Print This Page

Tag der offenen Tür im Panometer DD,am 21.01.2013

Asisi – Panometer in Dresden öffnet seine Tore für seine Kooperationspartner

Tag der offenen Tür im Panometer >>Dresden – Mythos der barocken   Residenzstadt << am Montag, den 21. Januar 2013

Der TDB kann konstatieren, schon seit Jahren zu dem Kreis zu gehören, der das Dresdner Asisi – Panometer aktiv unterstützt. Bei einem Treffen von TDB- Mitgliedern mit Prof. Yadegar ASISI machten wir einige Vorschläge, die bei einer eventuellen Neugestaltung des Dresden – Panoramas beachtet werden sollten. Vorweggenommen, wir haben einige dieser unserer Vorschläge im Panoramabild >>Dresden – Mythos der barocken Residenzstadt<< wieder gefunden.

Wir haben uns gefreut, dass der Vorstand des TDB von der Geschäftsleitung des Dresden – Panometer zum Treff der Kooperationspartner und der Führung eingeladen wurden. Wohlwollend nahm man auf, dass wir nicht nur den Verein mit seiner barocken Traditionspflege präsentierten, sondern uns auch selbst in barocken Roben. Eine aussagekräftige Präsentation in Wort und Bild,- erstellt von unserer Vorsitzenden Silvia WEISE, wurde vom Veranstalter wohlwollend entgegegen genommen. Wir, Silvia WEISE, Regina SCHWABE, Renata LINNÉ und Bernd SCHWABE, wurden dann gegen 14:00 Uhr zur Führung in Empfang genommen und hatten in Herrn Marco WEBER, von der Geschäftsleitung des Hausers, einen überaus wissensreichen und netten Gästeführer, der alle unsere und die Fragen der weiteren geladenen Besucher beantwortete und auch welche an uns hatte, die wir ebenso gern beantwortet haben. Eine völlig neue Ausstellung im Portalbereich war der rechte Rahmen für die viele Wissensvermittlung… Wir merkten, dass uns Herr WEBER zugetan war, und nach den erklärenden Worten vor dem Panoramabild, hatten wir noch ein längeres fruchtbringendes privates Gespräch mit ihm.

Danach begaben wir uns auf eine Zeitreise, auf der wir den Mythos Dresdens in der Barockzeit  entdecken gingen. War das vorherige Panoramabild eine Momentaufnahme der sächsischen Residenzstadt kurz bevor Friedrich II. seine Kanonade auf sie richtete, ist jetzt das gesamte Augusteische Zeitalter im Bild erfasst, - mit all den Gebäuden, Parks und Persönlichkeiten, die in der Zeit August des Starken und seines Sohnes in Dresden/Sachsen lebten und wirkten. Für den Betrachter hat das was, auch wenn sich manche dieser historischen Persönlichkeiten im wahren Leben nie begegnen konnten. Hier sind die Grenzen durch den Künstler Yadegar ASISI genau so weit gesteckt, wie in unserer Form der Traditionspflege. Im Gegensatz zum Vorgängerbild ist dem nunmehrigen jetzt die gewisse Düsternis genommen und Dresden wird nun als luftig- lebendige, farben- und lebensfrohe Stadt der Prachtbauten und der Künste, der Feste und eines unbeschwerten Lebensstils (den zumindest die Wohlhabenden führen konnten) dargestellt. Wir entdeckten die Kurfürsten, deren Minister, Baumeister, Maler, Komponisten, Erfinder und viele weitere Persönlichkeiten, die Dresdens guten Ruf bis in heutige Tage begründeten. Wir haben uns bei jedem Fund eines unserer Freunde auf dem Gemälde gefreut. Da war nicht wichtig, dass wir seinerzeit beim Fotoshooting nicht dabei sein konnten. So ist es halt, wenn der Terminkalender des Vereins stets so proppevoll ist.

Kaum hatten wir, gut beschirmt, wie wir ihn von manchem Event her kennen, unseren Freund Thomas MAUERSBERGER als Rokokokavalier auf dem Panoramabild ausgemacht, konnten wir ihn schon in Persona in die Arme schließen. Er hatte den Weg von Leipzig nicht gescheut, um als einer der Mitwirkenden zum Tag der offenen Tür zu erscheinen. Über diese Begegnung haben wir uns sehr gefreut, - zumal es ein ausgesprochen sympathischer Zeitgenosse ist. Freundliche Begrüßung auch von Regina SCHWITTAY, Darstellerin von Anna Amalia Herzogin von Sachsen- Weimar- Eisenach  und des Hofnarren Joseph Frölich in Persona Andreas HÖFFKEN, der, obwohl inkognito, auch hier einige seiner flotten Sprüche drauf hatte… Weitere bekannte, bzw. sehr gut bekannte Darsteller der Dresdner Barockszene liefen uns über den Weg, oder hielten sich bedeckt…

Wir bestiegen nun den Panoramaturm und genossen hier aus der Vogelperspektive unser Dresden wie es damals war, oder gewesen sein kann!!!  Es gab so viele überraschende Neuerungen, wie Feuerwerk über dem (damaligen) Holländischen Palais, Fakelbeleuchtung auf der Augustusbrücke und und und… Man wurde des Sehens nicht müde und wir wollten uns gar nicht wieder trennen vom Mythos Dresden in der Zeit der Wettiner- Auguste, - aber wir hatten statt Wintermantel und Pudelmütze die etwas (sehr) leichtere Barockrobe gewählt, so dass uns die Kälte dann doch in die geheizte Benzinkalesche trieb. Auch wenn wir kalte Füße hatten, das Herz wurde uns erwärmt durch die neuerliche Arbeit des Künstlers Yadegar ASISI und wir möchten uns für das großartige Panoramabild hier in Dresden- Reick herzlich bedanken. Es passt gut zu dem, was wir so oft in natura erleben, wenn wir bei unseren Flaniergängen unsere "Roben spazieren tragen" gehen. Es ist ein Geschenk für unsere Heimatstadt. Wir erfuhren, dass der Professor schon etwas Neues im Kopf hat, - Dresden um 1900, da kann man jetzt schon so gespannt sein, wie auf das geplante Panorama nach der Bombardierung Dresdens im Februar 1945. Letztere Idee fußt auf einen Vorschlag des TDB, den wir bei einem Treffen während des Panometer- Sommerfestes im Juli 2009 bei einem Gespräch mit Prof. ASISI geäußert haben. Wie kann man besser gegen den Wahnsinn von Krieg und Zerstörung mahnen? Wir sind froh, dass Dresden wieder durch viel Fleiß und Engagement seiner Bewohner aus der Asche neu entstehen konnte und in seinen Mauern wieder Kunst und Kultur, - so wie hier im ehemaligen Gaswerk in Reick das Panometer, eine Heimstatt finden konnten. Text und Fotos: Bernd Schwabe (eingestellt am 22.01.2013)

Asisi – Panometer Dresden

Gasanstaltstrasse 6b

01237 Dresden – Reick

Öffnungszeiten:

Di. – Fr. 10:00 – 17:00 Uhr 

Sa./So. u. Feiertag 10 – 18:00 Uhr

 

 



Zurück