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Herbstliches Abflanieren am 10. November 2019

Der (voraussichtlich) letzte Flaniergang 2019

Abflanieren in den Goldenen Herbst (10.11.2019)

Freudig nahm der Cämmerer seinen Kopf zurück in seine Kemenate, - hocherfreut über das sich ihm bietende (fast) spätsommerliche Sonnenwetter. Noch tags zuvor regnete es fast den ganzen Tag, womit das herbstliche Abflanieren buchstäblich ins Wasser gefallen wäre, denn ursprünglich war der Samstag (09.11.19) als Flaniertermin ausersehen gewesen. Warum auch immer das nun einen Tag später starten sollte, - das Wetter hatten wir sehr gut getroffen. Am Treffpunkt „Schießhaus“ erwartete der Cämmerer dann also bei bestem Wetter die Flanierteilnehmer, - sechs an der Zahl. Ein Stück des Weges führte uns durch den Herzogin Garten und versöhnte uns einigermaßen mit dem Teil der modernen Bebauung. Die Orangerie ist schon sehenswert. Am Kronentor kamen zwei weitere Flanierer hinzu. Auch wenn wir schon in größerer Gruppe unterwegs waren, die unentwegesten waren mit viel Lust und Liebe dabei.

Was nun kam, kennen wir schon. Den Zwingerhof zu durchqueren ohne Aufenthalt ist ja schier unmöglich. Es klickten die Fotoapparate und Handys und wir lächelten in die Objektive.

An der Treppe zur Semperschen Langgalerie gab es das obligate Pflichtfoto. Danach lenkten uns unsere Schritte durchs Schloss und Richtung Neumarkt. Sichtlich zur Freude der uns begegnenden Touristen. Da wird man schon gern angesprochen. Wir erklären unser Tun gern.

Am Coselpalais erlebten wir eine kleine Enttäuschung, da im warmen Inneren der Lokalität keine freien Plätze vorhanden waren. Aber was soll’s. Im Pulverturm wurden wir noch nie abgewiesen und bald hockten wir dort vor Apfelstrudel, Quarkkeulchen oder Eierschecke…

Hier hatten wir Gelegenheit zum Plauschen und (wegen einiger Neulinge) dabei zum gegenseitigen besseren Kennenlernen.

Während sich der Cämmerer zur Audienz bei einem der wettinschen Vorfahren, - es war wohl Otto der Reiche oder Otto der Flotte, einfand, was seine Zeit brauchte, zerstreute sich, durch Kaffee und Kuchen gestärkt, unsere kleine Flaniergesellschaft.

Es war ein nettes Abflanieren, darin waren wir uns einig. Vielleicht finden sich auch noch ein bar Unentwegte, die in den Winter flanieren. Weis eingestäubt sind unsere historischen Bauwerke noch schöner. Als bis dahin. Fotos und Text: Bernd Schwabe (eingestellt am 11. 11. 2019)

 



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