Print This Page

Unser Mitwirken beim Schlossfest auf Lauenstein am 11. 09. 2016

Im Schatten des Geisingberges

Historisches Mittelalter- Schlossfest in Lauenstein im Müglitztal

Gern sind wir bisher das Müglitztal hinauf gefahren, wenn wir zu einem Event nach Schloss Lauenstein gerufen wurden. Der TDB hat das schon mehrere Jahre am Reformationstag so gehalten. Heuer müssen wir am 31.10. darauf verzichten, - da 2017 im Luther- Jahr, mit größerem Aufwand des Reformators, auch hier in Lauenstein, gedacht wird. 

Stattdessen folgten wir der (sehr) kurzfristigen Einladung zum Schlossfest, welches in den Vorjahren schon hier am „Tag des offenen Denkmals“ stattgefunden hat. Uns erwartete ein reines Mittelalterspektakel, bei dem wir eigentlich nicht so recht dazu passen wollten. Wir kamen uns daher auch recht verlassen vor. Hexe Wilma hatte uns zwar ganz lieb begrüßt, ohne dass der Kurfürst (Werner POHLE) und sein Hofstaat dem Publikum vorgestellt wurden wären. Dabei hätte schon das einen interessanten Programmpunkt für die Besucher gegeben. Da hieß es, gute „Miene zu bösem Spiel“ und wir hielten es mit unseren >>Drei Mädels<< (Kerstin DANIEL und Freundinnen) die als Eiszeitmenschen, - dick bepelzt (bei >30°C), sich ihren hintergründigen Humor nicht nehmen ließen. 

Gegen Mittag reihten wir uns hinter einem Mittelalter- Trommler zu kleinem Rundgang ein. Auch eine historische Modenschau gab es, - leider teilweise nicht stilecht. Gut getroffene Töne gab es beim Konzert vom „Männergesangsvereins Lauenstein/Geising.“

Am frühen Nachmittag waren wir als Barocktänzer gefordert, - unter den gegebenen Umständen eher überfordert. Der Rezensent tanzte den Gassentanz mit. Leider wurde dieser von Mittänzern nicht beherrscht; oder war es eher die schottrige Hanglage, die schwer beherrschbar war? Oder die beiden Pferde, die sich zwischen uns drängten und offenbar mittanzen wollten? Wir hätten diesen Auftritt, unter den gegebenen Umständen, ablehnen (oder abbrechen) sollen. Der Verfasser dieser Zeilen wird sich jedenfalls derartiges künftig verkneifen.

Tag des offenen Denkmals“ war, - und bei einem Rundgang durch das Schloss staunten wir Adelsleute, dass wir fast unter uns waren. Die Kupplung Denkmalstag und Schlossfest ist offenbar nicht so günstig.

Als ich mich auf den Heimweg begab, - dankenswerterweise durfte ich bei Familie SCHUBERT mitfahren, waren die meisten unserer Barockdarsteller ebenfalls schon gen Heimat entfleucht. Warum wohl?

Nun, es kann wohl nicht immer alles glatt gehen. Wer dem Mittelalter verfallen ist, wird wohl weniger kritisch geblickt haben, aber der Adel war wohl kurz vor dem Untergang, - dort im Schlossareal von Lauenstein!!!  

Ich danke unseren Vereinsfreunden Nadin SCHUBERT, Silke BRUX, Renate AL ATRASH, Annerose und Siegmar JENTZSCH, sowie Rudolf FRITZSCHE für ihre Teilnahme. Text und Fotos: Bernd SCHWABE (eingestellt am 12.09.2016) 



Zurück