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Ausstellungseröffnung ZEITSPRÜNGE am 10.04.2014 im Palais des Großen Gartens

Zeitsprünge –       Gewandungen vom Mittelalter bis zur Belle Époque

                                    & Aquarell als Experiment

>Zwei in Einem- Ausstellung< im Palais des Dresdner Großen Gartens

 

Schon zum sechsten Mal ist das älteste sächsische Barockbauwerk, das Palais im Großen Garten, Ort einer sehenswerten Ausstellung, die vom 11. 04. bis zum 11. 05. 2014 gehen wird.

Unter der Titulierung  Zeitsprünge stellen Hochschulabsolventen des Studienganges Kostümgestaltung der Hochschule der Bildenden Künste Dresden ihre Arbeiten aus. Diesmal sind Kostüme aus der Zeit des Mittelalters bis zur Moderne der Belle Époque zu sehen. Umrahmt wird das Ganze durch die experimentell- modernen, aber nicht minder sehenswerten  Aquarelle der Löbauer Malerin Helga PILZ, die ihre Arbeiten unter den Leitsatz gestellt hat: „Aus Disziplin wird Leichtigkeit“.

Da uns frühere, vom Förderverein Großer Garten e. V. im Palais organisierte,  Ausstellungen schon so gut gefallen haben, eilten wir gern und erfreut der Einladung folgend, am Nachmittag des 10. April zur feierlichen Eröffnung der Exposition zum Palais. Hier trafen wir TDBer Renate AL ATRASH, Silvia WEISE und der Rezensent Bernd SCHWABE auf unsere Barockfreunde Kerstin DANIEL, Petra TREPPTE und Sonja BADERSCHNEIDER, sowie auf Siegfried SCHURA. So wie wir in der Ausstellung waren, können wir alle nicht mit Lob für das Gesehene sparen. Schade war nur, dass es keine Handzettel gab, die durch die Schau hätten führen sollen. Dieser kleine Makel macht es dem Rezensenten schwer, etwas näher und tiefer gehend in die Materie einzudringen. Auf jedem Fall waren prachtvolle Kostüme zu sehen, wo man den Schöpferinnen (zukünftigen Gewandmeisterinnen – man möchte es allen 8 Studierenden wünschen) gern glauben will, dass da manche Tages- und Nachtstunde dran glauben musste, - von den (selbst zu tragenden)   Erstellungskosten der einzelnen Prachtstücke ganz zu schweigen. Was mit viel Fleiß entstanden ist, - egal aus welcher Zeitepoche sie nachgearbeitet wurden, konnte als historisch korrekt bezeichnet werden. Wir sind mit Begeisterung durch die Exposition gegangen und auch die Aquarelle von Frau Helga PILZ haben uns in ihren Bann gezogen. Der Rezensent hat sich in einige dieser Bilder verguckt, - wobei das „Blick zum anderen Seeufer“ es ihm besonders angetan hat. Bei voller Schatztruhe hätte er es sofort erwerben wollen. Die Kostüme ( die Bezeichnung Roben wäre den Wert steigernd zutreffender ) im Verein mit den farbenfrohen Aquarellgemälden und der kühlen Schönheit der Sandsteinfiguren bildeten wahrlich einen sehenswerten Dreiklang, wie man ihn nicht allzu oft antrifft. Wir besichtigten die Exposition schon eingehend vor den Eröffnungsreden, haben uns aber auch diese nicht entgehen lassen. Frau Dr. Andrea DIETRICH  von Schlösser- und Gärten Dresden begrüßte uns, gewissermaßen als Hausherrin und brachte ihre Dankesworte an Frau und Mann. Die Trockenheit der Reden  verstand der Flamenco- Gitarrist Johannes RATSCH  meisterlich aufzulockern… Als zweite Rednerin trat eine der schneidernden Akteure ans Rednerpult und wusste mit viel Frische und Liebe zu Sache darüber zu berichten, wie die Ausstellungsstücke entstanden, wie viel Schweiß getrocknet und auf wie viel Schlaf verzichtet werden musste… Leider konnte der Rezensent den  Namen der Rednerin im Nachhinein nicht in Erfahrung bringen, dabei hätte man sie für ihre Ausführungen (und die abgelieferte Arbeit) namentlich loben müssen.

Ihre Nachrednerin Frau Prof. Dr. phil.  Christine LOST hingegen hatte wohl nicht ihren ganz so großen Tag, aber ihre Ausführungen halfen dann doch, die 80 ausgestellten Aquarelle etwas besser zu verstehen, - besser zu deuten.  Wir verließen nach ca. 2 Stunden die Ausstellung in der Gewissheit, dass es kein vertaner  Nachmittag war, den wir dort im Palais des Großen Garten verbracht haben. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 15.04.2014) 



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