Print This Page

Endlich - Anflanieren 2013 am 13.04.13

Endlich:

 Anflanieren durch den Hofstaat von TDB und AKB am 13.04.2013

Nach mehreren Anläufen sollte es nun, am Samstag, den 13. April klappen, dass wir die Flaniersaison 2013 eröffnen, was zunächst wieder nicht danach aussah. Zwar waren die Wetterprognosen einigermaßen viel versprechend, dafür sagte einer unserer Mitstreiter nach dem anderen ab. Die Ankündigung war halt doch etwas zu spontan und kurzfristig. Umso erfreulicher war, dass sich pünktlich 13:00 Uhr doch noch 10 Flanierliebhaber am „Schießhaus“ eingefunden hatten. Besonders gefreut hat uns, dass Werner POHLE, der sich kaum vom Mittelmeerurlaub akklimatisiert hatte, bereit war, uns dem Hofstaat, als August der Starke voranzugehen. Der Hofstaat das waren diesmal das Grafenpaar von Bose (Wolfgang PETZOLDT und Christine BARTEL), Baronin von Zetau (Renate AL ATRASH), die Prinzessin von Braunschweig und spätere Zarewna von Russland (Nadin SCHUBERT), der Reichsgraf von Wackerbarth (Günter THOMAS), der Generalleutnant Freiherr von Spörcken mit Gemahlin (Gerd und Veronika JACOB) und der Kämmerer Graf zu Nau (Bernd SCHWABE). Nicht zu vergessen der Mann, der den weitesten Weg hatte, der Prinzregent Philipp Herzog von Orleans und Anjou (Rudolf FRITZSCHE), der zwar nicht aus Frankreich angereist war, aber immerhin für knapp 4 Stunden Flanieren, aus Leipzig !

Am Herzogin Garten vorbei, zu dem der Stadt nur die Bebauung mit Nobelwohnungen eingefallen ist, statt dort, wo einst die herzogliche Orangerie stand, der langen und guten Gartenbautradition mit einem sächsischen Gartenbaumuseum zu gedenken, ging es zunächst zum Zwinger, wo ein auffallend starken Touristenbegängnis zu verzeichnen war. Bevor sich Mama- als auch Paparazzis unserer bemächtigen konnten, gingen wir einige Schritte abseits, um, mit Blick zum Wallpavillon, der vom Sächsischen Herkules gekrönt wird, mit einigen Worten der Anteilnahme und einer Minute stillen Gedenkens, unseres verstorbenen Freundes Tilo MEIßNER zu gedenken. Danach stiegen wir zu den Arkaden des Wallpavillons hinauf und hernach ins Nymphenbad hinab, - stets von fotografierfreudigen Touristen umgeben. Dennoch genossen wir hier das Meisterstück von Balthasar PERMOSER, - welches nach umfassenden Restaurierungsarbeiten in neuem altem Glanze erstrahlt. Vorbei an König Johann am Theaterplatz ging es in der windstillen Flucht zwischen Ständehaus und Fürstenzug zum Neumarkt. Das Wetter war mittlerweile böig, aber teilweise sogar sonnenerstrahlt. Nach mehrmaligem Umkreisen der Frauenkirche zog es uns nun, - echt gaffäsäksisch zu einem Schälchen Heeßen. Während des Königs Schritte dem wohlbekannten WOK zustrebten, probte ein gewisser Militär den Aufstand und verschwand im Coselpalais, - gefolgt vom brav ihm nachzuckelnden Hofstaat… Was haben wir doch noch für Nachholbedarf an barockem Benimm!?! Abgesehen davon, dass die festlich dekorierte Tafel (sie schien wie für uns hergerichtet) einer niveauvollen Kaffeepause Vorschub leistete, stellte der Kämmerer fest, dass der Preis für ein Tässchen, anderenorts für zwei richtig gewesen wäre. Nun  gut, dies überlebt und lecker gestärkt durch Türkentrunk und Sahnetorte, Eierschecke & Co., rüsteten wir zum Aufbruch, was gerade in dem Moment geschah, als dem Auf- ein mächtiger Wolkenbruch folgte. Nun ging der Rückweg etwas flotter voran, und wer nicht unter der Glasviperkuppel des Schlosses verharrte bis sich Klärchen wieder zeigte, der kam dann im Habitus eines (mehr oder weniger) begossenen Pudels am „Schießhaus“ an. Trotz des feuchten Schlussakkords kann konstatiert werden, dass es wieder ganz scheen beim Flanieren war. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 15.04.13)

 



Zurück