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11. Brückenschlagfest um das Blaue Wunder am 07. 09. 2013

Wir erlebten unser Blaues Wunder

Beim Brückenschlagfest der Gewerbetreibenden, um den Schillerplatz, als barocke Farbtupfer am Samstag, den 7. September dabei.

Eine Anfrage an den TDB wurde positiv beantwortet und so stand seit einiger Zeit im Terminkalender unseres Vereins unter dem 07.09.13 vermerkt: >>11. Brückenschlagfest<<.

Ehe wir uns dem Festgeschehen hingegeben haben, gab es am 5.09. noch einen Prolog in Form einer Informationsrunde mit anschließendem Fototermin. Dankenswerterweise begleiteten mich zum Hotel „Am Blauen Wunder“, unsere Freunde Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT, da die Vorsitzende im Urlaub ist und ihre Stellvertreterin beruflich nicht abkömmlich war. Nun, die Beratung wäre auch ohne uns gelaufen, aber für die Fotos waren wir drei schon als barocke Staffage recht am Platze.

Da Regina die weitere Organisation oblag, waren wir Samstagmorgen in der achten Stunde schon am Schillerplatz und waren zunächst etwas geschockt. Ruine und Rampe an der Schillergalerie waren nicht unbedingt einladend und auch als Rahmen bzw. Kulisse für Barockdarbietungen kaum geeignet. Doch die Durchfahrt zur Lieferrampe war die Sicherheit, falls es hätte Regen gegeben und die Musiker ihre teuren Instrumente hätten schützen müssen. In der folgenden Stunde trafen die Musiker des >>Kurfürstlich- Sächsischen Barockensembles << am Ort des Geschehens ein und begannen mit dem Aufbau ihrer Instrumente und der Anlage. Überall regte sich eifriges Tun, - Buden, Imbissstände, Kindereisenbahn, eine Bobbycar- Rennstrecke u. v. m. wurden aufgebaut und die Darsteller des TDB und die Freunde des AKB trafen nun auch nach und nach ein.

So versammelten sich an unserer „Bühne“ Renate AL ATRASH, Elke METZNER, Siegfried SCHURA, Gerd und Veronika JACOB, Christine BARTEL, Wolfgang PETZOLDT  und S.K.M. Werner POHLE, sowie  Nadin SCHUBERT mit ihrem David, der sich noch recht schwer damit hatte, in die Robe eines Prinzen zu schlüpfen. Unsere liebe Hofschneiderin, die „Bosin“, hatte sich bis spät in die Nacht „die Finger blutig genäht“, damit das Prinzenkleid rechtzeitig zum Auftritt fertig wurde. Aber was soll man sagen, - Prinzen haben nun mal ihre Allüren, sonst wären es keine Prinzen (Lebende Vertreter dieser Adelsgattung mögen mir diese Worte verzeihen, - gelten nur für damalige und unechte heutige!!“). Nach einer kurzen Einweisung durch die 2. Vorsitzende Regina SCHWABE durften wir uns in das Festgewimmel des Gewerbegebietes um das Blaue Wunder (Für Fremde: Die erste deutsche metallene Hängebrücke ohne Zwischenpfeiler – auch ein Wahrzeichen unserer Heimatstadt.) und Schillerplatz stürzen. Wir beschnorchelten die einzelnen Stände und wurde von den mehr und mehr zuströmenden Besuchern selber auch beschnorchelt… Zur Eröffnung unseres Beitrages gab es 10:00 Uhr einen musikalischen Einzug des Hofstaates, der sich danach teilte und rechts und links das Ensemble säumte, dass nunmehr mit Barockliedern- und Instrumentalstücken ihr erstes Auftreten in ihrem Programm absolvierte. Es gab mehrere Auftritte, die später zwischen Barockliedern und Volksliedern wechselten. Anfängliche Skepsis wich, denn die Darbietungen fanden doch ihr Publikum. Besonders am Nachmittag war starker Andrang, bzw. Durchgang (Konsumtion vor Kultur!!) und vor unserer „Bühne“, der Rampendurchfahrt, waren immer interessierte Zuhörer versammelt, die es wie uns und die Musizierenden störte, dass es Leute gibt, die sich sogar zwischen den Musikern hindurch winden, nur um nicht von zuviel Kultura gebremst zu werden… Einige Freunde in Zivil und Henry KUNZ in der Robe des Gouverneurs von Dresden, Reichsgrafen von Wackerbarth, mischen sich unters Publikum und ließen es sich bei Musik, Schwarzbier und Fassbrause gut gehen. Der Hofstaat hatte gleiche Bedürfnisse, aber auch die Pflicht zum Flanieren und so besuchten wir auch die Geschäfte am Schillerplatz, wo wir von der netten Ladeninhaberin zu einem guten Tropfen Roséweines eingeladen wurden und auf dem Rückweg der Weinkönigin von 2008 unsere Reverenz erweisen konnten.

Während sich der Gourmet a-la Francaise Prinzregent Philipp I. Herzog von Orleans und Anjou (dargestellt von Rudolf FRITZSCHE, der etwas später nach uns, aus Leipzig am Festplatz eingetroffen war) zum Kaffee in die Konditorei „Toskana“ einladen ließ, machten wir ein Versprechen war und folgten Majestät und der Hofsängerin in das >>Vitanas- Senioren Centrum<< „Am Blauen Wunder“ und erfreuten die dort wohnenden alten Leutchen durch unsere bunten Roben und vor allem durch die Lieder der hochwohllöblichen Hofsängerin Regina Baronessa de Moretti (Regina SCHWABE). Das große Haus hat mehrere Abteilungen und so hatte die Leiterin Frau Ines WONKA zu tun, dass in der Auftrittspause des Festes alle Bewohner ihr Liedchen zu hören bekamen. Das „Ännchen von Tharau“  und das „Heideröslein“ kamen gleichwohl gut bei den Senioren an. Teilweise wurde auch mitgesungen und ich glaube mich nicht zu täuschen, wenn ich sage, auch einige feuchte Augen gesehen zu haben. Ein Blick wird mir unvergänglich sein. Mit welcher innerer Freude ein wirklich großer alter Herr das dargebotene Volkslied und die Refrainstrophe von „My fair Lady“ aufnahm und sich dabei an seine Triumphe als Professor Higgins erinnert haben mochte. Es war uns eine große Freude und zugleich Ehre, das Ehrenmitglied des Staatsschauspiels Dresden (seit 1988), den großen Mimen Peter HERDEN (96) hier getroffen zu haben. Es war schön und anrührend, wie sehr sich die Bewohner der Seniorenresidenz über unseren Abstecher zu ihnen gefreut haben.

Bevor es uns wieder zu unserem Auftrittsort zog, hörten wir uns noch die vor dem Seniorenheim spielende >>Dresdner Dampferband<< an, deren Pianist uns sehr bekannt vorkam (spielte einst,- und immer mal wieder, auch im Kurfürstlich- Sächsischen Barockensemble).

Es gab nun noch mehrere Musikdarbietungen, die allesamt einen großen Fan in einem ehemaligen Kruzianer gefunden haben. Wir flanierten fleißig und schauten auch mal bei den jugendlichen Turnern des DSC, dem Bobbycar- Parkour, den >>Asphalt- Cowboys<< (Pony-Reiten) und bei den jungen Judokämpfern vorbei. Als Reverenz an das Publikum gaben die Musiker noch eine Zusatzdarbietung mit einem Querschnitt ihres Repertoires zum Besten.

 Gegen 18:00 Uhr, - wir Zwei hielten  noch die Stellung, nahmen wir noch den Dank von Herrn KUHNT, der die Organisation in Händen hatte, für unser Mitwirken beim 11. Brückenschlagfest entgegen und dankten unsererseits für die Einladung.

Ich möchte besonders den Musikern Thomas REUTER und Manfred KUGLER dafür danken, dass sie so freudig motiviert, trotz des gewiss nicht anheimelnden Umfeldes, aufgespielt haben. Mein Respekt auch der Hofsängerin, die ihre Lieder darbot, - kämpfend zwischen Zugluft und Halsschmerzen und nahendem Sonnenstich ab dem Nachmittag… Danke Werner POHLE, der uns wieder als Kurfürst voranging und „Bosens“ /Christine und Wolfgang) die immer da sind, wenn wir sie rufen und brauchen. So haben wir alle auch dieses Gewerbegebietsfest namens Brückenschlagfest kennen gelernt und im 11. Jahr eine Wissenslücke geschlossen, denn bisher hatten wir nie davon gehört, - drang nicht bis nach Löbtau/Gorbitz.  In Leipzig kennt man das Brückenschlagfest nun auch, - zumindest unser dortiges Mitglied Rudi FRIZSCHE, der begeistert bei uns anrief, weil es ihm so besonders gut gefallen hat: „Der Weg hat sich gelohnt.“ Ich hoffe, er sieht es nicht nur alleine so. Text und Fotos: Bernd SCHWABE -1 Foto von Peter Herden: Dr .Monika Futschik (eingestellt am 10.09.2013)       



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