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Stammtischauftakt 2013 mit Besuch der Rüstkammer am 23.02.2013

Von einem (ausgefallenen) Winterflaniergang mit musealem Höhepunkt

AKB - Stammtischauftakt im Schnee -  am Samstag, den 23. 02. 2013

Da es in den Vorjahren zumeist wettermäßig geklappt hat und den meisten Barockdarstellern des AKB/TDB die Winterpause mit jedem Tag zu lang wird, was auch heuer der Auftakt für Stammtisch und Flaniergang auf den zeitigen Termin vom 23. Februar gelegt.

Noch wenige Tage vorher glaubten wir, nach unserem Stammtischtreffen in Robe auf Tour gehen zu können. Aber ab Freitag, bis in den späten Samstagnachmittag schneite es in solch dickem Flockenwirbel, als wenn die Frau Holle noch einige Überplanbestände loswerden wollte. Da musste dann doch noch kurz vor knapp eine Nachricht auf die Reise gehen, die unseren Auftakt ohne Robe und Flanieren ankündigte.

Alle 20 Teilnehmer erschienen dann auch pünktlich 10:00 Uhr zu unserem AKB- Jahresauftakt an gewohntem Ort, in dem Historischen Gasthaus „Zum Schießhaus“ in Zivilklamotten…, nee, - ich korrigiere mich, denn unsere Mitstreiterin Nadin SCHUBERT hat es uns allen gezeigt, dass es, unter dem Motto: „Gelobt ist, was hart macht“, durchaus möglich ist, auch im Schnee, mit der Eleganz einer Prinzessin von Braunschweig- Wolfenbüttel- Lüneburg und Zarewna von Russland (Training im tiefsten Sibirien) zu lustwandeln. Oder hatte sie doch bloß nicht die letzte Mail gelesen?

Egal, bei unserem, an den Stammtisch anschließenden, Winterspaziergang, war Nadin der viel beachtete Blickfang unserer Truppe. Nach dem wir nämlich die organisatorischen Dinge für unsere in Kürze (10.03.2013) anstehende Barockrundschau abgeklärt hatten und dem Schießhaus – Koch Arbeit in Auftrag gegeben hatten, so wurde beschlossen, sollte noch ein Besuch der neu gestalteten Rüstkammer im Riesensaal des Schlosses auf dem Programm stehen. Acht Unentwegte begaben sich dann nach ausgiebigem Mittagsmahle, durch das Schneetreiben, auf den Weg zu einer der musealen Sehenswürdigkeiten Dresdens.

Auch wenn es durchaus etwas ungemütlich war, so muss ich als der Hoflichtmaler sagen, dass Zwinger & Co. auch bei Schnee sehr viele reizvolle Details zu bieten haben. Wegen dieser war dann Olle Schwabe auch immer etwas hinterher… Nach dem wir  in der >>Heinrich- Schütz- Residenz<<, wo in 14 Tagen unsere Barockmesse stattfindet, einige Werbemittel abgegeben hatten, begaben wir uns zum Schloss und lösten die Eintrittskarten, die uns zunächst etwas teuer vorkamen. Da damit aber nicht nur der Besuch der neuen Rüstkammer möglich ist, sondern auch die Schätze des Kreml und der Türkenkammer zu besichtigen sind, ist der Preis schon ganz in Ordnung. Ja, was sich uns in allen drei Ausstellungsteilen bot, war überwältigend und eine Beschreibung dieses Glanzes, dieser Pracht ist kaum möglich, - hier sollte sich jeder selbst überzeugen. Die Dresdner und ihre Besucher tun dies mit Vehemenz, denn über Publikumsmangel wird man nicht zu klagen gehabt haben. Das Schneewetter trieb die Leute in die Museen, womit  diese sicher dem schneeigen Winterwetter doch noch eine positive Seite abgewinnen konnten.

Wiedereröffnung der Rüstkammer war am 18.02.2013 im Beisein des Kulturstaatsministers Bernd NEUMANN. Eigens für die Unterbringung der einzigartigen Rüstung- und Waffensammlung, der kostbaren Gewandungen sächsischer Kurfürsten und Herzöge, wurde der Riesensaal im Residenzschloss in neuen Glanz versetzt. 57 Meter Länge und 13 Meter Breite bieten beste Bedingungen für eine würdige Präsentation der Exponate. Der Rüstkammer bekommt der Umzug aus der räumlichen Enge der Langgalerie im Zwinger in die Großzügigkeit des Riesensaales im Schloss ganz hervorragend. Aber nun wollen wir unseren Ausstellungsrundgang beginnen.

So wie wir (ach wie ungewohnt) in unserem unauffälligem Zivilgrau durch die Ausstellungen pilgerten und dabei Einige unter Vielen waren, so war unsere Nadin als Zarewna von Russland, trotz der Schätze in den Vitrinen, für die Museumsbesucher in ihrer barocken Gewandung auch ein Hingucker. Sie wurde diesbezüglich auch öfter angesprochen. Unsere Bedenken, in Robe nicht eingelassen zu werden (Nadin ließ man anstandslos passieren), bzw. wegen des erwartungsgemäßen Besucherandranges etwas zerknautscht wieder ans Tageslicht zu kommen, haben sich nicht bewahrheitet, so dass wir diesen Museumsbesuch sicher auch als Adelsgesellschaft hätten machen können.

Gut, der starke Flockenfall trieb uns dann doch etwas schneller als sonst gewohnt, auf unserem Heimweg durch den Zwinger und am Herzogin Garten vorbei zum „Schießhaus“, wo unser Exkurs zu Johann Georgs Ritterrüstung, zu des Groß- Kahns Prachtzelt und zu des Schrecklichen Iwans goldene Trinkkelle mit weiteren ungefähr 10cm Neuschnee (seit Vormittag) und der Erkenntnis endete, dass der Besuch in den musealen Einrichtungen des Residenzschlosses nicht nur ein Ersatz für das ausgefallene Flanieren war, sondern sich als ein Geschichtsexkurs der Extraklasse darbot.

Schade, dass sich unser überaus interessierter El Präsidente Wolfgang PETZOLDT, der beim Stammtisch noch tapfer durchgehalten hatte, wegen eines eingeklemmten Nervs nicht mit von der Partie sein konnte. Bleibt uns nur, ihm gute Besserung zu wünschen.

Unserem TDB- Mitglied Rudolf FRITZSCHE, im Verein Darsteller des Herzogs von Orleans, wünschen wir alles erdenklich Gute zum heutigen Geburtstag, den er gern im Kreise seiner Darstellerkollegen verbringen wollte und darum war unser Rudi auch, trotz der Wetterunbilden, aus Leipzig angereist um bei diesem AKB- Auftakt dabei sein zu können. Dass er am Sonntag seinen Vereinskollegen noch etwas mehr zu sagen hat, das sollte Stoff für einen weiteren kleinen Bericht an dieser Stelle geben. (eingestellt am 24.02.2013)  Text und Fotos: Bernd Schwabe

(Zwei Fotoreproduktionen a. d. Rüstkammer: dpa u. wikipedia)    

 

 

 



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