Print This Page

Corona 2020

Der Mai, der klopft schon an die Tür,

Will uns nach draußen bringen,

doch weil es den COVID 19 gibt,

Will ihm das nicht gelingen

 

Ja, es ist schon so, das erste Jahresquartal liegt hinter uns, ohne, dass wir auch nur den bescheidensten Schritt dorthin getan hätten, wo wir sonst schon in anderen Jahren vielmals unsere barocken Roben spazieren geführt haben.

Dass wir zu Stubenhockern wurden, ist dem CORONA- Virus geschuldet, der nun, mittlerweile weltweit, die Menschheit im Griff hat.

Zu viele Infektionen, zu viele Todesfälle mussten vermeldet werden, sodass es die Vernunft gebietet, dass jeder einzelne von uns seinen Teil zur Eindämmung der Pandemie beiträgt. Also bleiben wir zuhause und lassen den Motten ihre verfressene Freiheit an den Roben in unseren Kleiderschränken…

Muss man trotzdem auf alles Barock verzichten. Ich glaube NEIN, - denn jetzt sollte Zeit sein, um sich in einem Sachbuch über das Barock zu informieren, oder im historischen Roman über das Leben in „unserer“ Zeit zu lesen, oder um mit Hilfe des Sonderhefts unserer „Fächerdepesche“, sein Wissen über das Benehmen im Barock aufzufrischen. Da gibt es gewiss immer mal wieder Nachlesebedarf. Bedarf gab und gibt es auch an Mundschutzmasken, der staatlicherseits kaum (immer) befriedigt werden konnte. Da war die Bevölkerung zur Selbsthilfe aufgerufen und wir freuten uns, als wir Post aus Ebersbach erhielten, die uns selbst genähte Schutzmasken zustellte. Ein großes Dankeschön unserer fleißigen Mitstreiterin Heidrun. Wir anerkennen auch, dass Kerstin DANIEL (Barock 1690), ebenfalls Masken für die Szene angefertigt hat.

Wir hörten, dass es Vorschläge gab, dass wir Dresdner Barockleute uns mit Mundschutz versehen, einfach auf den Weg machen. Abgesehen davon, dass das gegen die staatlich verfügten Anordnungen verstößt, wollen wir uns und unser Hobby nicht ins Lächerliche ziehen, denn lächerlich sieht es wohl aus, wenn unter dem Dreispitz eine Atemschutzmaske klebt… Ich denke, wir sollten einfach noch etwas Geduld haben. Jede Sache hat irgendwann ein Ende, auch eine gefährliche Seuche. Man sollte meinen, dass für dieses Ziel ein gemeinsames Vorgehen der einzelnen Staaten, - für uns vornehmlich die EU- Staaten, unabdingbar wäre. Aber diese Union zeigt mal wieder ihre Zerrissenheit. Justament, als mehrere EU- Staaten einzelne Beschränkungen (auch das Tragen des Mundschutzes) lockern, verfügt das, scheinbar etwas verschlafene, (oder besonders besorgte [?] ) Deutschland strenge Masken- Tragepflicht. Ich möchte das Beste glauben.

Wir denken, dass auch wieder die Zeit für unsere Sache kommt. Im Hintergrund halten unsere Mädels Silvia und Regina die Fäden in der Hand und schöpfen alle sich bietende Möglichkeiten aus, um auch im Jahr 2020 das Barock hochleben zu lassen. Da wollen wir dann gesund und voller Tatendrang wieder mit dabei sein. Text: Bernd Schwabe     

 



Zurück