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23. Internationale Leinentage am und im Schloss Rammenau 25.- 26.08.18

 

Wo altes Handwerk und Händlertraditionen wieder aufleben

 

Bei den 23. Internationalen Leinentagen im und am Barockschloss  Rammenau vom 25. bis 26. 08. 2018

Es war heuer genau 10 Jahre her, wo wir damals, erstmals, an den 13. Leinentagen teilgenommen haben. Damals bildeten wir noch das Gefolge unseres Kurfürsten /Tilo MEIßNER †) und da unser Terminkalender Jahr für Jahr knüppeldick gefüllt war, hat es bis heute gedauert, dass wir unser Comeback in Rammenau feiern können.

 

Wir freuten uns auf unser erneutes Mitwirken und auf das Zusammentreffen mit unseren Freunden von der Tanzgruppe >>les danseurs de San. Souci<<, die nun schon zum fünfzehnten male ihre Barock- und Rokokoschritte auf das Parkett des Spiegelsaales von Schloss Rammenau setzen würden.

Angereist sind wir schon am Freitagmittag. Mit von der Partie waren Annerose und Siegmar, Silvia und Frank, die unseren Rudi im Schlepptau hatten und wir (Regina und Bernd). Elke, Renate mit Anke kamen dann am Samstagmorgen noch dazu.

Zunächst erkundeten wir das Festgelände und das Areal, wo wir unsere Schlafzelte errichten sollten. Dabei zeigte sich das Wetter recht ungnädig, sodass wir meinten, eine trockene Variante des Nächtigens in Betracht ziehen zu müssen. Platz für unsere müden Häupter fanden wir dann allesamt in der Pension, in der sich schon unser Rudi einquartiert hatte.

Aber die Hauptarbeit war das Errichten unseres Festzeltes, welches Silvia und Frank im Anhänger mitgeführt hatten und was während der Leinentage unser Domizil sein würde. Mit teilweise vom Veranstalter zur Verfügung gestelltem Interieur, Tafelmobiliar, Geschirr und Gläsern u s w, richteten wir das Zelt festlich ein.

Den Abend verbrachten wir zunächst in einer Lokalität, wo wir uns an leckerem Eis labten. Im Quartier wurde dann gut und reichlich genachtmahlt. Wie sich zum Abend gezeigt hatte, war unser Entschluss, nicht im Zelt zu nächtigen, goldrichtig. Wir fanden alle das richtige Plätzchen für gute Ruh’. Selbst Siegmar bestätigte, dass er gut geschlafen hatte, obwohl er aus dem „Herrenschlafsaal“ unters Vordach ausquartiert wurde. Auf jeden Fall hatten die anderen Kerle bei dieser Variante die ganze Nacht ihre Ruhe. Der Wind trug Siegmars Schlafgeräusche weit weit weg…

Der Sonnabend begann mit einem opulenten Frühstück und gegen 9:30 Uhr mit der Inbesitznahme unserer Leinwandvilla. Zu dem Zeitpunkt waren noch viele der angereisten Handwerker und Händler noch beim Einrichten ihrer Stände. Erste Besucher waren auch schon da und mochten sich über das emsige Gewurschtel gewundert haben. Unsere Freundinnen Anke, Renate und Elke waren ebenfalls eingetroffen und erkundeten das Festgelände. Als dann aber gegen 10:30 Uhr Country- Klänge erschallten, wussten alle, nun gehen die Leinentage richtig los.

 Offiziell wurde die Veranstaltung 13.00 Uhr im Ehrenhof von der Schlossherrin Frau ESCHLER eröffnet. Nach einigen Grußworten und Liedern des „Gemischten Chores Rammenau“ ging die Fete richtig los. „Vom Flachs zum Leinen“ interessierte offensichtlich sehr, denn bald war das weiträumige Schlossareal zunehmend von Besuchern überflutet. Es wurde geschaut, gekauft, gehört und (in unserem Falle) Fragen gestellt… Es war schon toll, was da so abging. Das Programm hatte an beiden Tagen viel zu bieten und wir meinten, vor 10 Jahren waren bei weitem nicht so viele Anbieter dabei.

Und dann waren da ja auch die Tänzer aus Potsdam angereist, um dem Publikum mit viel Können und Erklärungen, die Tänze des Barock und Rokoko näher zu bringen. Bei beiden Auftritten waren wir (als Dresdner Hofstaat) unter den Besuchern und waren erneut begeistert. Wir freuten uns, Jaqueline, Manuela, Mike und Matthes und Flori (als „alte“ Bekannte von Eisfeld) an unserer Kaffeetafel begrüßen zu können.

Wir haben aber beileibe nicht nur getafelt, sondern spielten auch historische Brett- und Kartenspiele und natürlich auch unser Maillespiel. Letzteres ermunterte zahlreiche Besucher zum Mittun. Natürlich haben wir auch die vielen Stände in den Gebäuden und dem weitläufigen herrlicher Park besucht. Von der Vielfalt des Angebotenen waren wir sehr angenehm angetan.

So verging der erste Leinentag wie im Fluge. Schade nur, dass unsere drei Mädels Anke, Elke und Renate schon gen Heimat mussten. Und ebenso bedauerlich war, dass unser Rudi (an diesem Samstag) nicht als Herzog von Orleans auflaufen konnte. Ihn hatte die Hexe geschossen. Und daher war verschärfte Bettruhe mit Wärmeflasche und vorsorglicher Betreuung durch die nette Wirtin angesagt.

Wir  Dagebliebenen haben uns, nach Schließung des Festgeländes, im Quartier umgezogen und strebten nun dem „Alten Zollhaus“ zu, wo wir unsere Freunde der Tanzgruppe und einige andere mehr, trafen um zu grillen, zu klönen, bisschen zu frieren, von Reineke Fuchs belauert zu werden und jede Menge Spaß zu haben.  

Irgendwann rief dann doch der Bettzipfel und nach abenteuerlichem Transport langten wir im Quartier an, um in die Falle zu gehen oder auch noch (immer) nicht.

Der Sonntag gestaltete sich wie der Vortag. Wieder kamen zahlreiche Besucher, - es war ein regelrechtes Gewimmel. Alle waren sie so froh wie wir, dass das Wetter, trotz aller anders lautenden Prognosen, gut durchgehalten hat. Bis zum Ende des Events 18:00 Uhr waren wir in unserer Leinwandvilla präsent, - hatten viele nette Begegnungen mit anderen Darstellern, Händlern und Besuchern. Letzteren konnten wir viele Fragen beantworten, - auch zum Mittun in unseren Reihen.

Dann haben wir uns von unseren Potsdamer Freunden verabschiedet, und zurück im Quartier, wurde in die Zivilklamotten gestiegen und schnell waren danach das Festzelt und alles Zubehör in Sack und Kisten. Auch ein „Schlupfloch“ fand sich, um den nunmehr, von den Händlern mit ihren Autos und Anhängern zugestellten Ehrenhof verlassen zu können…

Den Organisatoren, mit Frau ESCHLER und ihrem Team an der Spitze, danken wir herzlich für dieses wunderschöne Wochenende. Uns hat es hier in Rammenau wiederum sehr gut gefallen. Wir denken, dass es auch dem anderen Teil des Vereins, in Gotha bei deren Barockfest auf Friedenstein, so gut wie uns hier gefallen hat. Text:Bernd Schwabe / Fotos: Bernd Schwabe, Franziska Flora Hyneck [12] (eingestellt am 28.08.2018)  

 

 

 

 

 

 



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