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Bei der 17. Potsdamer Schlössernacht am 15.08.2015 dabei

Eine Nacht an Fritzens Gartenlauben

17. Potsdamer Schlössernacht am 15. August 2015

Es gibt immer Events, auf die man sich besonders freut. Dazu gehört die Potsdamer Schlössernacht, die uns im letzten Jahr erstmals gefangen genommen hat. Für uns stand fest, dass wir dort wieder hin müssen. Gern auch mit dem ganzen Verein, aber wenn dann wieder kurz vor knapp die Quartierabsagen kommen (wie bei uns in letzterer Zeit üblich!!!), fragt man, ob man es sich noch mal antut?

Egal, wir waren dort. Zunächst fuhren wir zu unserem Freund Steffen LEU zu seiner Freien Scholle in Trebbin, wo wir wiederum Unterkunft fanden. Von dort ging es per Taxe nach Potsdam. Hier im Krongut sollte auch heuer unsere Nachtwandlung an Friedrichs Schlössern beginnen. Am Ort des Geschehens dann, war das Programm schon im vollen Gange. Von Jutta VOSS choreographiert, erfreuten Barocktänzer mit viel Ernst und gut gesetzten Schritten das zahlreiche Publikum. Ganz konnten wir uns (im Gefolge des Friedrich Zwei) dem Tanze nicht widmen, da uns das Publikum immer wieder angesprochen hat. Man wollte meinen, dass es den großen Preußenkönig eher erkannte, als so mancher uns begegnende Robenträger bzw. Kostümierte (es wollte oder konnte). Für uns war es jedenfalls ein recht erschwertes Vorankommen, was uns dennoch erfreute, da es das Interesse der Besucher zeigte. Da der Park bekanntermaßen sehr weitläufig ist, gab es auch entsprechend viele Begegnungen, die in der absoluten Mehrzahl sehr nett waren. Einige Besucher erkannten uns wieder und wir waren erstaunt, wo man uns überall getroffen hat. Es ist schön, einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Gute Bekannte, ja Freunde liefen uns auch über den Weg, - der Hoftailleur Matthias LEWONIG mit Marie, - diesmal Beide gut in moderner Kledage getarnt.

Majestät lieh so gut wie jedem seiner Untertanen das Ohr, so dass seine Gäste, die, vom sächsischen Kurfürsten im Eilflanieren gut trainierten, Dresdner Hofschranzen, oftmals ungeduldig auf der Stelle treten mussten. So es noch hell war, konnten sich diese dabei an der Pracht der Blumenrabatten erfreuen. Doch langsam begann es zu dämmern und das unaufhaltsam. Nun erstrahlten Gebäude und Skulpturen in hellem Lichte und gaben der Schlössernacht ihren besonderen Reiz. An vielen Bühnen und Podien kamen wir vorbei, doch, um alles dort Dargebotene genießen zu können, hätte die Nacht 24 Stunden haben müssen.

Mit der Zeit kam auch etwas Ermattung über uns, will sagen: „die Beene taten langsam wie eh bissel weh“, so dass wir dem Neuen Palais zustrebten, wo wir am „Mopke- Süd“ das Ergattern von Sitzplätzen im Bistrobereich erhofften. Das erwies sich als sehr schwierig und, - dass zunächst der Hofsängerin ein Stuhl (nebst einem Glas Wein) gereicht wurde, - war dem zu verdanken, dass uns Altjeßnitzer erkannten und noch ganz des Lobes voll von unserem Mitwirken am Irrgartenfest waren. Dank seiner Autorität und Leutseligkeit bekam Olle Fritzen Kontakt zu netten Leuten, an deren Tisch wir dann doch noch alle drei Platz erhielten. Wir hatten nette Gespräche und viel Spaß. Auch Matthias und Marie gesellten sich alsbald dazu und so warteten wir spannungsvoll auf 00:30 Uhr, dem Beginn des Feuerwerks. Pünktlich belebte sich der Himmel, nur leider haben die sehr tief hängenden Wolken (die sich zum Glück in dieser Nacht nicht entleerten) manches der schwirrenden und knallenden Pracht verschluckt. Das mag das einzige Mango bei dieser Schlössernacht gewesen sein. Als die letzte Rakete erloschen zu Boden getrudelt war, sich unsere Tischgenossen verabschiedet hatten und unsere Gläser geleert waren, warteten wir nun nur noch aufs Heimholen durch die bestellte Taxe. Gegen 2:00 Uhr bestiegen wir sie und um die vierte Stunde hallten die ersten Schnarcher über die Freie Scholle.

Die Nacht war kurz, das Frühstück war reichlich und die Verabschiedung von unserem Gastgeber und Freund Steffen LEU war herzlich…

Dem, im Radio avisierten Stau, entgingen wir durch die Fahrt über Land, die uns herrliche Landschaftserlebisse brachte. Als wir dann doch noch auf die BAB aufgefahren waren, erreichte uns die Radiomeldung: „Stau zwischen Ruhland und Ortrand“. Konnte das nicht 3 Minuten eher kommen? Nun waren wir drin und hatten gut 3 Stunden Zeit uns zu ärgern. Und regnen tat es mittlerweile wie aus Kannen, -sehr animierend und ohne Parkplatz – WC weit und breit.

Irgendwann am Abend fuhren wir dann zuhause ein, - fix und fertig, aber mit freudvoller Erinnerung an ein wunderbares Event, was uns sicher auch in den Folgejahren wieder im Park von San. Souci sehen wird. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 20.08.2015)      



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