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340.Geburtstag August des Starken am 12.05.2010

12. Mai 2010 - 340. Geburtstag August II. - der TDB ehrt den Monarchen

 

Am 12. Mai jährte sich der Geburtstag August II., König in Polen und Kurfürst von Sachsen, zum 340. Mal. Dieses Datum nahmen die Mitglieder des Traditionsvereins Dresdner Barock e. V. und weitere Mitwirkende des Arbeitskreises Barock in Sachsen zum Anlass, an einer Führung durch die Gruft der Wettiner in der katholischen Hofkirche Dresden teilzunehmen - natürlich in barocker Gewandung. Dort befindet sich nämlich in einer Kapsel das Herz seiner Majestät, der Körper wurde in der Wawelkathedrale des Krakauer Schlosses beigesetzt. Herzlich wurden wir von Herrn Hoeft im Kirchenschiff in Empfang genommen und in die Gruft geführt.

 

Viel wusste er zu berichten, auch über die jüngeren Wettiner und deren engste Angehörige, die dort unten ihre letzte Ruhe gefunden haben, und über das Hochwasser 2002, dass selbst vor der Totenruhe nicht Halt machte. So betraten wir zuerst die Gruft, in der unter anderem der Sarkophag des letzten sächsischen Königs Friedrich August III. steht. Ausführlich erklärte Herr Hoeft uns das etwas andere Bestattungsritual.

 

Weiter ging es in die Stiftergruft, die diesen Namen hat, weil dort die Sarkophage der Stifter der Hofkirche, August III. und seiner Gemahlin Maria Josepha zu finden sind. In einer Nische in der Wand zwischen beiden steht auf einem Sims die Kapsel mit dem Herz August II. Es war für uns alle ein sehr erhebender Moment, an diesem Ort zu sein. Hier gab es natürlich auch genügend Gelegenheit für einen Austausch geschichtlichen Hintergrundwissens zwischen den Historiendarstellern und Herrn Hoeft, dem die anwesenden zivilen Besucher gern und interessiert lauschten. Die liebwärte Gräfin von Bose hatte es sich nicht nehmen lassen, einen grün-weißen Blumengruß mitzubringen. Nur hatte sie es ob der opulenten Gewandung und der etwas geringeren Körpergröße schwer, die Blumen selbst an der Kapsel niederzulegen. Figürlich besser geeignet, sich zwischen den eng beieinander stehenden Sarkophagen durchzuschlängeln, war da Werner POHLE, der im Schauspiel den starken August gibt. Aber auch unsere Majestät, Tilo MEIßNER bahnte sich den Weg vorbei am Sarkophag der Maria Josepha, um „seinem" Herzen wenigstens für einen Moment ein Stück näher sein zu können.

 

Durch alle Grufträume führte uns Herr Hoeft und wurde dabei des Erzählens nicht müde, bevor wir wieder die Stufen hinauf zum Theaterplatz erklommen, wo wir von wärmenden Sonnenstrahlen empfangen wurden. Unter so fachkundiger Führung war die Zeit wie im Fluge vergangen. Durstig waren wir nun auch und kehrten gemeinsam im Schießhaus auf einen Krug kühlen Nasses ein, bevor sich unsere Wege wieder trennten. Fotos und Text: Silvia Weise

 

 



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