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9. Dresdner Schlössernacht am 15. 07. 2017

9. Dresdner Schlössernacht

Dass die Dresdner Schlössernacht inzwischen eine feste Institution geworden      ist, zeigte am 15.07.2017 die inzwischen 9. Auflage dieser Open-Air-Veranstaltung an den drei Elbschlössern Albrechtsberg, Lingner Schloss und Schloss Eckberg. Das beweist nicht nur der ungebrochene Besucherstrom sondern auch die wieder sehr große Gruppe historisch Flanierender um Silvia WEISE (STORIED EVENTS), die in diesem Jahr mit Ihrer Garderobe eine Brücke vom Frühbarock bis zu den goldenen Zwanzigern schlug. So war der Arbeitskreis Barock in Sachsen fast vollständig als buntes Bild vereint (!).

 

Am Schloss Albrechtsberg wurden 16:45 Uhr zuerst die VIP’s lautstark durch die Blechlavine, von oben herab durch die Stelzenläufer und auf Augenhöhe durch unser buntes Völkchen begrüßt, bevor sich pünktlich 17:00 Uhr die Tore für das „gemeine“ Volk öffneten. Ein Blick nach oben ließ uns hoffen und beten, dass die Himmelsschleusen doch bitte geschlossen bleiben.

 

Aufgrund unserer Gruppengröße wurden wir wieder gebeten, auch die Begrüßung der Besucher am Einlass zum Schloss Eckberg mit zu übernehmen. Heidrun TENNERT und ihre bunte Schar übernahmen dies wie meistens in den vergangenen Jahren. Vielen Dank dafür.

 

Unser Flehen hielt leider nur bis kurz vor 19:00 Uhr, dann öffneten sich die Schleusen und es ergoss sich ein sommerlich gewittriges Nass auf Veranstalter, Helfer, Künstler und Besucher. Jeder versuchte ein trockenes Plätzchen zu finden. Die Schlösser aber blieben den Besuchern verschlossen, ausgenommen den VIP’s im Schloss Albrechtsberg. So drängten sich die Besucher unter die wenigen Pavillons und in den Ein- und Aufgängen zu den Künstlergarderoben.

 

Unsere Teilnehmer am Schloss Albrechtsberg flüchteten in den Glasanbau der Jugendkunstschule, allerdings mit offenen Dachfenstern. Die „Einlasshelfer“ am Schloss Eckberg suchten in der Orangerie trockenen Unterschlupf, wurden aber etwas später teilweise recht unfreundlich nach draußen komplementiert.

 

Gut eine Stunde ergoss sich das schaurige Nass. An ein Flanieren zu den anderen Elbschlössern war nicht zu denken, denn unser Schuhwerk und so manches Kleid waren für die sehr aufgeweichten Wege nicht geeignet, denn Gummistiefel hatten wir nicht mit. So hielten wir uns vorzugsweise am Schloss Albrechtsberg auf. Einen kleinen Abstecher wagten wir dann doch zum Zelt der weltbesten Geschichtenerzählerin Jolanda QUERBEET, und Heidrun TENNERT freute sich, dass sie nun doch einmal die Geschichte „Wie backe ich mir einen Mann“ erleben durfte.

 

Es kam zwar vorerst kein weiteres Nass von oben, aber die ersten durchnässten historisch Flanierenden traten gegen 21:30 Uhr den Heimweg an. Andere Unentwegte blieben bis zum Feuerwerk. Resümierend kann man festhalten, es war wieder eine tolle Stimmung, der auch der Regen nichts anhaben konnte. Vielen Dank allen mitwirkenden historisch Flanierenden und dem Veranstalter mit all seinen Helfern. Text: Silvia Weise Fotos: Renate Al Atrash/ Heidrun Tennert (1) (eingestellt am 02. 08. 2017)



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