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4. Winterball auf Schloss Schönfeld/Großenhain

Ein Wochenende zum schwärmen:

 

Der Winterball im Traumschloss Schönfeld am 5. Dezember 2015

Eigentlich ist der Wunsch nach barocken Tanzvergnügungen in unserem Verein nicht ganz so sehr ausgeprägt, wie vielleicht bei anderen Gruppen und Einzeldarstellern, was auch daran zu erkennen war, dass wir nun am Ort des Geschehens des 4. Winterballs auf Schloss Schönfeld, oft die Worte hörten: „Euch hätten wir hier nicht erwartet“. Dabei sind unsere Freunde Heidrun und Günther TENNERT (gewissermaßen mit Heimvorteil) schon vom ersten Ball an mit von der Partie. Wir SCHWABEs aber nicht, - und ehrlich gesagt, hatte der maskuline Part überhaupt keine Lust dazu. Doch es musste das (vorgezogene) Geburtstagsgeschenk (denn ein solches war die Ballnacht auf Schönfeld) für seine Holde eingelöst werden und so nahmen wir schon am Freitag, den 04.12.2015 Quartier in der freundlichen Pension Schönborn hier am Ort.

Während sich die Hofsängerin mit der Strapazierung ihres Haares befasste, nutzte der Kämmerer die Zeit um an Kirche und Schloss, sowie im Park seinen „Schnellmaler- Pinsel“ zu schwingen.

Gegen 17:00 Uhr ging es die 500m vom Quartier ganz gemütlich zum Schloss, wo uns zwischen 18:00 und 20:00 Uhr ein Tanzkurs erwartete. Hier konnten wir zahlreiche gute alte Bekannte und Freunde wieder treffen, aber auch nette neue Bekanntschaften schließen. Wir waren erstaunt, wie viele Barockenthusiasten schon am Freitag angereist waren. Und die meisten überließen sich gern den Anweisungen der Tanzmeisterin, die tapfer versuchte, die Schritte der Parkettakteure zu einigermaßen erkennbaren Barocktanzschritten zu formen. Wir Beide machten ebenso tapfer mit, - etwas Grundlage hatte uns unser Tanzkurs in Dresden mitgegeben. Aber die beiden letzten Tänze waren nach unserem Ermessen doch eher was für die „Profis“.

Es war, das wollen wir hier gestehen, doch etwas anstrengend. Man kam ganz schön außer Atem und die Füße fühlten sich gequält… Da war das anschließende gemütliche Beisammensein gerade richtig, um wieder zu Luft zu kommen und den Füßen Ruhe zu gönnen. Bei angeregten Gesprächen mit anderen Teilnehmern verging die Zeit schnell und die von der „Angermann- Truppe“ liebevoll gezauberten Schnittchen und bereitgestellten Getränke rundeten diesen netten Abend ab und es war des Bleibens bis spät in der Nacht…

Waren wir am Vortage noch in Zivil als Regina und Bernd SCHWABE dort, zogen wir nun am Samstagnachmittag gegen 14:30 Uhr als Hofsängerin Regina Concetta Baronessa de Moretti und Kämmerer Bernhardt Heribert Graf von Schwabe zu Nau ins Schlossareal ein. Bald füllte sich der Schlosshof mit weiteren Adelsleuten, auch Gesichtern, die am Vortage noch nicht zu sehen waren.

Die Oberhof- Schnellmalerin hatte gegen 15:00 Uhr ihre liebe Not, die bunte Gesellschaft recht wirkungsvoll zum Gruppengemälde zu postieren, schaffte es aber und wir alle sind auf das Ergebnis sehr gespannt. (Der Kämmerer beließ seinen „Pinsel“ überwiegend in der Tasche seines Justacors!!!)

Anschließend gab es die offizielle Eröffnung des Winterballes mit Sektempfang und Begrüßung durch den Organisator.

Gegen 15:30 Uhr wurden die hochedlen Ballgäste vom Zeremonienmeister begrüßt und vorgestellt und zu ihrem jeweiligen vorbestimmten Platz geleitet. Wir befanden das gut, war doch dadurch die Möglichkeit gegeben auch mal mit einem Tischnachbarn plaudern zu können, mit dem man bisher nicht ins Gespräch kam. Wir konnten uns daher sehr angeregt mit den Freundinnen aus Dessau unterhalten, wovon sich die eine, Anika, anschließend als sehr einfühl- und anführsame Tanzpartnerin entpuppen sollte (das baute ungemein Hemmungen beim ollen Grafen ab!) Auch mit der anhaltinischen Fürstin nebst Hofdame, sowie der Prinzessin kamen wir über Eck in ganz angenehme Konversation, die teilweise recht flott und locker wurde (etwas vorsichtig ausgedrückt).

Gestärkt durch Sächsische Eierschecke und Christstollen, sowie einem Schälchen Heeßen, vertrat sich die Adelsgesellschaft zum Verlustieren in den Räumen des Schlosses die (Tanz.-) Füße, um gegen 18:30 Uhr zum 3 Gänge- Menü des Abendessens gerufen zu werden. Der olle  Kämmerer (aber nicht  nur dieser) hatte dafür nur die Bewertung >>deliziös<< .

Gesättigt durch Linsensuppe (für den Turboantrieb), saftigen Kalbsbraten mit Kloß und vielerlei Gemüsebeilage und den Nachtisch, waren alle darauf aus, ihre nun übermäßig angefr… Kalorien abzuarbeiten und so strömte man in den großen Saal zum Tanze. Die Tanzmeisterin der gastgebenden Gruppe >> Margret JUST dirigierte dann auch die Tanzgesellschaft durch den doch etwas engen Saal, ohne dass es zu Zusammenstößen kam. Bei der Polonaise, dem Picking up Stick – variable de dresdense, und der Indian Queen hielt der Kämmerer noch mit (die Hofsängerin auch noch bei den nachfolgenden, etwas schwierigeren Tänzen) um nach der Dessert – Pause, dem Balle nur noch als Zuschauer zu folgen. Nach dem der letzte Barocktanz auf die Eichendielenbretter des Traumschlosses gelegt wurde, sollte lt. Programm mit >>Rock Me Amadeus<< die neue Zeit wieder über die Ballbesucher hereinbrechen, was wir Beiden nicht mehr erlebten. Etwas angeschlagen humpelten wir gegen Mitternacht zum Quartier und waren trotzdem noch voller Freude über dieses wunderbare Ballerlebnis, was uns die Freundinnen und Freunde um Bernd ANGERMANN geboten haben.

Spätestens hier scheint uns angebracht, unseren herzlichen Dank auszusprechen. Wie die Bienchen wurden wir von den Mitgliedern der organisierenden Gruppe umschwirrt, - jeder Wunsch wurde uns von den Augen abgelesen, die Gastronomie war hervorragend, - auch der persönliche Einsatz der „Les amis…“ als Serviererin und Kellner, die leckeren Schnittchen am Freitag und überhaupt, - selbst wenn sich der Rezensent große Mühe geben würde, er fände nichts um zu meckern. Auch die am späten Abend durchgeführte Verlosung der Wichtelpakete gehört in die Kategorie >>Gute Idee<< …

Auch wenn Ilona und Bernd ANGERMANN (die es an dem Wochenende nicht schafften zum Adelspaar von Werdern zu mutieren) es nicht so gern hören wollen, sie ragten ganz besonders als tätige Gastgeber hervor, - ebenso die Tanzmeisterin Margret JUST, die nicht nur beim (Vor-)Tanze sichere Schritte setzte, sondern auch beim servieren der Speisen. Auch der andere gute Geist des Festes Renate SCHMIEDEL (Friedericke Magdalena von Heinecken) mit mithelfendem Ehemann dürfen nicht vergessen genannt zu werden. Der diesjährige >>4. Winterball auf Schloss Schönfeld<< stand unter der Ägide des Reichsgrafen Heinrich von Brühl, - und das hat er in der Person von Ron SCHMIEDEL gut gemacht.

Was uns auch heuer wieder gefreut hat ist, dass sich der Schönfelder Bürgermeister Herr Hans- Joachim WEIGEL nicht davon hat abhalten lassen, seine Nase in unsere Angelegenheit zu stecken. An beiden Veranstaltungstagen überbrachte er uns seine persönlichen Grüße und Wünsche für gutes Gelingen. Ist doch nett und, wir werden dabei erinnert, dass es offenbar die bürgerbewegte Wende- Partei DSU immer noch gibt!

Sonntagmorgen, wir nahmen Abschied - von unseren Wirtsleuten und der netten Gemeinde Schönfeld mit seinem Traumschloss und den vielen schönen Eindrücken vom Winterball, - um gen Heimat zu starten.

In Dresden kurze Verschnaufpause und weiter ging es in die Neustadt, wo wir auf der Königsstrasse in einem Künstlersalon schon erwartet wurden. Uns erwartete hier Livmusik, Gesang und Rezitation, Kunstdiskussionen und für mehr als 50 Leute Schnittchen (die hatten wir doch gerade erst in Schönfeld), - die wir hier allerdings erst mal auf die Vorlegeplatten zu bringen hatten. Da weiß man doch die „Sandwichs a la Les amis de la…“ noch mehr zu schätzen.

Genug geschrieben, - hier  noch unser Resümee: „Was ist die beste Bewertung dieses Winterball – Wochenendes  2015? – Sofortiges Anmelden für 2016.

Fotos und Text: Bernd Schwabe (eingestellt am 10.12.2015)    

   

         der Wunsch zur Teilnahme an barocken Tanzvergnügungen in



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