, - diesem bedeutenden Wandgemälde aus Meißner Porzellankacheln, wo wir wieder einmal auf einige musizierende Donkosaken stießen. Diesmal brauchte die Hofsängerin nicht gesungen mit ihnen kommunizieren, denn wir hatten in unserer „Großfürstin“ eine perfekte Dolmetscherin dabei. Mit besten Grüßen an das Väterchen Zar verabschiedeten wir uns von den Kosaken und strebten dem Zwinger zu. Obwohl es schon fast 18:00 Uhr war, hatte das Menschengewimmel im Zwinger kaum nachgelassen. Auch nicht das Interesse an uns, so dass wir nur sehr schleppend Richtung Kronentor vorankamen.

Am „Herogin Garten“ vorbei, schafften wir dann doch noch den Rückweg zum „Schießhaus“, wo wir uns verabschiedeten und uns unsere begeisterte neue Flanierfreundin Diana zurief: „Also dann bis Ende Mai bei Eurem Lustlager in Moritzburg“. Gern haben wir sie dazu eingeladen, so wie wir alle Besucher unserer Homepage, egal ob von nah oder fern, zu unserem vereinseigenen Event vom 28. – 29-05.2011 nach Moritzburg ganz herzlich einladen wollen.  Unser Anflaniertag mit vorherigem Stammtischtreffen, war ein guter Auftakt, nach unserer so erfolgreichen Barockmesse im Februar, so dass wir mit Überzeugung auf ein wohl weiterhin sehr erfolgreiches Barock- Jahr für unseren Verein, den Arbeitskreis und alle Barockenthusiasten blicken können. Text und Fotos: Bernd Schwabe



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