Print This Page

Schlösserrundfahrt am Tag der offenen Gärten und Parks am 31. Mai 2015

Offene Türen – offene Herzen

Unsere Rundfahrt am Tag der offenen Parks und Gärten (31.05.15)

Wir besuchten Schloss Zabeltitz, Schloss Schönfeld und Schloss Lauterbach

Was war das doch für ein schöner, erlebnisreicher und sonniger Frühlingssonntag, der uns bei einer Rundfahrt zu den altehrwürdigen Landschlössern in Zabeltitz, Schönfeld und Lauterbach sah.

Zunächst war Treff bei SCHWABES in Gorbitz, wo sich die Reisegesellschaft auf deren Droschken aufteilte. Dann Start und erstes Ziel, das Schloss des Grafen Wackerbarth- Salmour in Zabeltitz. Hier erhielten wir Verstärkung aus Schiebock und auch unsere Freunde Heidrun und Günther TENNERT stießen nun dazu, um unsere weitere Rundreise anzuführen.

Zuförderst begrüßten uns Barockfreunde aus Dresden und luden zu einem Tänzchen ein. Gemeinsam mit den Barocktänzern aus Chemnitz setzten Nadin und Regina ihre Schritte aufs Parkett, - sprich : Kiesbett, was allen Anwesenden und Akteuren rechte Freude zu machen schien. Danach gönnten wir uns einen kurzen Spaziergang durch den Park, der wahrlich sehenswert gemacht wurde und offene Tore rechtfertigt. Wir haben in früheren Jahren öfters hier im Schloss getafelt, sodass uns jetzt die vielen positiven Veränderungen am Schloss (Neues Palais) und im Park, sehr augenscheinlich wurden. Vor allem die Wasserfläche fügt sich jetzt besonders lieblich in das Parkidylle ein. Hier konnten wir alte Bekanntschaften erneuern. Wir trafen die Fechtgruppe aus Glashütte, mit der wir früher gemeinsame Auftritte hatten und die sich über das Wiedersehen freuten. Man wird sich wieder sehen.

Der ehrenwerte Philipp Herzog von Orleans und Anjou (Rudolf FRITZSCHE)   wusste die Ehre der durchlauchtigsten Zarewna (Nadin SCHUBERT) mit blanker Klinge zu verteidigen, als dieser zwei der verwegenen Degenfechter in den Weg traten.

Mittlerweile gaben die anderen Akteure ein Programm, welches auch unsere Adelsleute verfolgten. Nach einem missglückten Mittagstisch folgten wir dann den Aufbruchsrufen des Freiherrenpaares von Erdmannsdorf (TENNERTS) und bestiegen unsere Chaisen Richtung Traumschloss Schönfeld.

Dieses wahrlich geeignete Schloss für den Ehestart, hatten wir im Herbst beim barocken Brautzug der damaligen dort stattgefundenen Hochzeitsmesse schon kennen gelernt, und waren auch heuer wieder begeistert.

Wir kamen an, als die Jagdhornbläser gerate eine verdiente Pause machten und das zahlreiche Publikum uns Überraschungsgäste mit einem spontanen und lautstarken Beifall begrüßte. Heidrun begrüßte unsererseits die Zuschauer und die Adelsleute stellten sich (in ihrer Rolle) dem Publikum vor.

Wie begeistert wurde doch die Frage der hochwohllöblichen Hofsängerin Baronessa de Moretti (Regina SCHWABE) aufgenommen, der Zuhörerschaft etwas aus ihrem Repartiere zu gehör zu bringen!!! Nach einem, mit viel Beifall bedachten Lied der Barockzeit, folgte das „Ännchen von Tharau“, bei dem sie eine vielstimmige Unterstützung aus dem Publikum verzeichnen konnte. Sehr selten erleben wir, dass das Publikum so mitgeht und persönliches Bedanken so vieler Mitsänger erlebt man auch nicht so oft.

Danach entführte uns Günther TENNERT in das Schlossgemäuer und gab uns eine Führung. Er war dazu auch im wahrsten Sinne des Wortes prädestiniert, ist er doch gebürtiger Schönfelder und hat schon als Knabe Leben ins Schloss gebracht, - ging er doch hier im Schloss schon in den Kindergarten und später auch zur Schule. Dieser, zunächst etwas ungewöhnlich anmutenden Nutzungsart eines Adelssitzes, verdankt das Traumschloss wohl seine gute Erhaltung, - gerade weil es als Schule genutzt wurde. Viele alte Adelssitze hatten nicht das Glück einer vierzigjährigen sinnvollen guten Nutzung und verfielen… Heute  kümmern sich viele um das Schloss, - neben dem Schlossverein ist auch der Bürgermeister sehr rührig um ihr Schloss bemüht. Der Gemeindechef war von unserem Kommen sehr freudig überrascht und ließ aus diesem Anlass sogar seinen Grillstand für kurze Zeit alleine. Na klar, Herr Bürgermeister, wir sind nächstes Jahr bei ihrem Gemeindejubiläum mit  von der Partie.

Nachdem wir alle Räume des Schlosses ausgiebig beschnorchelt hatten, nahmen wir auch noch den gastlichsten Raum des Traumschlosses in Beleg und hatten hier dass, was wir zu Beginn unserer Rundreise nicht hatten, - eine gute gastronomische Betreuung. Der Kuchen a.- la Hausfrau mundete uns köstlich.

Gestärkt und voll mit positiven Eindrücken bepackt, konnten wir nun den letzten Teil unserer Rundreise in Angriff nehmen. Wir folgten unseren ortskundigen Führern durch Feld und Flur und gelangten in Lauterbach an. Ehrlich gesagt, der Rezesent hatte vorher nie davon gehört und war dann umso mehr überrascht, auch hier ein so gut erhaltenes und instand gesetztes Landschloss vorzufinden.

Auch hier wurden wir, wie in Schönfeld, ganz herzlich aufgenommen und es gab die gleiche Prozedere, d. h., die Hofsängerin gab einige Lieder zum Besten und fand auch hier viele Mitsänger.

Bevor wir das Schlossinnere erkunden konnten, lernten wir einen ganz interessanten Mann kennen, der in Kennerkreisen als „Hochland- Canaletto „ bekannt ist. Viel konnten wir uns betreffs dieses Spitznamens nicht vorstellen, aber dann, ja dann war das Erstaunen riesengroß! An vielen Wänden des Hauses, welches noch viel Geld und Engagement benötigt um auch zum Traumschloss zu werden, fand sich aber ein Bilderschmuck, der uns bas erstaunen ließ. Irgendwie dachte der Rezesent an Prof. Tübke oder Louis de Silvestre, - jedenfalls hat keiner von uns vermutet, hier so herrliche Ölbilder im Stile des Barock vorzufinden. Ganz toll.

Wie an den anderen Schlössern standen wir hier auch Positur fürs Erinnerungsfoto und führten manch anregendes Gespräch.

Auch hier in Lauterbach, geht der Blick, wie auch in Schönfeld und Zabeltitz schon erlebt, aufs Wasser und zaubert idyllische Momente.

Unsere zehnköpfige hochadelige Reisegruppe war sich einig, - dieser Tag der offenen Parks und Gärten brachte uns an unseren drei Reisezielen viele Glücksmomente, - und vermisstes Händeschütteln zu Beginn unserer Rundreise, wurde nun nachgeholt, - herzlich, verbunden und dankbar…

Resümierend stellten alle Teilnehmer fest, dass dieser Sonntag ein sehr schöner war und wer nicht dabei war, der hat viel versäumt.

Herzlichen DANK allen Teilnehmern und besonders unseren Freunden Heidrun und Günther TENNERT, die uns mit viel innerer Anteilnahme und Freude zu und in „ihre“ Schlösser geführt haben. Wir kommen gerne wieder. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 08.06.2015  )  

                                                                                                             *****         



Zurück