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Zeitreise auf der Westerburg vom 08. - 09. 06. 2013

Der Alte Fritz (des TDB) besucht das Wasserschloss Westerburg

 

Wie hier in der Galerie zu lesen ist, mussten einige Vereinsmitglieder, die in Westerburg gemeldet waren und gern nach dort in den Harz gereist wären, wegen der massiven Wetterwidrigkeiten (Hochwasserkatastrophe) ihre Teilnahme absagen. Unser Vereinsmitglied Gerd JACOB, der im TDB auch den Preußenkönig darstellt, hielt die Fahne des TDB hoch und reiste mit seiner Ehefrau zur Westerburg, wo er Friedrich II. gab und seine Frau Veronika, die Schwester des Alten Fritzen, Wilhelmine Markgräfin von Brandenburg – Bayreuth  verkörperte.

Hier stehen die Fotos von der alten Wasserburg, die vom Hotelierehepaar LERCHE in ihrer Gesamtheit so liebevoll gepflegt und damit erhalten wird und den Historiendarstellern seit Jahren zur Heimstatt ihrer jährlichen Zeitreise wurde.

Ein Bericht aus der Feder von Gerd JACOB :

 

12.Westerburger Kultursommer-eine historische Zeitreise vom 7.6.-9.6.2013

 

Wieder wollte der Dresdner Hofstaat seine Zelte im schönen Schlosspark der Westerburg aufschlagen. - leider kam es anders.

Mehrere Freunde des Vereins mussten, wegen Flutschäden im eigenen Domizil, absagen.

Als Einziger vertrat der Preußenkönig (Gerd JACOB), mit seiner Schwester Wilhelmine Markgräfin von Bayreuth (Veronika JACOB,) den Verein.

Am späten Freitagnachmittag trafen wir in der idyllischen Wasserburg ein und bezogen das für uns reservierte Zimmer. Der Schlossherr, Hartmut LERCHE, war hocherfreut über unser Kommen, hatte doch Rolf ZAHREN, als Friedrich II., kurzfristig abgesagt. Bei unserem Rundgang im Park trafen wir u. a. unsere Bekannte, Bärbel NEUMANN, die sich vom verwässerten Lustlager Moritzburg wieder gut erholt hatte. Auch unsere lieben Hunnen-Freunde mit Attila (Michael SCHNEIDER) und seiner lieben, leider kranken Frau Brunhilde, an der Spitze, hatten ihre Zelte aufgeschlagen.

Am Sonnabend wurde pünktlich das historische Fest mit dem Einzug der Darsteller in den Schlosshof eröffnet. An der Seite des Schlossherren und seiner liebenswerten Gattin nahm der König und Wilhelmine die Parade ab und begrüßten die Anwesenden.

Da auch andere Gruppen wegen der Flut an Elbe und Saale ihr Erscheinen abgesagt hatten, war das Programm kleiner gehalten. So war der Schlossherr froh, dass der König und Kurfürst Friedrich II. und Wilhelmine, ihr kleines Programm, eine Lesung über den Briefwechsel zwischen FII. und  seiner Lieblingsschwester Wilhelmine, mit im Gepäck hatten. An beiden Tagen wurden wir 5 Mal in das Programm integriert, und die Lesung im romantischen Rittersaal bei stimmungsvollem Kerzenlicht gehalten. In dem 2-tägigen Event gab es weitere Höhepunkte. Herausgegriffen seien die Darstellungen der Musketenschützen der historischen Schöppenstedter Bürgerwehr und die Darstellungen der 1. Kompanie leichte Infanterie des herzoglichen Braunschweigschen Feldkorps, der napoleonischen Epoche. Auch Ritter des Mittelalters und allerlei lustiges Volk zeigten sich den Besuchern. Die höfische Vornehmheit stellten die Damen und Herren mit ihrem netten Nachwuchs von der Preußischen Adelsgesellschaft der Garnisonsstadt Magdeburg dar, sowie einige Adelsleute zu Hannover.

Die anwesenden Artilleristen gaben ihr Bestes und ließen mehrfach an beiden Tagen ihre Kanonen krachen. Den Abschluss des 1.Tages bildete ein bewegender Gedenkgottesdienst mit Sologesang und Flötistin und ein Fackelzug aller Darsteller im stilvollen Innenhof der Wasserburg. Umrahmt wurden beide Tage von mittelalterlichen Klängen 3er Musikanten mit Dudelsackmusik und Trommelwirbel vom Feinsten, Akteure, die, wie man uns sagte, bereits zum Inventar der Wasserburg gehören. Am Rande des Geschehens wurden auch bei reichlichem Gerstensaftgenuss herzliche Kontakte geknüpft und interessante Gespräche geführt.

Der Wettergott war uns an beiden Tage mit viel Sonne sehr hold, was die Stimmung hoch hielt. Am letzten Tag führte uns der Gastgeber, Herr LERCHE, persönlich durch die mit viel Liebe restaurierten Gemächer und die wunderbare kleine Kapelle der Westerburg, alles mit großem geschichtlichem Hintergrund, worüber der Schlossherr sehr tiefgründig informierte.

Der Gastgeber und zugleich Veranstalter hatte an beiden Tagen für reichlich Kulinarisches aus Keller und Küche gesorgt. Ihm und seiner werten Gattin und dem immer hilfsbereiten Personal sei an dieser Stelle unser herzlichster Dank ausgesprochen. (eingestellt am 03.07.2013)

 

 



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