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Flanieren mit Zeitsprüngen am 15. April 2018 im Großen Garten

Wir folgten dem Ruf des Frühlings:

Spaziergang im Großen Garten und Zeitsprünge im Palais

Herrliches Wetter an diesem 15. April 2018, - wer wollte da gern zuhause bleiben? Eine bessere Gelegenheit den Wintermuff aus unseren Roben zu vertreiben, als ein Spaziergang in Dresdens größter Parkanlage, dem Großen Garten, kann es wohl kaum geben.

Am Hygienemuseum wurden die Chaisen abgestellt und dann ging es flotten Schrittes zum ausgemachten Treffpunkt am Palais (dem ältesten Dresdner Barockbau), wo Oberst von Bose, der Churfürst & Co. schon auf diese Verstärkung gewartet haben.

Mit dieser dreizehnköpfigen Flaniergesellschaft ging es nun (fast) pünktlich in die Kühle des Palais. Hier erwartete uns der Hauptgrund unseres Ausfluges, - die Jahrespräsentation des2018er - Studienganges >>Kostümgestaltung<< der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Gemeinsam mit dem Förderverein Palais Großer Garten entsteht hier alljährlich unter dem Motto >>ZEITSPRÜNGE<< eine Ausstellung von Arbeiten künftiger Kostümbildner.

Wir lenkten auch in den Jahren davor, öfter unsere Schritte in diese sehenswerte Exposition. Auch wenn uns viele der Exponate etwas sehr modern vorkamen, waren doch recht ansehnliche Ausstellungsstücke zu bewundern.

Für mich waren Höhepunkte, - die Festrobe Elisabeth I. und das barocke Festkostüm vom Hofe Ludwig XIV. – und ich will es nicht leugnen, die Schnürleiber (Korsettkurs 2017/18), Kragen und Hauben.  

Und dem Dresdner Hof blieben auch hier nicht Preußische Uniformen erspart, - allerdings aus der Zeit (etwas) nach uns… (daher erträglich).

Auch der Japanische Schwertkämpfer im Kamishimo war ansehenswert. Auch was dann noch so kam, auch wenn uns die Grundstoffe der Fertigung eher unspektakulär erschienen: Eierpappen, Kronkorken, alte CDs, Mülltüten u. a. „Unrat“. Verarbeitet zu Kunstobjekten, - ich sage ja nicht, dass mir diese sehr gefallen haben (die Idee schon).

Alles in allem haben die künftigen Diplom- Designer Arbeiten abgeliefert, die ihr Hiersein im Palais rechtfertigen, auch wenn unserem Churfürsten auch schon mal der Hut hochgegangen ist.

Im Park rund um das Palais konnte man sich danach an dem erfreuen, was uns die Natur an frühlingshafter Schönheit präsentierte und was die fleißigen Gärtner mit ihrem Geschick dazu beigetragen haben.

Auf der Hauptallee ging es dann Richtung Hygienemuseum, wobei einige Fotostopps vor Frühlingsblüten- Kulisse eingelegt wurden. Und da der herrliche Tag die Triebwagen und Züge der Parkeisenbahn aus ihrem Depot gelockt hatte, begegnete uns unsere gute alte „Pioniereisenbahn“ mehrmals mit kräftigem Pfiff und die (aus Kostengründen nur noch an Sonntagen eingesetzte) Dampflok kündigte ihr Nahen mit  lautstarkem Schnaufen an.

Weniger auffällig nahten wir der „Wachstube“, einem Restaurant an der Hauptallee, wo wir auch sogleich Plätze fanden und in freundlichster aufmerksamer Weise kulinarisch verwöhnt wurden. Diese überaus gute Aufnahme, war die zweite eigentliche Überraschung des Tages, - nach der sehenswerten (eintrittsfreien) Ausstellung im Palais (noch bis 29.04.18 geöffnet).

Als wir uns dann voneinander verabschiedeten, war uns klar, dass wir uns auch künftig zu gemeinsamen Aktionen zusammenfinden wollen, ohne irgendwelche starren Organisationsformen beachten zu müssen.

Der herrliche Flaniergang durch das satte Grün, die blühenden Gehölze am Wegesrand, die bunt bepflanzen Rabatten und die vielen gut gelaunten Menschen hier im Großen Garten waren Balsam für unsere Seelen, - es war einfach wieder schön, meint Bernd Schwabe (Text und Fotos).
[eingestellt am 17.04.18 ]
                                   

 

 

 



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