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Adventsmarkt auf Schloss Proschwitz am 27.11.2016

Proschwitzer Weihnacht am 1. Adventwochenende

Wie schnell geht doch dieses Jahr zu Ende, - kaum zu glauben, dass das Schloss Proschwitz nun schon wieder im hellen Lichterglanz des 2016er Adventmarktes erstrahlt. Dabei ist uns der vorjährige Markt noch in erschröcklicher Erinnerung, - d. h., das Wetter. Es war damals kalt, windig und überhaupt recht ungemütlich. Wir sehnten damals, mit schlotternden Gliedern, den Zeitpunkt der Heimfahrt herbei…

Heuer war das genau gegenteilig. Als der Weihnachtsmann frühmorgens aus dem Fenster schaute, goss es wie aus Kannen, aber die Himmelsschleusen schlossen sich noch bevor der alte Herr seinen Räderschlitten bestieg. Das beruhigte ihn und gab ihm Hoffnung, dass seine vergrippte Rotznase nicht noch mehr die Färbung seiner Kledage annimmt.

Der Weihnachtsengel hatte die Güte seinen Chef nach Schloss Proschwitz zu kutschieren und die Leiterin der Abteilung Schneeproduktion Kollegin Holle unterwegs zusteigen zu lassen.

Kaum angekommen, vollzog sich ein wahres Wunder, - der Himmel zog sich auf und St. Petrus beglückte uns und den Proschwitzer Adventmarkt mit hellem Sonnenschein. Der hätte freilich auf glitzernder Schneedecke schöner und vorweihnachtlicher gewirkt… Die Holle schob den fehlenden Schnee auf schlechte Kissenfüllung und Mängel im Materialnachschub (so eine alberne Ausrede nach 26 Jahren!!!) Egal, die Sonne begrüßte nun auch bald die eisige Majestät durchlauchtigste Schneekönigin, die schon seit zwei Tagen hier in Proschwitz weilte und hier etwas märchenhaftes Fluidum verbreitet. Begleitet wurde die Herrin von Frost und Eis durch einen Teil ihrer Hofmenagerie: Eisbär Flocki und dem Braunbär der kleinen Tierpflegerin Mascha. Weit waren deren Wege von Finnland und Russland und die Kinder hier auf Schloss Proschwitz hatten daran große Freude. Doch Eisbärenmädel Flocki bekam eine Lehre, seine Nase nicht in anderer Leute (oder Hunde) Dinge zu stecken. Ein prächtiger Alaskan Malamute (Schlittenhund) hatte Flockis freudige Annäherung etwas falsch verstanden und schwuppdiwupp hatte dieser deren Nase zwischen den Zähnen. Gern gab Hund dem Bär die Näse nicht zurück, aber Herrchen half nach. Und die Märchengesellschaft hatte was zu lachen…

Es ging vergnüglich weiter und wir hatten viel Freude daran, den Besuchern etwas vorweihnachtliche Freude vermitteln zu können. Besonders die Kinder hatten strahlende Augen ob der Märchenfiguren und waren auch dem Knecht Ruprecht sehr zugeneigt, wenn nach anfänglicher Skepsis klar war, der Olle mit dem Rauschebart (deren Echtheit viele kleine Hände prüften) tut mir nichts und verschenkt dazu noch Bonbons…

Der Weihnachtsmann meint, dass heuer besonders viel und angenehme Vorweihnachtsstimmung über Schloss Proschwitz lag, - so viel, dass wir Märchengestalten und der begleitende Weihnachtsmann nicht mal Zeit und Muse hatten im Schloss die Auslagen der vielen Händler und Handwerker zu bewundern. Wir blickten vielmehr in leuchtende Kinderaugen, - und der Weißbart in die der scheenen Muttis.

Bei Wildbockwurst und >>Echt Proschwitzer Glühwein<<, kredenzt vom Hausherrn Prinzen zur Lippe persönlich, den Klängen mittelalterlicher Sangeskunst oder Weihnachtsweisen aus der Trompete des Hofschmiedes, bald angehender Lichterketten und immer mehr in Scharen eintreffender Besucher, ließ es sich aushalten. Wir waren einhellig der Meinung, so schön war es lange nicht mehr. Schloss Proschwitz ist der Ort, wo der Advent zum erlebnisreichen Fest wird. Man hätte nicht nach Hause gewollt, aber irgendwann am Abend war die Zeit ran und die Kollegin Holle, mit ihren guten Beziehungen zum Märchenland- Fuhrpark, sorgte dafür, dass sie und der Weihnachtsmann gut gen Heimat chauffiert wurden (Danke).

Es war ein schöner Adventssonntag beim Prinzen zur Lippe, mit der Schneekönigin (Kerstin DANIEL), der Frau Holle (Sabine KÖHLER), mit Flocki (Petra TREPPTE) und dem Brummelbär (Sonja BADERSCHNEIDER), sodass der Weihnachtsmann viel Kraft tanken konnte um den ganzen, noch vor ihm liegenden, Weihnachtstrubel gut überstehen zu können.

Bevor es an das Austragen der Geschenke geht, hat er noch einige Schreibarbeiten zu erledigen. Zunächst muss er allzu bescheidene oder sehr unbescheidene Wunschzettel korrigieren und einen Bericht von diesem Adventsmarkt anfertigen. Veröffentlicht wird dieser natürlich unter dem Synonym Bernd Schwabe, dem er auch die Fotos zuschreiben tut. (eingestellt am 29.11.2016)  Fröhliche Weihnachten allen Menschen hier und in der Welt. 

   

 

 



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