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Dresdner Schlössernacht 2015 am 18. Juli

Dresdner Schlössernacht am 18.07.2015

Dresden feiert hoch über der Elbe – die Szene der Historiendarsteller Dresdens war vertreten, - in barocker Robe und auch in Gehrock und Zylinder (18.07.15)

Wir nehmen seit der ersten Schlössernacht regelmäßig an dem Spektakel im Schatten der drei Elbeschlösser teil. Dabei waren wir schon glücklicher, - damals, wo wir am Schloss Eckberg ein eigenes Areal erhalten hatten, um ganz in Barock zu agieren. Heute sind wir sozusagen „laufende Statisten“ was uns zwar auch Spaß macht, aber keineswegs unsere vielfältigen Potenzen in Sachen barocker Darstellung fordert und freisetzt. Wir hoffen, dass sich die Macher der Schlössernacht wieder einmal darauf besinnen, dass Dresden eine Barockstadt ist und Enthusiasten beherbergt, die in der Lage sind barocke Schätze zu heben…

Nun, am 18. Juli waren wir als Arbeitskreis mit Verstärkung durch die „Ebersbacher TDB- Jugendgruppe“, nicht nur barock unterwegs, sondern man sah auch Gehrock und Zylinder und Damenroben die durch S- Form- Korsetts die Weiblichkeit (ver-)formten…

Die Vielfalt der gezeigten Bekleidung kam beim Publikum sehr gut an. Auch wenn einhundert Jahre dazwischen lagen, die 35 Träger der unterschiedlichen Kledage kamen sich nahe und flanierten teilweise auch gemeinsam in ihren zugewiesenen Schlossarealen. Dabei ergaben sich recht neckische Fotomotive. Diese auch durch teilweise sehr originell auftretende Künstler und Künstlergruppen. Dem Rezensenten hat besonders der Stelzenlaufende Pudel des Janosch MAIER gefallen. Wenn man bedenkt, dass er damit seinen ersten größeren Auftritt hatte, kann man nur größte Hochachtung empfinden. Überhaupt, die Stelzenläufer(innen) nötigen Respekt ab, - uns taten auf dem üblen Kopfsteinpflaster und den Schotterwegen zwischen den Schlössern so schon die Füße zur Genüge weh…

Als wir unseren „Dienst“ 16:00 Uhr antraten, - Begrüßung der V.I.P. – Gäste, - dauerte es nicht lange und es begann zu tröpfeln. Zu unserer aller Glück verzogen sich aber die Regenwolken und es blieb diesmal trocken beim Schlösserfest. Mit grausen denken wir an den total verwässerten Schlössernachtauftakt, wo wir bis zu den Hüften nass und dreckig wurden und sich am nächsten Tag ein zünftiger Schnupfen einstellte. Wie gesagt, es blieb gottlob trocken und auch der Wachtelkönig scheint nicht mehr (er hat wohl nie dort) auf den Elbwiesen zu brüten, so dass wir auch in den Genuss eines Höhenfeuerwerkes gekommen sind.

Ich denke, allen unseren Teilnehmern hat es gut gefallen, sonst hätten sie nicht so weit bis in die Nacht ausgehalten. Silvia, die mit ihrer Storied- Event- Agentur den Part der „Kostümierten“ organisiert hat, wird über die zahlenmäßig gute Beteiligung nicht zu klagen haben. In meinen früheren Berichten zu den Schlössernächten kann der übliche Ablauf des Festes nachgelesen werden.

Wir denken, dass wir auch künftige Einladungen gern annehmen werden, um unsere historischen Farbtupfer ins Festgeschehen einbringen zu können. Text und Fotos: Bernd Schwabe, weitere Fotos: Frank Weise / Carsten Rietzkow (eingestellt am 28.07.2015)

 

 

 



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