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Flanieren in den Frühlingsanfang am 22.03.2015

Flanieren zum Frühlingsanfang (22. März 2015)

     TDB und AKB starten in die 2015er Flaniersaison

 

Nach einer regelrechten Bilderbuchwetter- Woche brannten wir darauf, unsere Barockroben erstmals wieder spazieren zu tragen, - was bei uns heißt (!), wir wollen dabei unser Anliegen, die Pflege des Dresdner Barock, in die Herzen der Dresdner und ihrer Gäste tragen…

Das schien uns an diesem Sonntag des Märzens gelungen zu sein.

Doch erinnern wir uns der Reihe nach.

Bei der TDB- Jahresmitgliederversammlung wurde angeregt, wieder mehr (mehr als es der AKB 2014 wollte) durch unser historisches Dresden zu flanieren. Also haben wir entsprechend viele Flaniertermine in unser Jahresprogramm 2015 gestellt. Da war es uns (hier spricht der Secretarius) nicht leicht, weitere Flaniergänge einzufügen. Also schloss sich der AKB unserem Verein an und legte auch seinen ersten Stammtischtreff auf diesen Sonntagvormittag.

Wir trafen uns wie gehabt 10:00 Uhr im Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“ in Dresden- Mitte. Das Wetter entsprach an diesem Sonntagvormittag nicht dem, wie wir es im Laufe der Woche mit viel Sonne und angenehmen Temperaturen erlebt hatten. Daher waren die vom Wirt für uns bereitgestellten 40 Stühle dann doch etwas zu reichlich, denn es kamen, - bei Temperaturen etwas über Null, (offenbar) nur die härtesten der Harten (insgesamt 14) zum ersten Stammtisch des Jahres 2015. Graf zu Nau und der Stadtmajor Oberst von Bose hatten beim Empfang der Ankömmlinge Grund zum wundern, denn an der Kledage einiger dieser war zu erkennen, dass sie das Wetter abgeschreckt hat, mit ihnen zu defilieren. Wie würde Tilo meinen? „Schönwetterhofstaat“.

Egal, wir hatten eine Versammlung, in der wir in aller Gelassenheit und sachlich debattierten, Termine suchten und fanden, überfälligen und den AKB und die ganze Dresdner Barockszene belastenden Ballast abwarfen und uns auf künftige gemeinsame Unternehmungen freuten.

Bis zum Beginn des Flanierens war dann noch genügend Zeit um sich an den gutbürgerlichen Speisekreationen der „Schießhaus“- Küche zu laben.

Entsprechend  gestärkt mit viel Freunde in der Brust, machten sich dann sieben unentwegte Hofleute auf den Weg.

Die Hofdamen Henriette Amalie Gräfin Reuß zu Obergreiz (Petra TREPPTE), Rachel Charlott von Vitzthum (Sonja BADERSCHNEIDER), Baronin Louise von Glasenapp (Marlies FROHNHÖFER), Platzmajorin Amalia Gräfin von Bose (Christine BARTEL), der Stadt- und Platzmajor Oberst Carl Alexander Graf von Bose (Wolfgang PETZOLDT), sowie der Gesandte in Russisch- Finnland Bernhardt Heribert Graf Schwabe zu Nau (Bernd SCHWABE) mit seiner aus fernem Zarenreiche mitgebrachten, überaus rührigen  Zofe Nadeschda (Nadin SCHUBERT) begaben sich nun auf den Weg.

Der führte zunächst am >Herzogin Garten< (oder besser, was davon übrig geblieben ist, - eine Baugrube für Luxuswohnungen) vorbei zum Zwingerteich. Im Rücken des Physikalisch- Mathematischen Pavillons folgten wir dem Weg zur Semperoper und durch den Durchgang der Sempergalerie gelangten wir in den Zwingergarten. Wir waren wohl eine Überraschung für die dort zahlreich befindlichen Touristen, bei diesem kalten Wetter zu flanieren (für sie zu flanieren!)… Die vielen Fotografierwünsche „nagelten“ uns geraume Zeit fest, was dem Frost Gelegenheit gab, den Edeldamen unter die Röcke zu kriechen. Die Glasenappsche turvierte dann auch entsprechend und unsere kleine Flaniergesellschaft landete am Postplatz im Café der Bäckerei M, wo wärmender Kaffee (Dirschendrung) und Eierschecke die Lebensgeister wieder weckten.

Während wir dort beim Schlemmern saßen, gab sich doch tatsächlich das Klärchen noch die Ehre. Zunächst lugte sie sehr verstohlen aus dem Wolkenvorhang, aber bald war dieser völlig weg und wir hatten es nun doch noch, unser gewünschtes ideales Flanierwetter.

So gelangten wir noch auf die sonnige Brühlsche Terrasse und zu den Krokussen am >Hasenberg< und dem >Albertinum<. Dann ging es weiter zum Neumarkt und am >Fürstenzug< vorbei nochmals in den Zwingergarten. Dort wollte man uns wieder partout nicht weitergehen lassen, - unzählige Fotos wurden auch noch von unserer nun arg geschrumpften Flaniergesellschaft gemacht.

Dann gelang uns doch noch die „Flucht“ durch das Kronentor und zu unseren Chaisen.

 Resümierend konnten wir feststellen, dass wir mit dem Stammtisch sowie dem nachfolgenden Härtetest der Flanierunentwegten, wiederum einen sehr schönen Sonntag in Gemeinschaft hatten, - der dann sogar noch mit strahlendem Sonnenschein endete. Text und Fotos: Bernd Schwabe / Fotoservice B. Hirche (5) (eingestellt am 23.03.2015)

 

 



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