Print This Page

27. Tag der Sachsen in Torgau - Festumzug am 09.09.2018

Der Festtag der Sachsen

27.Tag der Sachsen in Torgau

Wir waren im Festumzug am 09.09.2018 dabei

Als Verein, der sich mit der Historie unseres Sachsenlandes beschäftigt, war es uns ein Bedürfnis, am Sachsentag in Torgau teilzunehmen. In der Elbestadt läuft so viel Geschichte zusammen, wie in kaum einer anderen sächsischen Stadt. Also, - für den TDB Ehrensache teilzunehmen.

Wegen der räumlichen Entfernung war es uns nicht möglich an allen drei Veranstaltungstagen (07. – 09. 09. 18) teilzunehmen, - aber unbedingt am Festumzug. Dazu trafen wir uns, wie vom Veranstalter gefordert, frühzeitig. Zunächst war 8:30 Uhr Treff bei SCHWABEs , wo jene (Regina und Bernd) Elke, Renate, Siegmar und Annerose erwarteten. Und auch Nadin wurde zuhause abgeholt. Dann ging es zum nächsten Treffpunkt, an den Bahnhof in Oschatz, wo Rudi mit dem Zug aus Leipzig eintreffen würde und von wo aus uns Frank in die Feststadt geleitete. Wir waren freudig überrascht, dort die Döllnitzbahn anschnaufen sehen zu können.

Nun wären wir vollzählig gewesen, wenn Silvia nicht kurzfristig verhindert gewesen wäre .  Hingegen konnten wir Frank ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren und seinem Vorausgeleit folgen.

Los ging es gen Torgau und zu unserem zugewiesenen Stellplatz. Hier können wir dem Veranstalter ein ganz großes Lob aussprechen. Selten haben wir bei ähnlichem Anlass so eine reibungslose Organisation erlebt. Parkplatz und Stellplatz waren in unmittelbarer Nähe, auch die Ausgabe der Picknickbeutel und die Häuschen für dringendere Bedürfnisse. Nur die lange Wartezeit bis zum Start des Umzuges war etwas nervig.

Dann, gegen 13:00 Uhr, kam Leben in das große Heer der Wartenden. Der Festumzug formierte sich. Wir mussten mal wieder um unsere vorbestellte, vertraglich gesicherte, Kutsche kämpfen. Aber wer Regina kennt, weiß, dass wir siegreich unsere Plätze darin einnehmen konnten. Es war zwar etwas eng aber sehr gemütlich. Die Einordnung unseres Bildes (Barocker Hofstaat aus Dresden), zwischen Friedrich dem Weisen und dem Brückenschlag von Torgau, kam uns dann aber doch etwas willkürlich vor. Abgesehen davon, waren aber, von den wenigen, der von uns, von den 140 Bildern des Festumzuges gesehenen, das Bild der drei Fürsten Friedrich der Weise, Johann der Beständige und Johann Friedrich der Großmütige und das Bild des Handschlages 1945 der Alliierten Sowjetunion und USA, die beiden besten Darstellungen. (Aber wie gesagt, da wir selbst Darsteller im Umzug waren, haben wir nur wenige Bilder gesehen.

Der Zug ging relativ flüssig auf Tour. Es gab selten Staus, aber die Strecke zog sich. Wie froh waren wir doch, kutschiert zu werden. Mehrere Bühnen wurden passiert, - eine davon gut mit Politprominenz besetzt. Gemeinsam hatten sie die sehr voneinander abweichenden Kommentierungen der vorbeiziehenden Bilder.

Auch wenn wir uns an falscher Stelle eingeordnet fühlten, pickte uns die mdr- Moderatorin aus dem Festumzug heraus und interviewte uns für den „Sachsenspiegel“. Das hat uns gefreut und später veranlasst, zügig gen Heimat und vor die Klotze zu ziehen. Scheen, dass die Sequenz mit uns nicht auf dem Schneidetisch geopfert wurde.

Als wir dann wieder am Ausgangspunkt unserer Kutschfahrt durch das gastliche Torgau ankamen, war zunächst nicht an Aufbruch zu denken. Immerhin strömten die fast 3000 Darsteller nun nach und nach herbei und verstopften (mit eben dem gleichen Wunsch nach schneller Heimreise) die Ausfallstraßen.

Hatten wir bei unserem Hiersein kaum Bekannte getroffen, so freute es uns dann umso mehr, unseren Freunden aus Altjeßnitz (Irrgartenverein) beim Heimwertsstreben zu begegnen. Natürlich war die Truppe im Gefolge der Ortsbürgermeisterin Gudrun DIETSCH, die für ein flottes Tempo Richtung Autos sorgte. Die Altjeßnitzer hatten es offensichtlich nicht so gut getroffen wie wir, denn nach den gut 3 Kilometern Umzugstrecke lagen noch etliche Meter Strecke zum Parkplatz vor ihnen.

Bärenstark, - so kündigten die Veranstalter den Tag der Sachsen an, was wohl nicht übertrieben war. Zumindest als Teilnehmer am Festumzug hatten wir das Gefühl, dass Torgau ein guter Gastgeber war. Als sich die vielen Besucher und Darsteller etwas verlaufen hatten, rüsteten wir ebenfalls zum Aufbruch.

Zunächst galt es einige Umleitungen zu durchfahren, aber irgendwann waren wir wieder auf freier Strecke und schnurstracks ging es gen Dresden. Nicht unerwähnt sei, dass die durchquerte Landschaft außerordentlich schön ist. Den „Sachsenspiegel“ haben wir alle noch erreicht und resümierend sind wir der Meinung, der nächste Tag der Sachsen sollte uns wieder sehen. Also, - Riesa ruft.  Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 10.09.2018)

    

 



Zurück