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250.Jahrestag der Schlacht bei Krehfeld

Soeben per Postkutsche eingetroffen:
Nachricht vom Dresdner Hof
Uns ereilte der Ruf nach Grefrath zum Gedenktag 250 Jahre Schlacht bei Krefeld.
Würde uns gefallen doch „Schockschwere Not" das ist mit der Kalesche einmal quer durch Deutschland!
Bei genauerem Bedenken, unsere Freunde von „Drüben" nehmen es viel öfter auf sich und fahren solche Strecken zu uns nach Hüben.
Also Kutsche bagagiert (gepackt) und los ging es mit Peitschenknall. Nach scheinbar unendlicher Fahrt ertönten die Begrüßungsposaunen mit einem herzlichen Hallo aus Freundesmündern und es gab die Zuweisung des Areals, auf dem Wir, als August II., König in Polen, auf königlich-preußischem Gebiet zu biwakieren die Ehr hatten. Oh Herr, was haben die hier am Niederrhein für ein Klima, - da ist man, zumal es an Pagen und Lakaien mangelte, auch als August, den man den Starken nennet, nach Errichtung seiner kurfürstlichen Behausung, völlig von Kräften und arg transpirieret. Sobald es der Luft wieder geräuscharm den Lungen zu entweichen gelang und Wir uns gestärket hatten, schweifte unser Auge über das Gelände, welches ein sehenswertes Freilichtmuseum ist, in dessen Mitte das kleine Wasserschlösschen DORRENBURG trohnet. Nun erst kommen Wir so richtig zu dem Schlusse, dass sich die weite Fahrt sehr wohl gelohnet hat. Bei allerlei Kurzweil, wie Ausflügen, beispielsweise zum Schlachtfeld wo der Helden von damals mit einer Kranzniederlegung gedacht wurde, und militärische Vorführungen an das damalige schwere Waffenhandwerk erinnerten, verging die Zeit wie im Fluge. Einen besonderen Eindruck hat Uns der große Appell im Scheine der Fackeln, mit der musikalischen Begleitung, hinterlassen.
Wir bemerkten auch das große Interesse, welches bei den Medien (NDR, Lokalpresse) dieses rheinischen Ländchens bestand, denn sie berichteten über diese lokale Veranstaltung recht ausführlich.
Für Uns können wir sagen, es war eine gelungene Sache und sollte Uns in Sachsen der Ruf nach der Dorrenburg wieder einmal ereilen, werden Wir unser Erscheinen möglich machen. So dann nicht am Dresdner Hofe die Rüsselseuche oder anderes Unbill um sich gegriffen hat, sollte der Kurfürst und König mit stärkerem Gefolge zugegen sein.
Lasset Uns unseren Gastgebern danken und es sei ihnen unser Lustlager (12. - 14.06.09) zu Moritzburg, nahe Unserer Residenz Dresden, anempfohlen, wohin wir all die hochedlen Herrschaften und das Volk unter Waffen auf das herzlichste einzuladen die große Ehr und Freude haben.
So sei es und steht es geschrieben zu Dresden im October Anno 08
Skm August II.
(Tilo Meißner)   Fotos: Jasmin Petereit



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