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Schlossfest zu 750 Jahre Hoyerswerda vom 11. - 13. 05. 2018

Historica – Eine Veranstaltung im Rahmen 750 Jahre Hoyerswerda

Als wir bereits Ende letzten Jahres die Einladung zum Fest „Historica“ von Museum und Zoo Hoyerswerda erhielten, freuten wir uns sehr, damit eine weitere Veranstaltung in Hoyerswerda, neben dem Teschen- Markt, mitgestalten zu dürfen.

Eine geeignete Unterkunft, in der wir alle Patz hatten, war nicht leicht, aber dann doch fußläufig vom Schloss entfernt zu finden – eine geräumige Ferienwohnung unterm Dach. Bereits am Freitag reisten alle an, um unsere Präsentationsfläche – den Saal im Schloss – repräsentativ herzurichten.

Nach einem reichlichen und guten Abendessen beim Asiaten wurden letzte Handgriffe an die Roben gelegt. In gemütlicher Runde konnten wir nun auch auf das jüngste Enkelkind von Heidrun und Günther TENNERT anstoßen. Da wir an beiden Tagen von 10:00 – 18:00 Uhr mit den Besuchern des Festes agieren durften, waren die Abende nicht so sehr lang. So fand jeder alsbald sein Nachtlager und verbrachte eine mehr oder weniger „geruhsame“ Nacht.

Auf dem Weg zum Schloss stärkten wir uns im Stadtcafé bei einem reichhaltigen Frühstück. So konnten die Tage beginnen. Der Samstag war zudem ein besonderer Tag, den August II. hatte seinen 348. Geburtstag. Üblicherweise sind wir an diesem Tag in Dresden in der Hofkirche und gedenken seiner in der Gruft, wo sich eine Kapsel mit seinem Herz befindet. Aber heuer feierten wir diesen Tag mit einem sehr interessierten Hoyerswerdaer Publikum und ließen auch den Ehrentag nicht unerwähnt.

Die hochedlen Herrschaften nahmen an der gedeckten Tafel Platz und präsentierten barocke Mode und zwei Tänze. Zu letzterem waren die Besucher eingeladen, mitzutanzen. Wir waren erstaunt und begeistert, dass doch recht viele ein Tänzchen wagten und es recht schnell beherrschten. Gräfin von Schwabe zu Nau (Regina SCHWABE) vergnügte sich mit den Besuchern bei historischen Spielen. Gräfin Orzelska (Nadin SCHUBERT) bastelte mit den Kinder Blumen, während Gräfin von Königsmarck (Silvia WEISE) den Besuchern die hohe Kunst der Tafeldekoration mittels Falttechniken näher brachte.

Im Saal war ebenfalls der historischen Schlitten aufgestellt, der bereits zum Teschen- Markt als Fotokulisse diente. Auch an diesem Wochenende war er dazu aufgestellt worden. Das Museum und Heidrun TENNERT stellten die Kleider zum Ankleiden zur Verfügung. Diese Gelegenheit wurde reichlich genutzt.

Auch der Leiter des Zoos, Eugène BRUINS, fand den Weg zu uns und ließ es sich nicht nehmen, sich barock einkleiden zu lassen und mit uns ein Spielchen zu wagen. Er erkundigte sich, ob wir mit allem versorgt sind. Unser Graf von Schwabe zu Nau (Bernd SCHWABE) hätte mit Herrn BRUINS sicher ein ausführliches Fachgespräch über Killifische geführt, aber leider war er just an diesem Wochenende zur alljährlichen Leistungsschau der Deutschen Killifisch Gemeinschaft (DKG), dessen Präsident er zehn Jahre war, in München.

Zur Mittagszeit unternahmen wir abwechselnd kurze Ausflüge in den Zoo, denn im Schlosshof und im Zoo, waren Händler und Darsteller des Mittelalters zu finden, die im Außenbereich für Stimmung sorgten. Allerdings hatten wir unsere Bedenken, ob die doch sehr laute und eintönige mittelalterliche Musik die Tiere nicht verstört.

Nun hatten wir gehofft, dass auch die Reichsfürstin von Teschen als Hausherrin an beiden Tagen zugegen ist. Dem war leider nicht so. Da gab es wohl im Vorfeld einige Missverständnisse, weshalb uns die Reichsfürstin im Trauergewand leider nur eine kurze Stipvisite abstattete.

Nachdem am Sonntag dann der letzte Tanz getanzt war, nahmen wir alle an der Tafel Platz und verzehrten bei einer Tasse Kaffee die letzten Köstlichkeiten. So gestärkt und durch aller Tatkraft, waren unsere Utensilien dann recht schnell wieder in den Kaleschen verstaut. Glücklicherweise berichtete unserer moderner Fourier (Navi) vorab, dass sich auf dem Heimweg etwa drei Stunden Verzögerungen ergeben sollten, weshalb dann alle den Weg über Land nahmen, die herrliche Landschaft genossen und eher das traute Heim erreichten, als der Fourier zuvor vermeldet hatte.

Wir können konstatieren, es war ein rundum schönes und erlebnisreiches Wochenende, wir danken dem Museum und dem Zoo für die sehr nette Aufnahme und die helfenden Hände und kommen sehr gern wieder, so wir denn gerufen werden.  Text: Silvia WEISE, Fotos: Martina HEBING, Silvia WEISE, Günther TENNERT (eingestellt am 30.05.2018)

 



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