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Stammtisch des AKB am Buß- u. Bettag (19.11.2014)

Zivil gekleidete Runde gab vom Schlechtwetter – Bußtag berede Kunde

Treffen des AKB am 19. 11. 2014 im GH „Zum Schießhaus“

(ganz ohne anschließendes barockes Wettschwimmen der (meisten) Teilnehmer)

Es kann wohl nicht bestritten werden, dass in diesem Jahr recht wenig gemeinsam flaniert wurde, - zumindest im Rahmen des AKB. Da freute man sich doch sehr auf den, für den Buß- und Bettag angesetzten, Flaniergang durch unser historisches Dresden. Aber der heilige St. Petrus, seines Zeichens für das Wetter zuständig, wollte uns, neben unserem sächsischen Feiertag nicht auch noch schönes Wohlfühlwetter an diesem 19. November gönnen und so ließ er es seit Tagen davor und auch am und nach unserem Feiertag recht ungezogen regnen.

Da war dann auch nur unser verehrter El Presidente Wolfgang PETZOLDT in barocker Verkleidung am Ort unserer Versammlung erschienen.

Pünktlich 10:00 Uhr eröffnete er unser Stammtischtreffen (Hier ist Name nicht Programm!!!) und gab einen Rückblick auf die vom AKB besuchten oder mitgetragenen Events des Jahres 2014. Dem folgte ein Ausblick auf mögliche Unternehmungen im nächsten Jahr 2015. Hier erwähnte er besonders das Lustlager des TDB, wozu er aufgerufen hat, den Veranstalter nach Kräften zu unterstützen. Auch zur Teilnahme aller AKBer am Jubiläums- Winzerzug in Radebeul rief Freund PETZOLDT auf. Weitere Höhepunkte könnten wir uns mit unserer Teilnahme in Dessau, Gotha und Altjeßnitz schaffen. Der Secretarius würde sich freuen, wenn sich recht viele Hobbyfreunde zur Teilnahme am Irrgartenfest 2015 bei ihm melden würden (rechtzeitig).

Wolfgang lud auch zu unseren allmontäglichen Barocktanz- Übungsstunden ein.

Im organisatorischen Teil unseres AKB- Treffens wurde ein neuer Vorstand (wir nennen ihn etwas hochtrabend Präsidium) bestimmt. Ihm gehören als Präsident Wolfgang PETZOLDT an, sowie als sein Stellvertreter und Secretarius (Schriftführer) Bernd SCHWABE. Die Kasse führt weiterhin Sonja BADERSCHNEIDER und als Beirat komplettiert Werner POHLE unser Leitungsgremium. Das AKB- interne Forum hat Marlies FROHNHÖFER weiterhin unter ihren bewährten Fittichen.

Als all das Geschäftliche erledigt war, konnte unter dem Reichhaltigen und Schmackhaften gewählt werden, was Küche und Keller des Gasthauses zu bieten hat.

Gegen 13:30 Uhr waren an diesem Buß- und Bettag für uns alle Messen gelesen und nach und nach entfleuchte ein Mitstreiter nach dem andere in das hässliche Nieselwetter da Draußen.

Über dem „Schießhaus“ stand eine ziemlich dicke und dunkle, regenträchtige Wolke und mit etwas Fantasiegabe konnte man darin unseren lieben Tilo MEIßNER entdecken, der uns zuzurufen schien: „ Tipsch, mei Scheenwädder- Hofstaat, - sobalds eh bissel trebbeln tun tut, machen se de Micke…!“

Dabei hat er aber offenbar nicht mitbekommen, dass der TDB da draußen doch eine reichliche Hand voll Unentwegte hat, die das "bisschen" Regen nicht abschrecken konnte.

Dabei war auch in Ebersbach am Morgen schon absehbar, dass der Wettergott Sankt Petrus es auch weiterhin würde regnen lassen. Doch unsere Vereinsfreunde Heidrun und Günther TENNERT wollten sich, samt aus weiter Ferne angereister Familie, von den „paar“ Tröpfeln nicht abhalten lassen. Der Sohn Falk aus Düsseldorf wollte diesen Besuch bei den Eltern damit verbinden, dass er seiner Freundin Sarah unser schönes Dresden zeigen wollte, - und das, wenn möglich, in historischer Robe. Das sollte bei dem diesbezüglichen Fundus der Mutter kein großes Problem darstellen und so waren auch die Brüder Lars und Jörg mit ihren Mädels nicht schwer zu überreden, dem Baronenpaar von Erdmannsdorff, welches die Eltern darstellen, ebenfalls in historischer Gewandung zu folgen. Gerechterweise muss bemerkt werden, dass sich die Begeisterung der Jungs (im Anbetracht der Wetterlage) doch recht in Grenzen hielt, die der Mädchen Sarah, Kathleen und Katharina war hingegen regelrecht überschäumend…

Doch dann vermeldete der Meldereiter aus der Hofcantzeley, dass der Geenisch und sein Hofstaat nicht gedenke, bei diesem Mistwetter auszurücken.

Nach der freudvollen Anprobe am Vorabend, die so rechten Appetit aufs Flanieren gemacht hat, beschloss der Familienrat, ganz ohne Federlesens: „Wir versuchen es!“(Jungs überstimmt!!!)

Beim Eintreffen im Zwinger regnete es eben mal nicht und die TENNERT’sche Flaniergesellschaft war ein echter Hingucker für die (wenigen) Touristen. Durch den Glockenspielpavillon ging es zum Residenzschloss, wo sich die hochedlen Damen etwas erwärmten. Auch hier waren sie Objekt der Begierte zahlreicher Lichtschnellmaler. Der Flaniergang wurde dann, durch das Georgentor und an der gekachelten Ahnengalerie der Wettiner (dem Fürstenzug) vorbei, fortgesetzt. Unsere Steinerne Glocke, - die Frauenkirche, war nun das bevorzugte Ziel, besonders des Besuchs aus NRW. Obwohl ein baldigst beginnender Vortrag den Besichtigungsdrang der Touristen stoppte, erhielt die Adelsgesellschaft Einlass, - „Weil Sie so schön anzusehen sind…“.

Dann zog der Duft des Türkentrunkes die Gesellschaft ins Coselpalais und auch hier empfanden die dort rastenden Cafégäste, dass diese Herrschaften in ihren edlen Roben prächtig in dieses Haus passen.

Als es dann weiter ging, mussten die Schirme dann besonders harten Dienst leisten. Am Taschenbergpalais hatte die Eisbahn eröffnet und der Schlittschuh laufende Hoteldirektor hat sich erboten, vor dem wunderschönen Weihnachtsbaum ein Foto der Adelsleute zu machen (auch auf seinem Handy, für sich zur Erinnerung).

Während wahrscheinlich die anderen AKBer schon längst im Trocknen vor der Klotze saßen, hatte die Flaniergesellschaft TENNERT einen schönen Nachmittag, den sie sich nicht durch die Wetterkapriolen vermiesen ließ.

Was sagt Heidrun selbst: „…wir hatten wie immer viel Freude am Flanieren. Unseren jungen Leuten hat es sehr gefallen. In vielen Fotoalben der Welt werden sie nun zu sehen sein. Und, trotz miesen Novemberwetters, - wir sahen nur in lächelnde Gesichter an diesem Feiertag in Dresden.“

Genau darum zieht es uns immer und immer wieder in die Mitte unserer schönen Stadt, - auch wenn der Schönwetterhofstaat wieder einmal gekniffen hat. „Lieber Tilo, es wird schon noch!“

Text und Fotos: Bernd Schwabe, Heidrun und G. Tennert (eingestellt am 21.11.2014)

 



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