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Große Ausstellung auf Hubertusburg

Ausstellungsbesuch im Schloss Hubertusburg am 21. 09. 2019

 Im Schloss des sächsischen Kronprinzen

Wenn wir in unseren Erinnerungen gekramt hätten und uns damit an unseren ersten Besuch in Wermsdorf erinnern wollten, wäre das Urteil über den baulichen Zustand des Hubertusburger Schlosses sicher recht negativ ausgefallen. Wir taten dies aber nicht, sondern orientierten uns an den diesbezüglichen berichten in den Medien. Und die fielen alle sehr positiv aus, was wohl den Feierlichkeiten zum 300ten Jubiläum der Kurprinzenhochzeit geschuldet war. Im September des Jahres 1719 feierte Friedrich August II. seine Hochzeit mit der österreichischen Kaisertochter Maria Josepha, was heuer der Stadt Dresden wert war, gebührlich befeiert zu werden.

Aber eben nicht nur in der Landeshauptstadt gedachte man dieses, damals weltweit Aufsehen erregenden Ereignises fürstlicher Festkultur. August der Starke wollte sich mit dieser Hochzeit nicht nur in die Nähe der Kaiserwürde für das Haus Wettin bringen, sondern auch aufzeigen, zu was er, der Herr über das bis dato mehr oder weniger Unbedeutente Fürstentum, zu schaffen in der Lage ist. Prachtentfaltung als Politikum also.

Dort wo später, als sein Sohn ihm in Amt und Würde nachgefolgt war, der Frieden mit Preußen (Hubertusburger Frieden) geschlossen wurde, wollte man ebenfalls dieser damals (und heute) so stark beachteten Hochzeit mit einer Exposition gedenken. Das, so wollen wir meinen, ist den Verantwortlichen ganz hervorragend gelungen. Dank auch der guten Unterstützung durch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Ist auch im Schlossgebäude noch viel zu tun, - einige Räume warten noch auf ihre Renovierung, so ist eine Ausstellung entstanden, die man unbedingt gesehen haben muss, - auch, oder gerade weil, die unrenovierten Zimmer und Säle ganz geschickt in den Ausstellungsrundgang integriert wurden. Wir meinen, dass im ehemaligen Jagdschloss August III. eine Musterstück der modernen Ausstellungspräsentation auf die Beine gestellt wurde.

Das muss man gesehen haben und so beschloss unsere TDB einen Besuch des Wermsdorfer Schlosses am 21. 09. 2019 . Da wir hörten, dass auch andere Barockenthusiasten Dresdens Interesse am Besuch der Sonderausstellung hatten, luden wir diese offiziell dazu ein und ernteten dafür reges Interesse von dort.

So trafen sich dann 15 Barockfreunde vor dem Eingang des Schlosses. Eines entsprechendem Vorstoßes, welcher im Vorfeld unseres Besuches, durch unsere Vorsitzende Silvia WEISE unternommen wurde, übergab uns eine Schlossmitarbeiterin Freikarten für den Ausstellungsbesuch, was ein weiterer positiver Aspekt dieses gemeinsamen Besuches war.

Wir haben vorher die Weiträumigkeit des Ausstellungsareals kaum so eingeschätzt, aber es war schon eine Menge Weges und Aufnahmefähigkeit gefordert. Einige Sahnehäubchen herausragender Ausstellungsstücke hatten vom Depot der Dresdner Kunstsammlungen zum Wermsdorfer Schloss gewechselt, und gaben der Ausstellung den Glanz, der uns alle so sehr beeindruckt und erfreut hat.

Als wir dann, - nun schon etwas fußlahm, wieder ins Freie vor das Schloss kamen, hatten alle große Lust auf Gruppenfotos vor der herrlichen Kulisse der renovierten Schlossfassade. Einige unserer TDBer erinnerten sich an eine Gedenktafel für den Retter der Schlosskapelle, deren Einweihung damals von unserem Verein mit einem kleinen Programm begleitet wurde.

Gemeinsam ging es dann in das Schlosscafé, was nicht unbedingt eine Offenbarung war. Aber trotz der (vor 30 Jahren noch sehr üblichen) Reservierungsschilder, bekamen wir dort, etwas gedrängt zwar, aber doch für die Vertilgung leckerer Konditorerzeugnisse, ausreichenden Platz.

Mit dem gemeinsamen Kaffeetrinken war dann schon unser Besuch in Wermsdorf beendet und unsere Adelsgesellschaft bestieg ihre Chaisen und zerstreute sich in alle Winde.

Der Rezensent glaubt wohl, dass wir viel verpasst hätten, wenn wir diese tolle Ausstellung nicht besucht hätten. Für alle, die bisher den Weg zum Wermsdorfer Schloss nicht gefunden haben, sei gesagt, dass die Exposition bis Mitte November ihre Öffnungszeit verlängert hat. Also dann, nichts wie hin meint Bernd Schwabe, der Text und Fotos verbrochen hat. (eingestellt am 04.10.2019)     



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