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Barockgrill bei Jacobs in Maxen am 11.08.2013

Wir bewegen unsre Haxen und auf geht’s zum Grillen nach Maxen

Barockgrill des TDB am 11. 08. 2013 bei Gerd und Veronika Jacob

Es ist von (fast) Anfang an, im TDB Tradition, dass wir unser Barockgrill als Geselliges Beisammensein durchführen um dabei das freundschaftliche Zusammenwachsen der Vereinsmitglieder zu fördern und zu festigen. Dazu gibt es immer einen Grund oder ein Gründchen, - und so trafen wir uns heuer, am Sonntag, den 11. August,  im Anwesen unseres Vereinsfreundes Gerd JACOB in Maxen. 16 Vereinsmitglieder und „Bosens“ vom AKB, konnten die Gastgeber zum diesjährigen Grillfest begrüßen, - und, es sei vorweggenommen, sie waren gute Gastgeber und wir fühlten uns sehr wohl und genossen das Grillgut, - in bewährter Weise vom Frank WEISE gebrutzelt, die delikaten Salatkreationen von Silke, den Kartoffelsalat a-la Kämmerer und weitere, von den Teilnehmern zugesteuerte Naschereien… Aber ehe es so weit war, gab es noch ein Vorspiel, was sich im Falle Nadin und Bernd SCHIBERT als sehr langwierige Suchaktion (des Grundstückes) gestaltete und die SCHWABES, Rudi FRITZSCHE, Christine BARTEL und Wolfgang PETZOLDT zunächst zur Naturbühne Maxen führte, wo wir uns über die Entstehung und das Programm der Spielstätte informierten. Das kleine Maxen hat hier etwas ganz Großes geschaffen und wir träumen davon,  auf diesem verschämten Fleckchen kulturell gerahmter Natur einmal ein barockes Programm mit Tanz und Musik und Rezitation auf die Bühne bringen zu dürfen. Bisherige diesbezügliche Nachfragen fanden bisher keine offenen Ohren in Maxen. Es scheint aber, dass der Vielfalt des Programms eine derartige barocke Zutat gut zu Gesicht stehen würde. Nun, schauen wir mal, - vielleicht weckt man ja dort am „Finkenfang“ auch ohne siebenjährigen Kanonendonner diesbezüglich auf…

Um das Areal der Naturbühne finden sich noch Zeugen der Marmorbrecherei, die hier um Maxen zur Zeit August des Starken sehr stark betrieben wurde. Der hier abgebaute Marmor findet sich im Residenzschloss wieder und man sagt, dass der Kurfürst als allerhöchster Gütekontrolleur selbst beurteilt hat, was den Weg in die Residenz wert oder auch nicht wert war. Am Kalkofen hätte man in den Nischen  Käuzchen hocken sehen können und etwas weiter weg auch die Schlafstelle einer Kolonie von Kleinen Hufeisennasen, die hier und im oberen Elbtal durchaus, - selbst in SCHWABES Garten, - nicht gerade sehr selten sind.  Wem all diese Dinge der dortigen Natur noch zu wenig sind, der lasse seinen Blick über die lieblich gewellte Landschaft um Maxen und den „Finkenfang“ schweifen, um feststellen zu können, wie schön doch unsere engere Heimat ist. Und wie schön es ist, dass friedlich Berg und Tal, Wiese und Feld, Wald und Busch liegen, ohne Schlachtenlärm, wie er vor nunmehr reichlich 250 Jahren hier tobte und so viel Tod und Leid über die Menschen hier brachte. Es soll immer so bleiben, - wir und unsere Natur brauchen den Frieden…

Schnell hatten wir (dank Navigationsgerät) das Anwesen der JACOBS gefunden und wurden schon von den Gastgebern und den meisten Gästen erwartet. Der Kuchen wurde aufgetragen und der erste Schub Kaffee ausgeschenkt, da war es dem Kämmerer doch etwas unruhig, wo denn bloß die SCHUBERT – Chaise bleibt, mit der wir schon nahen Blickkontakt hatten. Auf halbem Wege hatte man sich dann doch noch gefunden und wurde mit Hallo begrüßt.

Kaffeetrinken, Führung durch Haus und Garten und der Hauptzweck unseres Hierseins, das Grillen, gestalteten den Nachmittag bis in den nahenden Abend hinein. Zwischendurch gab es noch einige Dinge betreffs noch vor uns liegender Termine geklärt und manches Schwätzchen erheiterte Geist und Seele, - oder auch nicht.

Wir hatten schon gesehen, dass Bernd SCHUBERT einen Notenständer und seine Gitarre im Gepäck hat und so konnten wir uns auf einen sehr amüsanten Abend freuen. Zunächst gaben uns Nadin und Bernd einige deutsche Volksweisen und solche aus der Gegend, wo Bernd seine Nadin aus den Wipfeln sibirischer Kiefern gepflückt hatte. Danach wurde es etwas heiterer und etwas deftiger und wir hatten Grund uns vor Lachen auszuschütteln, - Veronika schüttelte aufgrund der frechen Texte schon eher mal den Kopf…

Der Höhepunkt kam dann mit dem „Lied der vietnamesischen Reisschnitterjugend“, was Bernd für seinen Freund Bernd (und sicher auch für seinen Freund Gerd und alle weiteren) vorzutragen gedachte. Er hatte dem ganzen Melodie und Text gegeben und wir ergötzten uns über Onkel HOH und seinen Büffel GO und über des Reisschnitterveteranen Kopfbedeckung.

Schade war nur, dass es  sich merklich abkühlte, so dass dem Vortragenden die Finger klamm wurden und er seine Gitarre wieder einpackte. Wir hätten gern (die angedrohten 2 Stunden) weiter zugehört und mitgelacht. Aber im nächsten Jahr gibt es bestimmt wieder ein Barockgrillfest, - Gärten, wo wir noch nicht waren, gibt es ja noch…

Nach dem wir uns bei den Gastgebern Veronika und Gerd verabschiedet und für das schöne Fest bedankt hatten, ging es wieder in heimische Gefilde zurück. Nur Rudi blieb noch in der Residenz und bettete, nach nächtlicher Plauderrunde, sein Haupt noch für kurze Zeit in SCHWABES Gartenlaube. Nach gemütlichem Frühstück unterbreiteten wir unserem Gast den Vorschlag, doch mit uns in das Sächsische Elbsandsteingebirge zu fahren, um in Dorf   Wehlen die Sächsische Schweiz en miniature zu erleben. Gesagt, getan, wir starteten über Pirna und erlebten die Freude, die wir Rudi mit diesem Ausflug gemacht haben. Wir waren schon öfter im Sandsteinpark und stellten freudig überrascht fest, dass die Anlage von mal zu mal schöner und erweitert wird.  Burgen, Festen, Berghäuser, Mühlen, Bahnstrecken, Elbabschnitte und vor allem die wichtigsten Sandsteinfelsen (Kletterfelsen) der Sächsisch- Böhmischen Schweiz werten in Miniform nachgebildet und man kann sich alles mit der Mini - Parkbahn in 10minutiger Fahrt erschließen… Wirklich schön und für den nächsten Sonntagsausflug sehr zu empfehlen.

Rudi, nach seinen Eindrücken dieser zwei Tage befragt, antwortete: „Wirklich zwee ganz scheene Tache, die mir wieder sähre gut gefalln ham.“  Da braucht der Rezensent nichts hinzufügen. Text und Fotos: © Bernd Schwabe  (eingestellt am 13. 08. 2013)



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