Print This Page

Zum 334. Geburtstag der Cosel auf die Burg Stolpen am 17.10.2014

Geburtstagsblumen für die Cosel

Zum 334. Geburtstag der Gräfin Cosel, zu Besuch in deren unfreiwilligen Domizil auf der Burg  Stolpen (17. 10. 2014)

Wir pflegen Traditionen, wir halten historische Tatsachen wach und daher, - wir haben es im Vereinsnamen stehen, besuchen wir mit unseren Freunden vom AKB schon seit Jahren die Burg, um der Dame an ihrem Geburtstag zu gedenken, die in Sachsen und bis weit in die Republik hinein, dafür steht, dass in besonderem Maße der Blick auf unsere barocke Landesgeschichte gerichtet wird.

Diesmal war es ein Freitag und obwohl es landläufig heißt, „Freitag nach Eins macht jeder seins“, - blieb die Schar der Gratulanten, die sich 14:00 Uhr auf dem Stolpener Marktplatz treffen wollten, relativ klein. (TDB: V.& G. JACOB, E. METZNER, R. &. B.SCHWABE)

Nach dem wir noch einen Moment auf das Eintreffen des Reichsgrafenpaares Vitzthum von Eckstädt (Ulla und Achim SCHÖNEICH) gewartet hatten, setzte sich unsere zwölfköpfige Adelsgesellschaft, angeführt vom Landesherrn Kurfürst Friedrich August I. (Werner POHLE), in Bewegung um der Burg zuzustreben. Doch die zu Fleisch und Blut gewordene Reichsgräfin von Cosel (Veneta LORENZ) fehlte im Zuge der frohen Gratulantenschar. Weil sie total verschnupft war, wollte sie uns ihre Gegenwart nicht zumuten, dabei verließen wir nach unserer Gratulationscour die Burg doch recht verschnupft, aber das hatte ganz andere Ursachen.

Auch wenn es, wie zumeist, rund um den Basaltkegel der Burganlage recht windig war, begrüßte uns ein wirklich herrlicher Herbstsonnentag bei unserem Besuch. Ein weiter klarer Fernblick über das frühherbstliche Meißner Hochland bis in die Sächsische Schweiz hinein, verursachte Glücksgefühle und manchen betätigten Fotoauslöser.

Es gestaltete sich dann nicht leicht, zügig bis zu dem Burgareal zu gelangen, wo die Gräfin Cosel ihre letzte Ruhestätte gefunden hat. Grund waren die zahlreichen Besucher (Schulferienbeginn), die sich sehr für den Grund unseres Hier seins und die Geschichte des Lebens und Leidens der Gräfin interessierten. Dazu mussten zahlreiche Fragen beantwortet werden und drei Freunde unserer Gesellschaft konnten dazu noch reichliche Fakten hinzufügen, indem es ein Zwiegespräch über das Wohl und Wehe der „Burggräfin“ hier auf Stolpen gab (Christine BARTEL, Siegfried SCHURA). Ergänzend  fügte der Kurfürst höchstpersönlich noch an, wie die holsteinische Landadelstochter nach Sachsen, an den Dresdner Hof und in die Arme des Starken August gelangte. Dieser Exkurs in die Geschichte der ersten Hälfte der augusteischen Zeitepoche, gefiel nicht nur uns, denn unser Beifall wurde durch das Händegeklapper des Publikums sehr verstärkt. Was keinen Beifall verdienen kann, ist, wenn aus unseren eigenen Reihen völlig unqualifizierte Nörgelei zu hören ist, - die leider auch mancher der Burgbesucher mitbekam. Was Werner POHLE zur Geschichte Sachsens und der von ihm verkörperten historischen Persönlichkeit August der Starke und zur Herzallerliebsten des Serenissimo  zu sagen hat, hatte und hat immer Hand und Fuß. Keiner sollte denken, dass nur er die Wahrheit gepachtet hat. Solch eine Einstellung macht sehr verschnupft, nicht nur den Souverän!

Nach den Worten folgte die florale Ehrung der Cosel und neben dem Bukett des Stadtmajors Oberst Graf von Bose (Wolfgang PETZOLDT) wurde mache einzelne Blume oder Sträußchen neben der Grafplatte niedergelegt.

Mittlerweile hatte sich ein Bildreporter der Sächsischen Zeitung angepirscht und so hieß es in Fotopositur zu gehen.

Durch raschelndes Herbstlaub führte uns unser Weg zurück zum Markt, wo uns Werner offerierte, dass er da so einen „Geheimtipp“ in Sachen Kaffee und Kuchen hat. Also landeten wir in einer Bäckerei – Konditorei, wo festzustellen war, dass auch hierzu des Geenisch Worte wahr waren. Dank allen Teilnehmern, unserer Vereinsfreundin Elke METZNER dafür, dass sie der „SZ“ einen Tipp zu unserem Hier sein gegeben hat und den Vortragenden sei ebenfalls gedankt. Es war dieser Freitägliche Besuch auf Stolpen der Beginn eines herrlichen Herbstwochenendes. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 19.10.2014)

 



Zurück