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12. Integrationsfest HALLO NACHBAR in Freital am 23.09.17

Integrationsfest in Freital- Zauckerode

>>Hallo Nachbar<<

Seit Jahren sind wir dabei, wenn in Freital, gewissermaßen als Auftakt der bundesweiten Interkulturellen Woche, unter dem Motto >>Hallo Nachbar<< ein Fest gefeiert wird, was uns Menschen und deren Kultur näher bringen will. Dabei merken wir jedes Mal, dass es keine fremden Menschen gibt, auch wenn uns manche Dinge zunächst fremd vorkommen. Aber darum gibt es ja das Fest in Freital, welches mit kulturellen Mitteln Grenzen, Vorbehalte und Misstrauen unter den Kulturen abbauen soll.

In Hinblick auf die Tatsache, dass in Sachsen 27% der Wahlbeteiligten für die populistische und fremdenfeindliche AfD votierten, scheint mir das Mitwirken des TDB bei diesem Integrationsfest wichtiger denn je…

Also folgten wir auch heuer dem Ruf des Vereins „Das Zusammenleben e. V.“ und kamen am 23. September nach Freital – Zauckerode, wo das Fest nun schon zum 12. Male stattgefunden hat.

Unser Verein war durch einen Bastelstand für Kinder vertreten, der gut von den Lütten frequentiert wurde. Das war in besonderem Maße dem engagierten Einsatz unserer Vereinsfreundin Nadin SCHUBERT zu danken. Sie hat ja auch einen Migrationshintergrund und lebt in Zauckerode und hat sich dort und auch in besonderen Maße bei uns im Verein integriert. Neben ihr waren aus dem TDB noch Elke METZNER, Silvia und Frank WEISE, sowie Regina und Bernd SCHWABE an der Veranstaltung beteiligt. Gegen 13:00 Uhr bis nach 17:00 Uhr zeigten wir dort unsere Präsenz.

Allen Beteiligten, aber vor allem Nadin und Bernd SCHUBERT, sowie ihrem David gilt unser Dank. Ein solcher auch den Vereinsfreunden, die beim Tanz auf der Bühne (in Zauckerode nie auf Schotter) ihr Können zeigten. Silke BRUX, Annerose und Siegmar JENTZSCH und auch hier Nadin SCHUBERT

Neben eigenem Mitwirken, - natürlich in barocker Robe, wurde ein vielseitiges Programm geboten, welches uns manch fremde Klänge und manch ungewohnten Anblick bot und dennoch nahe brachte. Egal, ob es die russische Gesangsgruppe „Rjabinuschka“ war, oder die Tänzer „Sanskriti“ aus Indien und aus der heimischen Gruppe, deren Mitglieder sich dem indischen Tanz verschrieben haben, oder der Künstler „Maqui“ aus Peru, , der zu Gitarre und Panflöte mit Musik aus Lateinamerika erfreute, oder seien es die Trommler „Tussangana“ aus Afrika gewesen, sie alle setzten die Glanzpunkte dieses Festes. Weitere Höhepunkte könnten aufgezählt werden, - vor allem auch von der Kinderbühne.

Damit wurde sehr wirkungsvoll für ein besseres Miteinander geworben und der Rezensent denkt, dem wurde in Zauckerode ein gutes Stück näher gekommen.

Wir „Adelsleute“ waren auch hier in unseren Roben Hingucker, und wurden auch gern und oft von den Besuchern angesprochen.

Zugesprochen hat das Publikum, - auch wir, dem reichen Angebot an Leckereien aus aller Welt, vor Ort frisch zubereitet, sehr gern. Und nun kommt die wohl einzige angebrachte Kritik. Wo viel gegessen und getrunken wird, zeigt das Schlemmern auch Wirkung, die wir als „Porzellanaudienz“ bezeichnen. Ein (!) "Thron" für all die vielen Besucher, - ein Unding und ein Stimmungskiller beim lange währenden Einreihen in die endlose Warteschlange.

Und etwas hat der Rezensent schmerzlich vermisst, da es in den Vorjahren seines Erachtens Höhepunkte waren, - die gemeinsamen Tänze der Nationen. Liegt es daran, dass der Mehrgenerationenpark, wo das Fest seit vergangenem Jahr stattfindet, nicht den Platz frei hat um sich auch beim gemeinsamen Tanze näher zu kommen?

Sei’s drum, uns hat es wieder gefallen, - wir waren wieder gern mit dabei und in 2018 sind wir als Traditionsverein Dresdner Barock auch wieder hier, wenn es heißt: Hallo Nachbar“…. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 25.09.2017)    

 

 



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