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Zeitreise auf der Westerburg 2014

Wir vertraten unseren TDB bei der Zeitreise auf Westerburg vom 13.06. – 15.06.2014

Mein Bericht von der Zeitreise im Areal der Wasserburg Dedeleben

 

Auch in diesem Jahr waren wir als Vertreter des TDB bei dem Event auf der Wasserburg Westerburg in Dedeleben dabei und es war wiederum ein Erlebnis für mich und meine Frau Veronika, die als Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth meine Schwester verkörperte, denn ich habe im Areal von Westerburg meine "Zelte" wieder als Friedrich der Große aufgeschlagen.

Nach Eintreffen am Freitag in der idyllischen Westerburg, wurden wir vom Schlossherren Herrn Hartmut LERCHE herzlich empfangen. Nach Bezug unseres Zimmers genossen wir anschließend ein Bad in dieser herrlich erstandenen „Blauen Lagune“ (Erlebnis Pur).

Am Samstagmorgen, nach dem fürstlichen Frühstück, welches den Hotelgästen geboten wurde, erfolgte Punkt 10:00 Uhr der Einmarsch aller Teilnehmer in das innere Burgrondell. Neben militärischen und höfischen Gruppen waren auch die langjährigen Freunde unseres Vereins, die „Harzer Hunnen“ aus Halberstadt mit von der Partie, - angeführt von Attila (Michael SCHNEIDER) der sich die Teilnahme trotz Krankheit nicht nehmen ließ. Altbewährte Gäste bei der Zeitreise war auch wieder die Schöppenstedter Bürgerwehr, dazu kam die 1. Kompanie der leichten Infanterie des Herzoglich Braunschweigschen Feldcorps aus der  Napoleonischen Zeit,dazuDarsteller französischer Formationen (Infanterie/Kavallerie), Musketiere und eine größere Schar lustiges Volk. Nicht vergessen seien die Adelsleute aus den verschiedensten Ecken des Landes. Angeführt von Prinz Rudi , war auch dieses Jahr wieder die Adelsgesellschaft der Garnisonsstadt Magdeburg anwesend und auch die Zeitreisenden aus Hannover und Detmold. Mit dem Hannoveraner Adel wurden bei einigen Gläschen Hochprozentigem freundschaftliche Bande geknüpft,- die, so hoffen wir, sich auch auf unseren TDB ausweiten lassen, - zumal diese Herrschaften  in unserem Verein keine Unbekannten mehr sind.

Im Innenhof der Westerburg zeigten die verschiedensten Militärgruppen ihr Können. Es wurde exerziert, Waffen wurden vorgeführt und man machte sich miteinander bekannt.

Höhepunkt der Zeremoniellen Handlungen war die Ernennung des Freiherrn von Lerche in den Rang eines Oberleutnants des Preußischen Heeres. Als zuständiger Monarch habe ich Friedrich II. die Ernennungsurkunde überreicht. Eine Parade  aller Teilnehmer sei auch erwähnenswert und zeigte die Vielseitigkeit dieser traditionellen Zeitreise auf Westerburg an.

Im weiteren Verlauf des Events am Samstag gab es im Rittersaal Lesungen zum „Schwarzen Herzog“ (Feldherr in den Befreiungskriegen) und aus dem Briefwechsel zwischen Friedrich und seiner Lieblingsschwester Wilhelmine. Einzigartig, wie ich mich auf Westerburg gleichzeitig als Ehemann und Bruder geben kann!!!

Gegen 18:00 Uhr erfolgte das gemeinsame Abendessen im Schlosshof, - wozu das Schlossherrenpaar alle darstellenden Teilnehmer eingeladen hatte. Bei Essen und Trinken war eine wunderbare Stimmung, die noch von den mittelalterlichen Klängen des Trio „Scherbelhaufen“ verstärkt wurde. „Scherbelhaufen“ gehört mittlerweile zum Inventar auf der Westerburg, - noch ehe  wir diese großartigen Mannen kennen lernen konnten, waren sie uns aus den schwärmerischen Schilderungen unserer Vereinsfreunde schon bekannt.  Der Abend klang traditionell mit dem Zapfenstreich festlich aus, an dem sich alle Darsteller und Darstellergruppen beteiligten. Für uns ist das immer sehr emotional.

Alle  trugen Fackeln und der Kommandeur der Schöppenstedter Bürgerwehr zelebrierte eine ergreifende Andacht, in der der Freunde gedacht wurde, die nicht mehr unter uns weilen.

Bis in den Morgen hinein wurde im Biwak gefeiert, wobei der Gerstensaft in Strömen floss.

Der Sonntag hatte seinen Auftakt wiederum mit einer Appellparade und vereinte dabei wiederum alle beteiligten Darsteller. Im Anschluss gab es  dann eine Musterung und Rekrutierung durch die Schöppenstedter, - auch eine Art um im Verein für jungen Nachwuchs zu sorgen. Dem Publikum hat das Spektakel nicht weniger Spaß gemacht als uns.

Während des Vormittags lag stetig die Scherbelhaufen- Musik über der Westerburg und nebenan erfolgten Ritterspiele und Bogenschießen von der Vereinigung der „Freien Ostfällischen Ritter“ Im Burghof exerzierten dann die Braunschweiger , die durch den gelegentlichen Knall aus den Donnerrohren von der Burggraben- Terrasse aufgeschreckt wurden.

Am Nachmittag gab es dann die Abschlusszeremonie. Dazu waren die Darsteller zum Schlosshof paradiert und hörten die Dankesworte des Schlossherren LERCHE. Anschließend nahm dieser, gemeinsam mit Prinz Rudi die Parade ab.

Dem Burgherren und seiner Gattin, sowie dem Personal und allen, die zum Gelingen auch dieser Zeitreise beigetragen haben, möchte ich (auch namens meiner Frau Veronika) ganz herzlich danken.

Diese 2014’er – Zeitreise war erneut ein erlebnisreiches Event mit nachhaltigem Erinnerungswert und da der Burgherr seine Einladung schon ausgesprochen hat, wird wohl der Alte Fritz nächstes Jahr auf alle kriegerischen Handlungen verzichten und Anfang Juni lieber auf der Westerburg in die Zeit reisen. Text: Gerd Jacob, Fotos: Veronika Jacob (eingestellt am 1. 07. 2014)

 



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