Print This Page

Sylvesterkegeln 2013

Von standhaften Kegeln und Keglern, dem Rattenkönig und tänzerischer Anmut an der Bahn

Unser Sylvesterkegeln 2013

Wollten wir dieses wiederum so ereignisreiche Jahr zuhause vor der Glotze vollenden? Nee, und so ging die Schwäbin in die Spur und mietete für den diesjährigen Sylvesterabend in der traditionsreichen Wildgaststätte >>Hubertusgarten<< im OT Bühlau, die Kegelbahn an.

Für 18:30 Uhr waren wir dort angemeldet und alsbald war unsere kleine Feiergemeinde beisammen. Uns Schwaben folgte Birgit HIRCHE, Silvia und Frank WEISE, die Bosens Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT und Dieter SCHLEGEL. Etwas später folgte, recht abgehetzt S.K.M. Werner POHLE, der leider seine Coseline wegen Erkrankung entschuldigen musste.

Es sei vorweggenommen, dass wir ein ganz aufgewecktes Völkchen waren, was da mit (mehr oder weniger) ruhiger Kugel in das neue Jahr zu schippern gedachte.

Es gab die ausgefeiltesten Techniken, um die Kugel in, oder neben die Bahn zu bringen. Birgit nahm Anlauf und warf mit so viel Kraft, dass man befürchten musste, sie würde noch zur Seilspringerin. Wolfgang wieselte kleen aber mit Geschicke auf der Bahn und brachte viele Kullern ans Ziel. Christine kullerte mit der Kuller und sah dabei nicht schlecht aus, Frank hatte Tempo drauf und wollte wohl manchmal im Tiefflug den Kegeln entgegenkommen. Werner startete wie zum 1oom- Lauf und hätte auch als Kugelstoßer eine gute Figur abgegeben. Regina brachte ihre drei farbgleichen Kugeln überwiegend treffsicher ins Ziel und Silvias Schwungmasse war dem Ergebnis auch recht hold. Als königlichen Sport hat Bernd das Kegeln wieder einmal für sich entdeckt und er konnte sich die Krone des Rattenkönigs aufs Haupt setzen. Und dann war da noch Dieter SCHLEGEL, der sonst so ruhige, eher unauffällige Tanzmeister des Barock- und Tanztheaters, der so ungewohnt aus sich herausgegangen ist und zur Stimmungskanone wurde (was doch zwei drei Gläser Rotwein ausmachen können!!). Dabei zeigte er eine solch tänzerische Eleganz und Anmut beim (erhofften) Neunerwurf, dass der Balletttänzer und Tanzmeister schwer zu verleugnen war.

Gegen 23:30 Uhr standen die Gewinner fest. Dreikuglerin Regina war Dritte. Sprinter Werner war Zweiter und Frank errang in heißem Finnisch den Sieg. Der traute sich was, wo doch seine Silvia so lange vor ihm rangiert war.

Der Ober, der uns schon seit Jahren (wir sylvesterkegeln hier nicht das erste Mal!) als humoriger Mensch bekannt ist, sorgte für ausreichend angefeuchtete Luft und damit für sich immer mehr steigernde gute Stimmung. Als Spezialitätenrestaurant führt der „Hubertusgarten“ eine sehr empfehlenswerte gute Küche und da die Kegelei Appetit macht, schlugen wir alle zu und waren’s zufrieden. Nur der Kämmerer und Fischzüchter in Spee hatte beim Blick auf seinen Teller zu bemerken: „Das ist ja Kindermord im Karpfenteich“, - aber geschmeckt hat das beschuppte Kindchen schon…

Einen Teil der eben zugeführten Kalorien ließen wir dann aber wieder auf der Kegelbahn.

Lecker Eis oder Süßspeise gaben den kulinarischen Schlusspunkt und alsbald schleppte der Ober den Sekt heran.

Mit perlendem Inhalt stießen unsere Gläser an und beschlossen damit nicht nur einen wunderbar stimmungsvollen Sylvesterabend, sondern auch ein erlebnisreiches und kameradschaftlich verbrachtes Jahr 2013 und gaben unserer Hoffnung Ausdruck, dass auch 2014 wieder ein gutes Barockjahr für uns alle wird. Wenn wir uns alle so gut vertragen, wie hier am Sylvesterabend, sollte das ein sehr leicht erreichbares Ziel sein.

Die ersten Knaller lockten uns ins Freie und wir sahen die Raketen in den Neujahrshimmel steigen und begleiteten diese mit manchem persönlichen Wunsch.

1:00 Uhr war Kehraus und wir warteten sehnsuchtsvoll auf unsere Straßenbahn, die es am Waldschlösschen (einem bevorzugten Ausblickpunkt für das Höhenfeuerwerk) nicht durch das Gewusel der Schaulustigen schafften, aber dann (wir hatten mittlerweile Eisbeine) im Rudel kamen.

Am späten Vormittag des Neujahrtages waren wir dem Leben wieder nahe und konstatierten, dass es doch wirklich immer wieder schön ist, in Gemeinschaft von Gleichgesinnten beisammen zu sein und auch  gemeinsam zu feiern. Wer sich da wegdrehen kann, der ist nur schwer zu verstehen.

Wir wünschen allen unseren Freunden  Nahe und Fern ein gutes Jahr 2014 und uns allen baldige Wiedersehensfreude.

Das Jahr hat gut begonnen und am 12. Januar wollen wir uns alle gemeinsam an das Veranstaltungsjahr 2013 erinnern. Herzlich willkommen. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 07.01.2014)

 

  



Zurück