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Beim 13. Schlosstriathlon am 15.06.2014 dabei

13. Schlosstriathlon in Moritzburg – wir beteiligten uns am Sonntag, den15.06.2014

 

So ging es also am frühen Sonntagvormittag von Treuenbrietzen gen heimatliche Gefilde, denn wie schon zwölfmal davor, wurde an diesem Wochenende der Schlosstriathlon am und um das Jagdschloss Moritzburg durchgeführt. Gastgeber und Organisator war der Triathlonverein hier in Moritzburg und nach unseren überaus positiven Eindrücken und dem, was einige Teilnehmer uns gegenüber vernehmen ließen, waren die Moritzburger sehr gute sportliche Gastgeber, die eine nahezu perfekte Organisation ihres Triathlon anzubieten hatten.

Wir sind seit Jahren immer wieder gern dabei und geben dazu, dass bei diesem Sportereignis im Schatten von Schloss Moritzburg der Titel Barockman bzw. Barockwomen vergeben wird, den passenden Rahmen ab. Unser Tilo MEIßNER war hier in seinem Element und er verstand es als Starker August im Zielbereich, auch den noch so ausgepumpten Akteur zu letzter Kraftanstrengung zu animieren. Nach dem  unser Freund Tilo uns und diese Erdenwelt leider verlassen hat, agiert an seiner Stelle seit vergangenen Jahr unser AKB- Freund Werner POHLE als Friedrich August, der in den TDB- Mitgliedern Silvia WEISE, Silke BUX, Renate AL ATRASH, Nadin SCHUBERT, Regina SCHWABE, Frank WEISE und Bernd SCHWABE kräftige Unterstützung als anfeuernden Hofstaat zur Seite hatte.

Ehe wir uns an der Zieleinkunft postierten, trafen wir uns an Adams Gasthof, wo den Frisuren und Roben letzter Schliff gegeben wurde. Bis auf den Geenisch waren wir auch alle da und wir hatten schon Befürchtung, dass bei seiner nächtlichen Rückreise von Treuenbrietzen in die Residenz etwas mit seiner Kalesche geschehen sei. Nun, länger warten wollten wir nicht und so ging es an den Ort, wo schon viel Schweiß vergossen, viel Kraft und Puste für diesen interessanten Sport eingesetzt wurde. Und dort trafen wir Majestät dann auch und gemeinsam konnte er nun mit seinem Hofstaat die ersten Siegerehrungen vornehmen. Das machen wir immer besonders gern, denn es ist schon toll, was hier für sportliche Leistungen gewürdigt werden. Da sehen wir mit Muskeln reich bepackte Waden  und Arme und wenn das dazugehörige Gesicht  Fragen aufwürft und zu erfahren ist, 70 Jahre alt, gar 76 und die älteste Teilnehmerin sich mit ihren jungen 73 Lebensjahren an den Start getraut hat, möchte man wohl schon etwas in sich gehen und meinen, doch selbst etwas mehr für die Gesundheit des eigenen Körpers zu tun.

Als alle bisherigen Sieger gekürt waren, gab es einen Imbiss und wir pilgerten zum Schloss, wo uns die ehrenwerte Gräfin von Königsmarck mit einer Privatführung durch die Räume führt, die sie sonst als Gästeführerin den Besuchern mit viel Hintergrundwissen erschließt. Doch dann wurden wir zum westlichen Schlossteich gerufen, wo wir dabei zu helfen hatten, die Triathleten  ins kalte Wasser „zu schupsen“. In mehreren Staffeln, -unterschieden nach Leistungsmerkmalen und durch verschiedenfarbene Badekappen kenntlich gemacht, ging es in die Fluten und Majestät (Werner POHLE), nebst Grafen von Weißenberg (Frank WEISE) hatten sich mächtig zu sputen, um vor den ersten Ankömmlingen am Wasserausstieg zu sein.  Gelungen ist es ihnen wohl nicht, - als der Kämmerer und bestallte Lichtmaler (Bernd SCHWABE) am extra für das Rennen angelegten Ausstieg erschien, hatte es das Cross der Schwimmer schon geschafft und die meisten Läufer die wir bald am Endziel würden zu begrüßen haben, hatten sich schon in die Sättel ihrer Rennräder geschwungen. So feuerte Graf zu Nau den letzten der Schwimmer gemeinsam mit viel Publikum an und auch für diesen Athleten empfand er so viel Hochachtung, wie er das zahlreiche Publikum an der Strecke und später an der Zielgeraten toll, - einfach toll, fand!!!

Als das letzte Rennrad die Wechselzone verlassen hatte, war auch schon bald der erste Läufer im Ziel. In einer Zeit, die nach den Worten der Moderatoren phantastisch war, kam dann der Sieger ins Ziel, -  jung, schlank und nicht unbedingt einer, den man den Siegertypen sofort ansieht.  Trotzdem ein toller Bursche, so wie man auch für das Siegermädchen und die zuförderst platzierten Damen voller Hochachtung empfinden konnte (eigentlich für alle Starter!!!).

Es war schon spannend am Ziel die einzelnen Typen zu betrachten. Mancher legte noch einen Endspurt ein und rang seinem Nebenläufer noch einige Meter und Sekunden ab, dabei sahen wir freudig hochgerissene Arme, auch wieder einen Zielpurzelbaum, lachende Mienen ebenso wie solche die die Anstrengung zeigten und mancher der Akteure schleppte sich regelrecht ins Ziel und es gab auch einige Landungen auf den Knien, - völlig ausgepumpt, - fix und fertig! Aber schon nach kürzester Zeit waren auch diese Athleten entspannt und stolz darauf, dabei gewesen zu sein und das Ziel erreicht zu haben.  Hofdamen und die Herren des Hofes waren manchem der Triathleten auf den letzten Metern behilflich, so da nicht schon Sohn und Tochter, Enkel, Ehefrau oder der anfeuernde Zielmoderator zur Stelle waren.

Immer wieder kamen vereinzelte Läufer und Läuferinnen im Ziel an und als es schien, dass das Rennen gelaufen ist, blieben die Adelsleute dennoch an der Zieleinkunft und…

… ja, sie warteten auf die letzte Akteurin dieses Triathlon- Wochenendes, - auf eine 73jährige Sportlerin, die nach den Strapazen dieses Laufes noch lächeln konnte, als sie vom Kämmerer  Grafen zu Nau und dem Grafen von Weißenberg untergehakt und über die Ziellinie geleitet wurde. Während sie so zu ihrem Sieg (über sich selbst!!!) ins Ziel gelangte, war der übrige Hofstaat schon zum Gratulieren an den Sieger- Potesten.

Umtriebig wie unsere Majestät Augustus Rex nun mal schon immer war, hatte er sich schon etwas eher zu einer anderen  Festivität verfügt und wurde von den Siegern und Organisatoren vermisst. Wir konnten diesen aber versichern, dass der Dresdner Hofstaat auch beim nächsten Schlosstriathlon 2015 wieder vom Sachsenfürsten und Pohlenkönig angeführt werden wird und sich die Ehre gibt, wenn die Sättel der Rennräder wieder Druckstellen verursachen, Gänsehaut im Schlossteich geholt wird und die Sohlen der Laufschuhe qualmen, - als Zuschauer und Zieleinkunftshilfe versteht sich. Für aktives Mittun steht der Adel doch etwas über den Dingen, - oder sollte es doch mehr an der Unsportlichkeit mit Schmerbauch und Knickfuß liegen? Egal, liebe Sportfreunde aus Moritzburg und dem ganzen Lande, es war wieder schön bei Euch und wir danken allen Akteuren und Organisatoren ganz herzlich für diesen schönen Nachmittag. Der Golläsche Petrus aber wird disqualifiziert, weil er uns zum guten Schluss noch so ungezogen eingenässt hat. Text und Fotos: Bernd Schwabe / Renate AL ATRASH (4) (eingestellt am 1.07.2014)

 



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