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Besuch im Panometer Leipzig am 07.11.2009

Vereinsausflug zum Panometer Leipzig am 07.11.2009:

Wir erlebten die Vielgestaltigkeit einer unberührten geheimnisvollen, aber auch bedrohten Welt und mit dem Panoramabild >>AMAZONAS<< ein weiteres Kunstwerk des Professors Yadegar Asisi.

Wer was werden und sich anschaffen will, der muss rührig sein und wenn ihm „HARTZ IV" nicht gerade einen Bremsklotz zwischen seine freiheitlich- demokratischen Beine wirft, wird er es auch mit tätiger Arbeit schaffen. Manchmal geht es aber auch, indem man sich still und nahezu bewegungslos verhält. Uns ging das so, als wir zum Fototermin an das Panometer Dresden eingeladen waren. Für stundenlanges Posieren, - teilweise ziemlich verrenkt und auf schmalen Bänken und Leitern stehend, - verwacklungsfrei still versteht sich, waren Freikarten für eine Expetition in den Leipziger Amazonas ein mehr als angemessener und gerechter Lohn. Da wir sommersüber mit unseren Teilnahmen an zahlreichen Events mehr als ausgelastet waren, haben wir unseren Leipzigbesuch auf den Herbst verschoben und am Samstag, den 7.11.2009 war es dann so weit, dass wir uns Richtung unserer sächsischen Heldenstadt auf die Schiene machten. Mit günstigem Gruppentarif ging es gegen 9:30 Uhr an Bahnhof Dresden- Neustadt im Interregio- Express auf die Reise. Bei bester Laune, viel Lachen und perlendem Sekt aus Plastikbechern (was für eine Blasphemie gegenüber diesem edlen Getränk!), vergingen die zwei Stunden Zugfahrt wie im Fluge. Dank der Ortskundigkeit unseres Freundes Wolfgang PETZOLD, dem Ex-Leipziger von Berufswegen, fanden wir uns auch ziemlich schnell zum Panometer, auch wenn wir zunächst von Tram- Bahnsteig zu Tram- Bahnsteig gehastet sind, ohne den richtigen zu finden (Manchen Leipziger hat das amüsiert!). Dann aber konnten wir in den Leipziger Regenwald eintauchen und den Wechsel zwischen Morgenkühle, Tageshitze und Nacht mit starkem Gewitterregen dieses Stückchen Amazoniens erleben. Es war schon ein besonders Erleben und auch wenn wir nicht so fasziniert waren, wie zum Beispiel über den barocken Inhalt des Dresdner Panometer, ist auch dieses Panoramagemälde ein unbedingtes Muss... Mir persönlich haben besonders die Exponate der begleitenden Ausstellung, mit den Wanderpfaden der Blattschneiderameisen, der Sammlung amazonischer Insekten und den informativen Text- und Bildtafeln, angesprochen. Über 55 Jahre Aquarianer, war mein Interesse besonders stark beim Leben unter Wasser. Der Artenreichtum der Wasserfauna des Amazonas ist immens, viele dieser Arten habe ich (als beruflicher Zierfischzüchter) selbst nachgezogen, - genannt seien stellvertretend nur der Neonsalmler (Paracheirodon innesi), der Rote Neon (Cheirodon axelrodi) und der Segelflosser (Pterophyllum scalare). Auch der Diskusbuntbarsch (Symphysodon aequifasciata u. S.discus) in seinen Arten und Unterarten gehört hier, als besonderes beschupptes Juwel des Amazonasflusssystems, genannt. Genannte Arten sind seit Jahrzehnten treue Begleiter der Aquarianer und diese müssen sich für den Erhalt dieses riesigen Ökosystems einsetzen, denn Amazonien ist bedroht, - durch Brandrodung, Goldwäsche mit dem giftigen Quecksilber, Abholzen und anderen Umweltsünden und der Profitgier auch hier bei uns. Einige dumm schwätzende selbsternannte und mit wenig Kenntnis gesegnete (vermeintliche) Tierschützer haben sich die Aquarianer als Sündenböcke, die die Fische Amazoniens ausrotten, ausgesucht und argumentieren entsprechend. Diesen Leuten sei der Besuch des Panometers >>AMAZONAS<< des Künstlers Yadegar ASISI sehr empfohlen. Hier werden sie bestimmt klüger, - so sie es wollen! Es ist ein großes Verdienst ASISIS, ein Stück dieses größten Feuchtbiotops der Erde nach Leipzig geholt zu haben, da er damit nicht nur die Schönheit ferner Welten, sondern auch Denkanstöße vermittelt. Dafür sind wir, die wir uns sonst mit der Zeit des Barock beschäftigen, sehr dankbar, denn schmalspurig wollen wir nicht durchs Leben gehen, - die Welt hat noch so viel Schönes und Interessantes zu bieten...
Durch das abendliche Leipzig, gut geführt durch Wolfgang, der uns umfassend mit Erklärungen zur Stadtgeschichte der Messestadt versah, ging es Richtung Hauptbahnhof. Vorher kehrten wir noch im Restaurant eines großen Warenhauses ein und waren, von der gebotenen Gastronomie und den moderaten Preisen, angenehm überrascht und Friedos Kräuterlikör schmeckte auch sehr gut. So schlugen wir uns die Bäuche voll und die meisten von uns nahmen ihre Magenfüllung mit auf die Heimreise. Auch hier verkürzte Sekt und andere schöngeistige Getränke die Heimfahrt. Mit viel Stimmung und der Gewissheit, wiederum einen schönen Tag in Gemeinschaft von Freunden erlebt zu haben, hatte uns Dresden am späten Abend wieder und der Lichtmaler und Directheur der Hofcatzeley hatte neuen Stoff für einen Bericht in der Galerie der Vereins- Homepage.
Allen, die übers Jahr unsere Internetpräsentation besuchten und vielleicht auch etwas Freude dabei empfunden haben und Einblicke in unsere Traditionspflege gewannen, sei für ihr Interesse gedankt. Bisher haben unsere Seite (Stand 9.11.09) 17.634 Besucher frequentiert und wir würden uns freuen, wenn wir Sie/euch auch in 2010 wieder als unsere Gäste hier begrüßen könnten. Bernd Schwabe (Fotos/Text)



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