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Proschwitzer Weihnachtsmarkt am 28. u. 30. 11. 2014

Wein und Weihnachtsmann – Adventsmarkt Proschwitzer Weihnacht (27.11. – 30.11.2014)

Mit der IG Barock 1690 auf Schloss Proschwitz als Märchenfiguren dabei

Traditionell folgen wir, Regina und Bernd SCHWABE, als Mitglieder des TDB, der Einladung unserer Freundinnen der IG Barock 1690, um zum jeweils ersten Adventswochenende als Weihnachtsengel und Weihnachtsmann, zum Thema passende Farbtupfer zu setzen.

Kerstin DANIEL, die Schneekönigin, hatte nach ihrer Einladung beim letzten AKB- Stammtisch auf rege Teilnahme der dortigen Mitstreiter gehofft, aber lediglich der Froschkönig, der sich bei genauerem Hinsehen als Froschkönigin Ina HIRCHE entpuppte, erschien am Freitag als gewünschte Märchenfigur. Dennoch, im TDB wurde der Einladung etwas mehr Gehör geschenkt. Neben dem Weihnachtsengel und dem Weihnachtsmann hatte der aromatische Duft des Proschwitzer Glühweins, der Schein der Lichter des romantischen Weihnachtmarktes mit seinen originellen Auslagen der Kunsthandwerker, viele kulinarische Köstlichkeiten von Elchsteak bis Bisonknacker und nicht zuletzt das Bukett erlesener Weine aus Proschwitzer Anbau, machten 6 TDBer einen Ausflug ins Meißner Weinland. Und am Samstag gesellte sich eine russische Märchenfigur, - die „Schöne Wassilissa“? (Silke BRUX) zu Schneekönigin (Kerstin DANIEL), Eisbär Flocki - oder Lars oder Knut? - (Petra TREPPTE) und Häschen Mümmelmann (Sonja BADERSCHNEIDER)…

So rückte nun also der Weihnachtsmann am Freitagmittag in den Vorplatz des Schlosses derer ZUR LIPPE ein. Erbaut wurde das Schloss in den Jahres 1701 – 1704 im Stil des Barock. 1943 von den Nationalsozialisten beschlagnahmt, erfolgte 1945 die völlige Enteignung. Es war wohl ein Glücksfall, dass nach der Wende, der Prinz Dr. Georg ZUR LIPPE den Familienbesitz wieder übernahm das Gebäude in alten Glanz versetzte und den Besitz (mit Weingut und Weinbergen) zu einem leistungsstarken Betrieb entwickelte.

Grund zum Feiern gibt es auf Proschwitz allemal und nicht nur Weinfreunde feiern dort gerne mit. Insgesamt ist ein großer und ständig wachsender Besucherandrang zu verzeichnen. Am Freitag, so vermerkte der Weihnachtsmann, war der Zuspruch noch etwas verhalten, aber am Sonntag war doch ein sagenhaftes Gewusel in und um das Schloss und viele leuchtende Kinderaugen strahlten den alten Weihnachtsmann an (einigen wenigen setzte der Schreck allerdings so arg zu, dass Mama oder Papa Mühe hatten, wieder zu beruhigen!).  

Schnell hatte der Alte in rot seine „Chefin“ die Schneekönigin und ihr märchenhaftes Gefolge gefunden und gemeinsam wurde gefroren, Blütenpunsch und Kaminwurzen verschnabuliert (nach Fliegen schnappte nur der Frosch), Marktstände besichtigt und als Fotomodelle in Positur gestellt. Freudig wurde Herr von KLEIST begrüßt, der uns seit unserem gemeinsamen Mitwirken bei den 13. Leinentagen auf Rammenau ein guter Bekannter ist. Auch unsere „Stammbesucher“ aus Rosswein wurden gesichtet und herzlich begrüßt. Unsere Vereinsfreunde Vroni und Friedo HERZOG waren für den Weihnachtsmann eine sehr heilbare Begegnung, denn ohne Veronikas schmerzstillende Pillen, hätte er mit seiner verrenkten Hüfte wohl nicht bis zu seiner Abholung 18:00 Uhr durchgehalten.

Der Samstag war dann ganz der Erholung vorbehalten, doch am Sonntagvormittag startete der Weihnachtsengel mit dem Weihnachtsmann erneut gen Proschwitz. Diesmal wisch ihm der Engel nicht von der Seite.

Es war ein tolles Gedränge und viele Kinder begrüßten den ollen Geschenkebringer und äußerten Wünsche oder informierten darüber, dass der Wunschzettel schon zur Wichtelwerkstatt unterwegs ist.

Eine Ausnahme gab es. Oma und Opa JACOB waren mit ihrem Enkel Paul aus Maxen angereist und der ließ den Weihnachtsmann kaum Luft holen um ihm, der wohl eine Respektsperson ist, ganz empört zu berichten, dass so ein Bösewicht seiner Mama das Portemonnaie gemopst hat… Doch dann beruhigte sich Paulchen schnell, nahm gern die Bonbons entgegen und bedankte sich (der Weihnachtsmann war erfreut und gerührt) mit einem mehrstrophischen Weihnachtslied. Dem Angebot des Weihnachtsengels, ihm auch ein Lied zu singen, begegnete er mit einem klaren und bestimmten NEIN. Der Gunge weiß was er will! Es gab an diesem Tage viele solcher netten Begegnungen mit den kleinsten Marktbesuchern. Der Weihnachtsmann war froh, dass der Weihnachtsengel an Bonbonbevorratung gedacht hatte, wodurch er seinen schrumpfenden Bonbonvorrat rechtzeitig auffüllten konnte.

Gefreut haben sich Engel und Weihnachtsmann auch über den Besuch unserer Vereinsvorsitzenden Silvia WEISE und ihres Gatten und Vereinsschatzmeisters Frank WEISE auf dem Proschwitzer Weihnachtsmarkt. Mit seinen Bonbons kam er zwar nicht an, aber eine Rute brauchte der Weihnachtsmann bei den Beiden auch nicht zu zücken. Die haben so viel Gutes für den Verein getan, dass eine derartige Strafaktion völlig unnötig ist. Vielmehr wäre etwas mehr Anerkennung und Mitarbeit durch den einen oder anderen TDB- Mitstreiter angebrachter gewesen.

Nun, jetzt waren wir aber alle in freudiger Adventslaune, so dass selbst die sich verstärkende Kühle uns diese nicht vermiesen konnte. Wir drehten noch manche Runde im Gefolge der Schneekönigin und nahmen es als vorweihnachtliches Geschenk, dass das alles so einträchtig und in Freundschaft erfolgt ist. Gern kommen wir auch im nächsten Jahr wieder zum Schloss Proschwitz, wenn der dortige Markt die Adventszeit im Weinland einläutet. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 01.12.2014)

 

    

 



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