Print This Page

Baumpflanzung am Reformationstag 2009

Eine schöne Tradition für unsere Umwelt:
Baumpaten pflanzen ihren Ahorn an der Allee zum Fasanenschlösschen
                               (Reformationstag 31. Oktober 2009)

Nicht das Pflanzen einer neuen Luther- Eiche stand an diesem herrlich sonnigen Reformationstag des Jahres 2009 im Blickpunkt, nein, es ging um die Pflanzung von ganz gewöhnlichen, bei uns heimischen, Spitzahornbäumen. Ungewöhnlich dabei ist, dass diese Bäume, von Baumpaten, in Fortsetzung einer Tradition gepflanzt werden. Initiator war vor nunmehr 7 Jahren der in Moritzburg ortsansässige Verein „Muse im Fasanengarten", der damit die altersbedingten Ausfälle an der Ahornallee zum Fasanenschlösschen wieder auffüllen will. Heute steht an der Spitze dieser Pflanzaktion ein Neusachse alten sächsischen Geschlechtes, der Wettiner Prinz Daniel von Sachsen, der sich im Beruf mit Bäumen und Holzwirtschaft beschäftigt. Assistiert wurde ihm durch seine Lebenspartnerin Frau Sandra SCHERER und Herrn FORBERG vom Verein. Wir als TDB haben der Einladung der Organisatoren, dem Geschehen einen barocken Rahmen zu geben, heuer nun zum vierten Male Folge geleistet und wir möchten sagen, dass es diesmal am Schönsten war. Gegen 13:30 Uhr waren wir im Areal um das Fasanenschlösschen anwesend. Wir, sind Silvia und Frank WEISE (Gräfin von Königsmarck und Graf von Weißenberg), Regina und Bernd SCHWABE (Hofsängerin de Moretti und Graf von Schwabe zu Nau), sowie unsere Freunde Renata LINNÈ (Reichsfürstin von Teschen) und Günter THOMAS (Herzog von Württemberg) und wurden vom gastgebenden Verein mit Herzlichkeit und einem Begrüßungstrunk begrüßt. Es dauert nicht lange und es trafen Vereinsmitglieder, die künftigen Baumpaten und weitere Hoheiten, wie skh Prinz Arne von Sachsen mit Partnerin und der älteste noch lebende Wettiner skh Prinz Dedo von Sachsen und weitere naturverbundene Gäste am Ort des Geschehens ein und die feierliche Zeremonie um die gesetzten Ahornbäume konnte beginnen. Natürlich waren die Gehölze schon vorher von Fachleuten gepflanzt wurden, - jetzt sollte dies nur symbolisch geschehen. Frau SCHERER begrüßte alle Teilnehmer, - die Hoheiten, künftigen Paten, Vereinsfreunde und in besonderer Herzlichkeit und Freude über unser Kommen, auch uns vom Traditionsverein Dresdner Barock. Prinz Daniel informierte die Anwesenden über die Objekte unseres Hier seins und gab botanische und forstwirtschaftliche Informationen zu den drei, bei uns heimischen, Arten - Berg, - Feld, - und Spitzahorn. Besonders die letztere Art ist, wegen seiner Anspruchslosigkeit und Wüchsigkeit gut als Alleenbaum geeignet. Vier Exemplare davon sollten an diesem Reformationstag ihre Baumweihe erhalten. Während Prinz Daniel die Sektkorken lockerte, begaben sich die ersten Paten zu ihrem Baum. Ihnen wurde der Stifterbrief übergeben und auf jedem von diesem stand ein Gedicht oder Leitspruch, - bezogen auf Bäume und wurde von den Paten verlesen. Ein Schluck Sekt musste dem Baum zum besseren Anwachsen "geopfert" werden. Unsere Hofsängerin ließ danach, im Wechsel zu den, aus dem 18. Jh. stammenden Gedichten unserer Gräfin von Königsmarck, eines der alten barocken Lieder erklingen. Es legte sich eine wirkliche Feierlichkeit über das ganze Geschehen und besonders der dienstälteste Wettiner skh Prinz Dedo zeigte sich ausgesprochen begeistert. Seine Eltern aus Sachsen vertrieben, wurde er 1922 in München geboren, floh mit dem Vater nach Irland und wanderte dann nach Kanada aus - und hat sich in der Fremde stets sein Deutschtum und seine sächsischen Wurzeln bewahrt, das wurde durch seine Freude an den alten deutschen Liedern ganz offenbar und gab ihm unsererseits einen großen Sympathiebonus. Als alle Bäume ihre Paten hatten, nahm die verehrte Hofsängerin alle Stifter beieinander und sang ihnen ein spezielles Dankeschön für den geleisteten Beitrag zur Verschönung des Areals um das Fasanenschlösschen und um den Naturschutz. Den Bildreporter dürfte es gefreut haben, hatte er doch bei der Gelegenheit die wichtigsten Akteure des Tages alle gleichzeitig vor seinem Objektiv. Auch das war eine qualitative Verbesserung, denn bisher hatte die Presse kaum Notiz von den Baumpflanzungen am Fasanengarten genommen. Nach Abschluss des feierlichen Aktes der Baumweihe wurden wir alle noch an eine sehr liebevoll und reichhaltig gedeckte Picknicktafel gebeten, wo es neben kulinarischen Leckereien auch nette Gespräche gab und wir Darsteller gebeten wurden, die von uns verkörperten Persönlichkeiten aus der Zeit August des Starken vorzustellen. Gern wären wir alle noch länger sitzen geblieben, aber die Sonne hatte sich hinter den Wipfeln der schon ausgewachsenen, gut hundertjährigen, Ahornbäume der Allee verzogen und es wurde doch recht kühl. Unser Graf von Weißenberg konnte so schnell nicht zittern, wie es ihn die Zähne aufeinander schlug. Hofsängerin und Gräfin haben den Rhythmus des Zähneklapperns aufgenommen und gaben zum Abschied ein letztes Lied zum Besten: >> .Nun so reis ich weg von hier und muss Abschied nehmen...<< Nun, es ist für uns Mitglieder des TDB sicher kein Abschied für immer. Wenn die nächste Baumpflanzung ansteht, sind wir gern wieder hier und unterstützen dieses großartige Unternehmen nach (barocken) Kräften.
Uns hat es wieder sehr gut gefallen und es sei unsere Reichsfürstin (Renata LINNÈ) zitiert: „Es war sehr schön, ich habe mich sehr wohl gefühlt, bei den vielen netten Leuten und an diesem schönen sonnigen Herbsttag". Dem braucht nicht hinzugefügt werden. Text und Fotos: Bernd Schwabe



Zurück