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Unsere Feier zum 300. Geb. von Rudi,Gerd, Werner und Bernd am 24.07.2015

Wenn man es allein nicht stemmen kann, packt man es gemeinsam an

 Wenn innerhalb eines halben Jahres gleich vier Freunde einen hohen runden Geburtstag feiern können, sich dann darauf einigen mit dem Jüngsten gemeinsam zu feiern, so kommt es, dass man einen 300. Geburtstag feiern kann.

Das ist nun mal kein alltäglicher Anlass der die beiden 80er Rudi FRITZSCHE und Gerd JACOB und die „Küken“, - die 70er Werner POHLE und Bernd SCHWABE hat beschließen lassen, gemeinsam als Gastgeber zu agieren und zu feiern. Das zum einen, weil es in größerer Gemeinschaft immer mehr Spaß macht zu feten und zum anderen, weil es etwas weniger auf die Geldbörse drückt, wenn man durch vier teilen kann.

Da fehlte nur noch eine geeignete Örtlichkeit, aber wer sagt es denn, - ein gewisser Garten in DD- Bühlau hatte sich schon zu früheren Gelegenheiten zum feiern empfohlen. Da Regina dafür (wohl sich dabei nicht im Klaren gewesen, was auf sie zukommt) Grünes Licht gab, konnte Bernd (wie ich) entsprechende Einladungen der „Viererbande“ an die Mitglieder und Freunde unseres TDB, des AKB, der IG Barock 1690 und an weitere Barockenthusiasten verschicken. Die meisten Angesprochenen reagierten erfreut und gaben keine Körbe und die, die nicht reagierten, sollen sich ärgern, wenn ich namens aller Beteiligten sage, dass es sehr sehr schön gewesen ist. Es war halt ein richtiges Freundschaftstreffen. Hier kam so richtig zum Ausdruck, was wir in unseren Reihen wollen, - eine Gemeinschaft ohne Hader, Neid und Misshelligkeiten…

So rückte die Zeit heran und wegen der zuhauf zu verzeichnenden Wetterkapriolen galt es, über entsprechende Gegenmaßnahmen nachzudenken. Ein Zelt musste her und da wir seit unserem 2013er Lustlager wissen, wo ein solches steht, äußerten wir bei unseren Freunden Heidrun und Günther TENNERT den entsprechenden Wunsch. Er wurde uns mit Freuden gewährt und am 22. Juli lieferten TENNERTS es an und gemeinsam mit Regina, Werner POHLE und etwas auch vom Hexenschussler (wie ich), wurde es aufgebaut.

Am Donnerstag, den 23. Juli verbrachten wir (Regina hatte für die Vorbereitung der Feier eine Woche Urlaub genommen) unsere Zeit überwiegend im Großhandel, denn wenn man dort schon gelistet ist, soll auch der Preisvorteil genutzt werden.

Der Freitagvormittag sah uns beim Grillfleisch schneiden und marinieren, 20 kg Kartoffelsalat produzieren und was sonst noch bei einer Feier jenseits von 45 Leuten benötigt wird.

Gegen 15:00 Uhr erhielten wir Hilfe durch Veronika und Gerd JACOB und Rudi FRITZSCHE, den wir gegen Mittag von der Bahn abgeholt hatten, machte sich seither bereits nützlich. Unserer Elke METZNER, war wohl zu wenig zu tun und so schnappte sie sich eine Rosenschere und schnippelte in unseren Beeten herum. Bald trafen auch Renate Al ATRASH und unsere liebe Freundin Anke ein. Nach und nach füllte sich das Festzelt. Alle Ankömmlinge waren bepackt mit Geschenken und/oder diversen Salaten u. ä. Leckereien, die unsere Geburtstagstafel bereichern sollte.

Renate, die eine Idee unserer Herzöge Peter und Volker v. HOHENBERG – RUH in die Tat umgesetzt hatte, brachte ein ganz besonderes Überraschungspaket mit. Viel bestaunt, mit Wasser im Mund begutachtet, schälte sich eine Schokotorte mit den marzipanen Konterfeis der Geburtstagsjubilare heraus. Es war noch beste Kaffeezeit und dem Ranghöchsten, also unserem Geenisch Werner, stand die Aufgabe der Teilung zu, die dieser recht brutal vornahm. Mit samt dem Bart säbelte er mir (bzw. dem Kämmerer) die halbe Wange mit weg. Dem General ging es quer über die Näse… Lassen wir das Gemetzel und erinnern wir uns an den Wohlgeschmack des Backwerks. Alle lobten es in höchsten Tönen, nur dem Kämmerer war die Torte nicht sieße genug (wer 6 Löffel Zucker in den Kaffeepott kippt, der lässt nicht wundern!!).

Wir frischen und schon etwas zeitgegerbten Geburtstagskinder haben uns sehr über die liebevollen Geschenke gefreut, für die im Freundeskreis gesammelt wurde oder die wir aus persönlicher Hand überreicht erhielten.

Dem Rezensenten (wie ich) hat die Torte, das Deckelglas, die Kleckerlätzschen, der blumige Bilderrahmen, die Spieluhr und und und sehr gut gefallen, aber eine besondere Freude hatte er als Kämmerer an dem modifizierten Wappen (nebst Wappenbrief) derer zu Nau (von seinem Freund Wolfgang PETZOLDT) und an der „Katjuscha“, die ihm von seiner lieben Freundin Nadin SCHUBERT in Originalsprache gesungen wurde. Da gab es schon einen Kampf mit dem Augenwasser, - es ist nun mal ein Lieblingslied.

Später folgte, begleitet von ihrem Mann Bernd SCHUBERT, noch „Kalinka“ und mancher lustige Singsang. Selbst aus Vietnam (aus dem Norden natürlich) war eine Volkskunstgruppe der dortigen Reisschnitterjugend mit einem Lied angereist. Die Delegation der Schnitterjugend war allerdings schon ziemlich betagt, aber das hat seinen guten Grund. Wer wollte in Hanoi riskieren, dass die jungen Reisschnitter nicht mit der derzeitigen Flüchtlingswelle schwimmen und hier ihren Schnitt machen wollen??? Nun egal. Das „Lied der vietnamesischen Reisschnitterjugend“ wurde vom >>Riceland- Duo<< ganz perfekt und mit jugendlichem Elan vorgetragen. Der alte Dorffunktionär Uncle Bernh Nauh Schwoh, der einst das Lied erfunden hat, freut sich, dass der Genosse Uncle Bern Zauk Roh vom Gebietskommidee Zauk Erh Odeh dazu einen deutschen Text „Büffel go zu Onkel Hoh“ verfasst hat. Damit ernteten die beiden alten bewährten Funktionäre wahre Beifallsstürme. Diese veranlassten den Dorffunktionär, auf seine 86seitige Abhandlung über den Erfolg der letztjährigen Reisernte zu verzichten.

Dafür gab es einige nette Rezitationen von Bernd SCHUBERT, Silke BRUX und zu späterer Stunde auch vom Rudi (!).

Regina, Frank und Silvia hatten sich ganz unbemerkt aus dem Festzelt entfernt und so überraschte uns deren Ruf: „Die erschten Werschte sind färtsch“

Das war das Signal zur Abendtafelei. Fein gegrillt und noch feiner eingelegt (wie von mir), mundeten die Steaks ebenso wie die Grillwürste, der „Schopska- Salat“ Made in Dreimädelhaus, oder „Scopska salata“ vom Balkanmädel Veneta, oder der Reissalat von Veronika, der Rote-Rüben -Salat (war zuerst weg) von Kerstin/Petra und und und. Wem sollte es wundern, dass sich der arme Kämmerer nun mindestens eine Woche von Kartoffelsalat ernähren muss. 20 kg waren halt doch etwas reichlich…

Satt und zufrieden, angeheitert durch Hopfensaft und dem Elixier der edlen Reben,  und durch die wunderbar lockere Atmosphäre ganz ohne Zeitgefühl, merkte man erst spät, dass es mittlerweile Nacht geworden ist. Nach und nach dezimierte sich unsere Festgemeinde und bald saßen wir nur noch mit WEISES und unseren Freundinnen vom >1690er- Viermädelhaus< und natürlich mit unserem Schlafgast Rudi am Tisch und klönten uns müde.

Der 300. Geburtstag verging und nun war schon der Kalendertag angebrochen, wo es für den Kämmerer galt auch noch seinen 70. Geburtstag (*20.07.45) im Kreise seiner Familie und lieber Freunde zu feiern. Auch diese Feier war sehr schön und wird noch lange in meiner Erinnerung bleiben.

Meine Regina hat mit viel Engagement und der Hilfe von Frank und Silvia das ganze Drumherum gemeistert und damit haben sie maßgeblich dazu beigetragen, dass unsere Feier „Schrittmaß 300“ allen unseren Gästen und den Mitjubilaren in bester Erinnerung bleiben wird. Ich sage DANKE, den Zelteltern Heidrun und Günther TENNERT, auch unseren weiteren Mithelfern, allen unseren Gästen und für die liebevoll ausgesuchten Geschenke.

Mädels, Gungs, - es war wieder scheen mit Euch, meint Bernd Schwabe, der auch diesen Text verbrochen hat und die Fotos geschossen hat. (eingestellt am 29.07.2015) 

 



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