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Ostermontagsflanieren am 21.04.2014

Am Ostermontag zum Hasenberg

Mit dem Arbeitskreis  Barock in Sachsen auf österlichem Flaniergang 

Traditionell zieht es die Dresdner Barockszene zu Ostern an die Frühlingsluft, und so beschlossen die AKBer, am Ostermontag ihre hochedlen Roben durch den Lenz zu tragen. Wer sich mit dem Arbeitskreis in besonderem Maße verbunden fühlt, nimmt, in jahrelanger Tradition, von unserem Treffpunkt am Historischen Gasthaus „Am Schießhaus“ aus, am Flaniergang teil, oder der stößt am Kronentor oder der Hofkirche dazu. So näherte sich der Hofstaat, an der Baustelle des „Herzogin Garten“ vorbei, dem Zwinger, - wo, zu den 17 Adelsleuten via „Schießhaus“, weitere 9 AKBer dazu kamen. Zu dieser beachtlich großen Adelsgesellschaft sollten sich im Zwinger weitere Adelsleute dazugesellen. Weitere Mitglieder der Dresdner- Barockszene hatten den Ostermontag ebenfalls zum Flanieren auserkoren und im Vorfeld wurde ein Treffen dieser beiden Gruppen auf der Brühlschen Terrasse vereinbart. Danach sollte es gemeinsam durch unsere barocke Innenstadt weitergehen.  Warum sie uns nun schon hier im Zwinger zustrebten, ist dem Rezensenten verborgen geblieben, -. aber nicht nur er begrüßte dieses zeitige Zusammengehen. Mehrere Gruppenfotos, - stets beginnend mit dem auf der Treppe der Langgalerie, können dokumentieren, dass die Barockleute in Dresden durchaus zu gemeinsamen Tun in der Lage sind. Bleibt zu hoffen, dass künftige Horizonte über das bloße Flanieren hinausreichen. Nach artigem Begrüßen, - wenig barocker Art, gingen nun 39 edel Gewandete zum Theaterplatz, wo, wie auch schon im Zwinger, von den zahlreichen Touristen ein Fotostopp erzwungen wurde. Weitere folgten an der Katholischen Hofkirche, der Treppe zur Brühlschen Terrasse und schließlich an den Bastionen auf der Terrasse. Immer war die Hofgesellschaft, die ja wegen ihres Umfanges wahrlich nicht zu übersehen war, eng von Fotografen und Knipsern umringt. Das schwierigste daran war wohl, die Gesellschaft fotogerecht zusammen zu halten und zu positionieren…(Daher entstand kein Foto mit allen Darstellern!)

Unser „Ostermarsch“ folgte dann den Spuren des Osterhasen, der seiner Pflicht gemäß, zum Hasenberg gehoppelt sein mag. Ostereier suchten und fanden wir nicht, aber wie immer in der Frühlingszeit eine wunderschöne Bepflanzung der Blumenrabatten. Na klar, auch hier dienten wir als Fotostaffage. Danach strebte die Hofgesellschaft teilweise schon auseinander, was wohl daran lag, dass der Türkentrunk zahlreicher Restaurants, vom Neumarkt her, in die hochedlen Näsen stieg. Am Neumarkt freuten wir uns über die Begegnungen mit unseren Freundinnen Silke AYDIN, die ihre Mutti von der Ostseeprise weggeholt hat und das Dresdner Barock zeigte und Birgit HIRCHE, die mit ihrer betagten Mutti zum Osterausflug hier war. Nach der Verabschiedung aufgesehen, war festzustellen, dass sich, bis auf uns AKBer, die Adelsgesellschaft zerstreut hatte und dem Kaffeeduft gefolgt war. Schade, - es wäre schön gewesen, zum Flanierausklang noch etwas beisammen zu sitzen. Das machten wir Restlichen dann im Restaurant „Edelweiß“, in das wir dem „Dreimädelhaus“ folgten und uns bei Gaffä, Guchen und Eis erquickten.  Dafür und für einen Plausch unter Freunden, wäre hier für die ganze Hofgesellschaft Platz gewesen…

Dann ging es auf den Rückweg. Die Sonne hatte gut ausgehalten, - das Wetter hatte sich viel besser gestaltet, als es sich auf dem Herweg angekündigt hatte. „Wenn halt Barockengel flanieren!“

Im Zwinger wurden wir nochmals von den Dresdnern und ihren Gästen mit Beschlag belegt und manches Foto wird bei ihnen davon zeugen, dass es da in Dresden Enthusiasten gibt, die zur eigenen Freude und der Freude der Leute, denen sie auf ihrem Wege begegnen, barocke Traditionen pflegen.

Am „Schießhaus“ machten wir zum Abschied unsere Referenzen und stellten fest, dass unser Osterflanieren wieder sehr viel Freunde gemacht hat. Gern auch wieder in größerer Besetzung.

Danke den TDB- Mitgliedern, auch Felizitas und Dame Gräfin von Dohna, für ihre Teilnahme am Osterflanieren 2014 . Text und Fotos: Bernd Schwabe/ Renata Linné (RL) (eingestellt am 22.04.2014)



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