Print This Page

2. Königsteiner Adventsmarkt am 8. Dezember 2018

Adventsmarkt in Stadt Königstein am 8. 12. 2018

Lichterglanz zwischen Elbestrom und Bergfestung

Eng an den Sandsteinfels des Königsteins geduckt, liegt die Stadt Königstein im SO Sachsens im Landkreis Sächsische Schweiz / Osterzgebirge. Sie hat rund 2400 Einwohner und wurde 1379 als besiedelter Ort erstmals urkundlich erwähnt. Touristische Bedeutung hat weniger die Stadt als vielmehr die hoch über Königstein thronende Bergfestung.

Dort oben, wo es übers Jahr reichlich kulturelle Höhepunkte gibt, ist natürlich auch ein Weihnachtsmarkt etabliert. Und das auf großem Areal, - sich von Jahr zu Jahr weiter ausbreitend. Es ist ein sehr großer Besuchermagnet, sodass die Besucher ein längeres Anstehen am Kassenhäuschen in Kauf nehmen müssen. An diesem 8. Dezember waren die offiziellen Parkplätze am Fuße der Festung, schon in der Mittagsstunde ausgebucht.

Das hatte wohl auch den Grund, dass eine nicht unerhebliche Zahl Touristen und Ortsansässige in der Stadt blieben und dort dass erlebten, was erst das zweite Mal veranstaltet wurde, - nämlich den >>Königsteiner Adventsmarkt<<.

Mit dem Einzug des jungen parteilosen Bürgermeisters Tobias KUMMER in das Königsteiner Rathaus, wurde vieles zum Guten des Ortes, - so auch 2017 erstmals ein Weihnachtsmarkt in eigener Stadtregie, angedacht und getan.

Eine Stärke KUMMERS dürfte sein, dass er alle Vereine seiner Stadt (und derer gibt es einige) an einen Runden Tisch zusammenbrachte und mit deren Unterstützung, einige gute Dinge, die dem Ort gut zu Gesicht stehen, auf den Weg bringen konnte. Dazu gehört nun der kleine, aber feine Adventsmarkt an der Tourist- Information am Stadtplatz mitten in der Stadt.

Also Kummer mit KUMMERS Idee hatte wohl keiner, auch der Festungsverein Königstein (FVK) nicht, der mit eigenem Stand im Markt integriert war. Mit diesem Verein stehen wir in lockerer freundschaftlicher Verbindung, hatten eine Einladung der dortigen Freunde zum Grillabend auf der Festung angenommen und uns später mit einem Vortrag über unseren TDB revanchiert. Und nun erfuhren wir, dass der FVK im Marktgeschehen eingebunden ist, - und zwar einer der Motoren dieses Vereins in schmucker Uniform eines wackeren Kavalleristen der Napoleonzeit mit einer ebensolchen Marketenderin zur Seite.

Als Jener in Betracht gezogen hatte, betreffs der Uniform den „Kostüm- und Robenverleih“ unserer Vereinsfreundin Heidrun TENNERT / Ebersbach in Anspruch zu nehmen, kam es zu telefonischen Kontakt zwischen ihm und unserer Geschäftsführerin Regina SCHWABE. In dem Gespräch bot Regina an, die Königsteiner am Markttage in Robe zu unterstützen. Der Vorschlag wurde freudig angenommen. War aber etwas kurzfristig in Betracht gezogen, sodass dann nur der Cämmerer und die Hofsängerin (Bernd und Regina SCHWABE) den Weg über die Amtsgasse zum Königsteiner Adventsmarkt fanden.

Pünktlich 11:00 Uhr fanden wir uns am Markt ein, nachdem wir im Hofe der „Amtsstube“ in der Amtsgasse unsere Chaise abgestellt hatten, und wohnten der Eröffnung durch eine Art Weihnachtsmann (oder so !!!) bei.

Wir nahmen uns Zeit, den Stand der FVK näher zu begutachten und fanden, dass dieser mit viel Liebe, Geschmack und Ideen eingerichtet wurden war. Gut besetzt durch Vereinsfreunde, war auch dieser Stand gut von den Marktbesuchern in Anspruch genommen. Unsere Anwesenheit in Roben hat wohl ein kleinwenig dazu beigetragen.

An den Ständen auf dem Stadtplatz, die sämtlich in Regie der Königsteiner Vereine waren, wurde angeboten, was bei Weihnachtsmärkten so angeboten wird: Punsch, Glühwein, Grillwurst, Fischsemmeln usw. Unsere Freunde hatten u. a. „Königsteiner Berggeist“, - 50 Cent pro Gläschen, im Angebot, welcher auch dank des Animierens der Hofleute guten Absatz fand.

Ein Highlight des Marktes war auch die Tombola, bei der jedes Los ein Gewinn war, und mit durchaus hochwertigen Preisen winkte.

Leckerer Weihnachtsstollen winkte am Nachmittag auch und wurde nach der Ansprache des Bürgermeisters Tobias KUMMER von ihm und der amtierenden Sandsteinkönigin, sowie der „Art von Weihnachtsmann“ (oder Riesenwichtel) angeschnitten.

Für die zwei Hofschranzen war die kleine Stadtführung durch den wackeren Kavalleristen ebenfalls ein Highlight. Wie oft war Königstein für uns schon Startpunkt oder Endstation von Wanderungen, aber nie hatten wir ein aufmerksames Augen für die netten Ecken des Ortes. Nun kennen wir einige davon.

Nach Nieselregen an den Vortagen und einer durchregneten Nacht, hatten wir ja fast jegliche Hoffnung auf unsere Teilnahme schwinden sehen und waren umso mehr erfreut, dass bis zum späten Nachmittag uns das Klärchen sehr gewogen war. Doch dann bewölkte sich der Himmel und Windböen zausten unsere Perücken und etwas kühl würde es auch. Da war wohl in der 18ten Stunde der Aufbruch gen Residenz angebracht.

Wir schieden mit den besten Eindrücken, von netten Gastgebern und mit erneuerter und verstärkter Freundschaft und der Hoffnung, dass künftighin solchen Gemeinschaftlichkeiten weitere folgen werden.

Kaum war das letzte Bein ins Innere unserer Chaise eingezogen, setzte Regen ein, der immer stärker wurde und bis zum nächsten Morgen vorhielt. Uns störte er nicht mehr so sehr, aber wir dachten an unsere armen Freunde, die nach 20:00 Uhr noch alles abzubauen hatten, denn der Markt ging nur diesen einen Tag. Hochachtung allen Teilnehmern für den Aufwand für einen Tag. Wir denken Herr KUMMER wird mit solchen Königsteinern auch bei künftigen Unternehmungen keinen großen Kummer haben, - und solange im Ort die Riesenkerze erstrahlt, wird es der Stadt gut gehen. DANKE nach Königstein.  Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 12.12.2018)   

 

 

 



Zurück