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>>Hallo Nachbar<< - das Integrationsfest in Freital am 26.09.2015

>>Hallo Nachbarn, lasst uns miteinander feiern<<

 

Wir beteiligten uns beim Integrationsfest „Hallo Nachbar“ während der Interkulturellen Woche (Freital – Zauckerode am Samstag, den 26.09.2015)

Obwohl unser eigenes Event, das 5. Dresdner Lustlager schon sehr nahe vor uns lag und die organisatorische Vorbereitung (durch unsere Geschäftsführende Vorsitzende Regina SCHWABE und unsere Schatzmeisterin Nadin SCHUBERT) schon im vollen Gange war, haben wir die Einladung von Frau Tatjana JURK vom Freitaler Integrationsverein „Das Zusammenleben e.V.“ gern angenommen. Und an der Gestaltung des umfangreichen Programms haben wir uns mit historischen Tänzen beteiligt, - was uns nicht schwer gefallen ist, da wir dem diesjährigen Motto dieses Straßenfestes „Vielfalt gegen Einfalt“ nur zustimmen konnten. Es gilt zu beweisen, - wenn Politiker alle besorgten Bürger zu Neonazis machen und gar als Pack beschimpfen, - dass die Sachsen überwiegend eine gediegene Willkommenskultur haben. Wir vom TDB/AKB jedenfalls empfinden die kulturelle Vielseitigkeit und das Zusammentreffen so vieler Menschen aus so vielen unterschiedlichen Herkunftsländern, wie wir sie bei „Hallo Nachbar“ erleben, als äußerst beglückend und bereichernd, - weit über dieses Fest hinaus!!! Unsere Vereinsfreundin Nadin hat selbst einen Migrationshintergrund und beweist uns in unserer gemeinsamen Tätigkeit im Verein und Arbeitskreis, dass man nicht Fremde in der neuen Heimat bleiben muss. Ganz im Gegenteil, und, wir lernen von ihr zu verstehen, dass es ein Fremdsein in den Köpfen (beiderseitig) nicht geben darf.

Aber lasst uns nun das Festareal im Schatten des musealen Förderturms (Freital hat eine rege bergbauliche Tradition) im Ortsteil Zauckerode der Großen Kreisstadt Freital betreten. Unsere barocken Roben ziehen sofort die Blicke an und die unseren sind auf die Bühnendarbietungen ebenso gerichtet wie auf die Trödelmeile, den Kuchenbasar, die Kleintierausstellung, die Tombola und die Stände der Organisationen, die den Neubürgern beim Heimischwerden helfen wollen und sollen.

Auf der Bühne, wo einige unserer Freunde nach intensiver Probenarbeit so weit waren um öffentlich aufzutreten, wurden im Gefolge des Kurfürsten (Werner POHLE) und der Reichsgräfin von Cosel (Veneta LORENZ) einige der einstudierten Barocktänze vorgeführt. Der Beifall bewies, dass es gefallen hat. Dann trat das Duo „Edelweiß“ auf. Unsere Freunde Bernd und Nadin SCHUBERT boten eine kleine Auswahl von Liedern, die nicht nur aus dem "Edelweißländle" stammten, sondern auch von etwas weiter her, aus Nadins Geburtsland, kamen. Die „Katjuscha“ war wohl mit dem vorgetragenen deutschen Text ein Freundschaftsgruß (auch) für den ollen Kämmerer (denn der liebt dieses Lied so sehr). Eine Auswahl russischer Heimatlieder von einer Neufreitalerin vorgetragen, waren nicht nur für den alten Adelsmann ein Ohrenschmaus. Das war auch später bei der Schlager singenden jungen Interpretin so. Ein Augenschmaus nach dem anderen waren hingegen die indischen Tänze und auch die der Damen, deren (mehr oder weniger üppiger) Körpermittelpunkt für einen sehenswerten Bauchtanz wichtig ist. Die kleinen Festbesucher tummelten sich vor der Bühne und waren von den beiden Clowns begeistert. Da wollte man doch zu gern mitmachen. Klein- Paulchen, der seine Oma und Opa mit zum Fest gebracht hatte, erstürmte die Bühne und als „Wurzelzwerg“ die Herzen der Zuschauer. Es gab noch einige erlebenswerte Programmpunkte, bei dessen Vorführung man kaum bemerkte, wie die Zeit fortgeschritten war.

Fast zum Ende des Festes bat die Hofsängerin (Regina SCHWABE) um Beteiligung an unserem Gassentanz. Zunächst machten wir Robenträger es dem Publikum vor, - auch die wohl nicht vermeidbaren Rasen- Holperer, um uns dann die benötigten Tanzpartner aus dem Publikum zu greifen.  Was soll ich sagen? Bei so viel unterschiedlichem Temperament unterschiedlichster Rassen, waren wohl einige künstlerische Freiheiten nicht zu vermeiden. Letztendlich fanden sich alle wieder am ursprünglichen Fleck wieder.

Schlusspunkt war ein von TU- Studenten vorgetragener Salsa, der dann im zweiten Teil, - dem mit Publikum, - ähnlich anzuschauen war, wie unserer gemeinschaftlicher Gassentanz. Mühe haben sich alle gegeben und ein gemeinsames Ablachen soll ja auch sehr gesund sein.

Nach dem Schlusswort der Chefin Frau JURK erlebten wir ganz Erstaunliches. Jung und Alt, Alteingesessene, Neubürger, Studenten und weitere Gäste nahmen sich dem sofortigen Abbau der Festzelte und Tischgarnituren an und im Nu war kaum noch zu erkennen, dass hier eben noch die unterschiedlichsten Kulturen zusammen gefeiert haben.

Wir danken den Organisatoren für das wieder gelungene Fest und warten auf die erneute Einladung, damit man uns auch im nächsten Jahr wieder zuruft: „Hallo Nachbarn, lasst uns miteinander feiern“

Auch an alle unsere beteiligten Vereins- und Arbeitskreisfreunde geht mein Dank und nicht zu vergessen der Dank an unseren Tanzmeister Dieter SCHLEGEL der übers Jahr so seine Mühe (oder auch nicht) mit uns hatte. Text: Bernd Schwabe - Fotos: Bernd Schwabe (Bernd Schubert, Veronika Jacob)



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