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am 345. Geburtstag August II. in der Fürstengruft, 12.05.2015

Traditionspflege des TDB und AKB

Aus Anlass seines 345. Geburtstages besuchen wir unseren Kurfürsten August den Starken in der Fürstengruft der Kathedrale ( 12. Mai 2015 )

Es gehört zu den schönen Traditionen unseres Vereins, am jeweiligen Geburtstag des sächsischen Kurfürsten und Königs in Polen August II., den wir heute den Starken nennen, in der Fürstengruft der Wettiner, seiner mit einem Blumenbukett, einer Schweigeminute und oft auch mit einem kleinen Vortrag zu gedenken. Dabei begleiten uns seit dessen Gründung auch die Freundinnen und Freunde des Arbeitskreises Barock in Sachsen.

Das hatten wir uns auch heuer wieder vorgenommen, - zumal wir 2015 des 345. Geburtstages des berühmtesten Vertreters des Wettiner Fürstengeschlechtes zu gedenken hatten.

Dieser 12. Mai war selbst der BILD- Zeitung einen kleinen Artikel wert. Nun, die, die wir seit mehr als 10 Jahren an diesem Tage den Weg in die Wettiner- Gruft finden, fanden in dieser kleinen Mitteilung keine Erwähnung, was uns nicht unbedingt schwer trifft. Aber verwundert hat uns schon, dass die (nach uns) an Augusts Herzkapsel erschienene und von drei Barockkavalieren flankierte Dame, eine vorgebliche Historikerin, sich dahingehen äußern musste: „…kaum sonst jemand außer uns ehrt sonst den Mann, dem Dresden die ganze Pracht verdankt.“. Ja, es verwundert uns schon sehr (oder bei dieser Frau wundert uns gar nichts mehr!!!). Auch wenn der Artikel behauptet, dass jene Dame zum Kreis von August- Fans gehört, - der großen Dresdner Barockfamilie, die sich im AKB gefunden hat, - ist sie bisher eher aus dem Weg gegangen (und das im wahrsten Sinne des Wortes)… Unsere allseitigen Aktivitäten sind ihr aber gewiss bekannt, auch unser alljährliches Geburtstagsgedenken in der Kathedrale. Dass nun, nach eigener Aussage des Journalisten, er wegen einer Verspätung uns nicht mehr in der Kathedrale erreichte und sich daher jemand von der Strasse gegriffen hätte, die dann mit unseren Blumen vor Augusts Herzkapsel postierten, ist schon ein ziemlich starkes Stück.

Pünktlich 14:00 Uhr geleitete uns ein Mitarbeiter der Propstei hinunter in die Kühle der Fürstengruft, wo so viele bedeutende Angehörige des Fürstenstammes der Wettiner ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Unser Starker August, der dort seine Ruhe fand, wo er als König regierte, - in polnischer Erde, hatte schon zu Lebzeiten verfügt, dass sein Herz nach seinem Ableben in sein geliebtes Dresden  heimkehren solle. Dort befindet es sich nun auch in silberner Kapsel und soll immer dann ganz schnell schlagen, wenn holde Weiblichkeit, der er ja Zeit seines Lebens herzlich zugetan gewesen ist, daran vorbei geht. Sicher pocht das alte Herz auch angenehm berührt, dass man heute noch seines einstigen Trägers in ehrendem Andenken zugetan ist. Ja, Dame R hat recht, wir Dresdner verdanken diesem großen Fürsten nicht wenig von all der Pracht, die so viele Touristen nach Dresden lockt und auf die wir Dresdner so stolz sind.

Wie auch in den anderen Jahren hat unsere Christine BARTEL wieder ein Blumengebinde für unseren Starken August niedergelegt und die Gratulanten gedachten ihm in dankbarer Stille und Ehrfurcht.

Eigentlich hätte nun noch ein weiterer starker August, - unser unvergessener Freund Tilo MEIßNER-, besucht werden sollen, aber leider gab es ein Transportproblem. Der Secretarius und Cämmerer, der am 12. Mai dem Kurfürsten nicht die Ehre geben konnte (Urlaub), fand aber im nachhinein den Weg zu Tilos letzter Ruhestätte, wo er ihm ein Blumensträußchen niederlegte.

Nun werden wir im Oktober noch der Cosel zu ihrem Geburtstage auf der Burg Stolpen gedenken und im nächsten Mai werden wir auch wieder des Starken August Herz ins Schwingen bringen (und auch wieder unseren Tilo besuchen), - womit wir jene Dame und BILD eines besseren belehren. Text: Bernd Schwabe, Fotos (von Papierbildern gescannt): Renate Al Atrash (eingestellt am 02.06.2015)      

 



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